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Polizeibericht

Vor Club homophob beleidigt und geschlagen

Erneut LGBTI-feindliche Gewalt in Berlin: Am frühen Samstagmorgen beschimpfte ein 21-Jähriger eine 28-Jährige vor einer Disco und schlug ihr mit der Faust ins Gesicht.


  • 6. Juli 2019, 11:50h, noch kein Kommentar

Vor einem Club in Berlin-Charlottenburg kam es am frühen Samstagmorgen zu einer Auseinandersetzung mit lesbenfeindlichem Hintergrund.

Laut Polizeibericht alarmierten Passanten gegen 3.20 Uhr die Beamten zu dem Lokal in der Joachimsthaler Straße. Dort zeigte eine 28-jährige Frau, die dort Gast war, an, dass sie von einem Besucher des Clubs mit der Faust ins Gesicht geschlagen und homophob beleidigt worden sei.

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Der Angreifer konnte ermittelt werden

Der Tatverdächtige war zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme nicht mehr am Ort. Allerdings konnten die Personalien des 21-Jähigen anhand von Zeugenaussagen ermittelt. Nähere Angaben zum Angreifer wurden im Polizeibericht nicht gemacht. Die 28-Jährige erlitt eine Verletzung im Gesicht und wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

In Berlin werden – anders als in anderen deutschen Städten – mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. Damit soll es Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, erleichtert werden, nach LGBTI-feindlichen Übergriffen Anzeige zu erstatten.

Das queere Antigewaltprojekt Maneo meldete im Mai, dass sich die Zahl der gemeldeten Übergriffe aus Hass auf LGBTI in der Hauptstadt binnen eines Jahres um 18 Prozent erhöht habe (queer.de berichtete). Der Großteil der erfassten Übergriffe richtete sich mit 286 Fällen gegen schwule oder bisexuelle Männer. Es seien außerdem 50 Übergriffe gegen Transmenschen erfasst worden und 27 gegen Lesben oder bisexuelle Frauen. 19 Fälle hätten sich allgemein gegen die Gruppe gerichtet, wie etwa Angriffe auf Gedenkstätten. Zuletzt hatte es vermehrt Angriffe auf das Denkmal für ermordete Homosexuelle im Berliner Tiergarten gegeben. (pm/cw)