Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34010

Fußball-Weltmeisterschaft

Rapinoe ist der Superstar der WM

Bei der Fußball-WM überragt die lesbische Amerikanerin Megan Rapinoe alle anderen. Mit ihrem amerikanischen Team gewann sie souverän den Titel.


Megan Rapinoe kann feiern: Nach sieben Siegen ist sie und ihr US-Team erneut Weltmeister (Bild: Instagram / mrapinoe)

Die offen lesbische und Trump-kritisiche Fußballerin Megan Rapinoe ist die herausragende Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich. Sie konnte nach einem 2:0 über die Niederlande mit dem US-Team in Lyon nicht nur den Weltmeistertitel verteidigen, sondern wurde auch als Torschützenkönigin und beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

Rapinoe hatte bereits im Vorfeld der WM für Aufregung gesorgt, als sie ankündigte, die US-Nationalhymne nicht mitzusingen, um gegen die diskriminierende Politik Trumps zu protestieren (queer.de berichtete). Während des Turniers zog sie diese Ankündigung als einzige Spielerin nicht nur durch, sondern kritisierte auf Reporter-Nachfragen laufend den Präsidenten. So kündigte sie an, bei einer eventuellen Einladung nach einem WM-Sieg nicht ins Weiße Haus kommen zu wollen (queer.de berichtete). Als Reaktion kritisierte Trump die Sportlerin via Twitter ("Megan sollte nie unserem Land, dem Weißen Haus oder unserer Flagge Respektlosigkeit zollen").

Trump gratuliert artig

Nach dem Sieg des US-Teams zeigte sich der Präsident konziliant und tweetete: "Glückwunsch zum WM-Sieg an das US-Frauenfußballteam. Ein großartiges und aufregendes Spiel. Amerika ist stolz auf euch alle."



Nun wird spannend, ob der Präsident, wie in den USA üblich, das Siegerteam ins Weiße Haus einlädt. Auch andere Spielerinnen haben sich öffentlich gegen den Präsidenten gestellt. Die ebenfalls lesbische Abwehrspielerin Ali Krieger, die jahrelang beim 1. FFC Frankfurt gespielt hatte, schrieb während der WM etwa auf Twitter an den Präsidenten: "Ich weiß, dass Frauen, die Sie nicht kontrollieren oder begrapschen können, Sie verärgern."

Twitter / alikrieger

Eine Einladung ist den amerikanischen Fußball-Frauen unterdessen sicher: Kurz nach dem Sieg tweetete die lesbische Talkshow-Königin Ellen DeGeneres, dass die Sportlerinnen "jederzeit" in ihrer Show willkommen seien.

Twitter / TheEllenShow

"Sieg ohne Gays nicht möglich"

Nach dem Sieg zitierte der US-Verband auf Twitter auch ein zwei Wochen altes Zitat Rapinoes erneut, indem sie ausdrückte, wie wichtig homosexuelle Sportlerinnen und Sportler seien: "Man kann keinen Wettbewerb ohne Gays im Team gewinnen – das gab es noch nie. Das ist wissenschaftlich belegt."

Der US-Verband teilte auch das Video einer sichtlich angeheiterten Rapinoe, die im Bus mit ihren Vereinskolleginnen den Sieg feiert – und sich mit einem Sektglas in der Hand bei den Fans bedankt.

Mit dem Sieg haben die USA bislang vier der acht Frauen-Weltmeisterschaften gewonnen (weitere Siegerinnen sind Deutschland mit zwei WM-Titeln sowie Norwegen und Japan). Die beste Leistung des US-Männerteams bei einer WM ist dagegen lediglich der dritte Platz – und dieser Erfolg liegt bereits 89 Jahre zurück.

Die Siegesfeier wurde auch zu einer Kampagne für gleiche Bezahlung im Sport. Die US-Spielerinnen, allen voran Rapinoe, werben schon seit längerem dafür, gleich bezahlt zu werden wie die – wesentlich weniger erfolgreiche – US-Männermannschaft. FIFA-Präsident Gianni Infantino wurde bei der Siegerehrung ausgepfiffen, gleichzeitig skandierten die Zuschauerinnen und Zuschauer "equal pay". Sie kritisierten, dass die FIFA bei der Männer-WM knapp 400 Millionen Euro an Preisgeldern auszahlt – bei der Frauen-WM aber weniger als 50 Millionen Euro. (dk)

Direktlink | Im Trump-Sender Fox News Channel skandierten bei einer Schalte in eine Fußball-Bar in Lyon amerikanische Fans "Fuck Trump"

Twitter / USWNT



#1 DramaQueen24Profil
  • 08.07.2019, 12:31hBerlin
  • Megan zollt den USA und der Fahne mehr Liebe und Respekt, als es ein mösengrabschender Präsident im Oval Office je tun könnte.
    In unserer Nationalhymne heißt es:

    "... And the star-spangled banner in triumph shall wave
    O'er the land of the free and the home of the brave!"

    Und freie und tapfere Menschen sagen ihrer Führung, was sie von ihnen halten. Nur Opportunisten und Feiglinge schweigen zu Ungerechtigkeiten.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 QueerBierHereEhemaliges Profil
#3 AmurPrideProfil
  • 08.07.2019, 14:51hKöln
  • Liebes US-amerikanisches Nationalteam im Frauenfußball:
    Herzlichen Glückwunsch zu Eurem vierten Weltmeistertitel!
    Das, wie ich finde, beste Team dieser Weltmeisterschaft hat gewonnen! :-)

    Und zu Megane Rapinoe:
    WOW! WAS für eine tolle Fußballerin und was für eine noch mehr beeindruckende Persönlichkeit!!!!! Ich bewundere ihre Gradlinigkeit und ihren Mut, mit dem sie sich dem vielleicht mächtigsten Mann der Welt offen entgegenstellt und seinem LGBTIQ*-Hass und seinem Sexismus die Stirn bietet!

    Wie sehr wünsche ich mir auch für Deutschland eine solch populäre Persönlichkeit, die uns allen in Zeiten einer immer mehr aus jeglichen Ruder laufenden pegida und einer immer mehr vom "Flügel" kontrollierten AfD Vorbild und Beispiel sein könnte, um diesen mutig öffentlichen die Stirn zu bieten und so Widerstand zu leisten.

    Für mich persönlich ist Megane Rapione was diese Dinge anbelangt zugleich Inspiration und Vorbild!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 zundermxeAnonym
  • 08.07.2019, 15:05h
  • Natürlich hätte ich unserem Team diesen Titel oder zumindest das Finale auch von Herzen gewünscht.

    Doch mit den US-Amerikanerinnen hat sich bei diesem Turnier die aktuell stärkste Truppe verdient sportlich durchgesetzt.

    Neben dem Platz dann auch noch so überzeugend, authentisch und sympathisch aufzutreten ist ganz fettes Kino!
    Respekt und lieben Dank dafür!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 unethischAnonym
  • 08.07.2019, 16:59h
  • Antwort auf #2 von QueerBierHere
  • Kommt aber darauf an, aus welchen Motiven für "angeblich ungerechtes" gekämpft wird.
    Was die Republis heutzutage üblicherweise bekämpfen wollen, sind die Rechte der LSBTTIQ. Sind die sozialen Entwicklungen innerhalb einer Gesellschaft. Das ist die Art und Weise wie er Flüchtlinge aus Mexiko zurück hält. Das ist das nicht-verstehen Wollen des Klimaschutzes.

    Die Motive der Republis sind also unethisch weil an der Humanität vorbei. Insofern ist es dann auch ok, wenn @DramaQueen schreibt, dass Trump und seine Sippschaft nicht für Gerechtigkeit steht.
    Zumindest gibt es für solche Missstände keinen Nobelpreis. Spätestens da müsste dann klar werden, wo Aktivisten stehen und wo Trump & Co. steht.

    ©BuntesUndSchönes
  • Antworten » | Direktlink »
#6 feli491Anonym
  • 08.07.2019, 19:12h
  • Antwort auf #4 von zundermxe
  • "Natürlich hätte ich unserem Team diesen Titel oder zumindest das Finale auch von Herzen gewünscht."

    Keine Chance, mit USA, England, Schweden und Niederlande waren die Teams mit den meisten offen lebenden lesbischen/bisexuellen Frauen im Halbfinale.

    Gemäß Rapinoe, laut der man lesbische Frauen braucht, um Titel zu gewinnen, konnte Deutschland da einfach nicht mithalten...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 DefinitionssacheAnonym
  • 08.07.2019, 19:49h
  • Antwort auf #6 von feli491
  • "Gemäß Rapinoe, laut der man lesbische Frauen braucht, um Titel zu gewinnen, "

    Geile Aussage!
    Fast so als würde ein Protagonist im Männerfußball der Presse mitteilen, dass es Heteros braucht um Titel zu gewinnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 feli491Anonym
  • 08.07.2019, 20:16h
  • Antwort auf #7 von Definitionssache
  • Vor dem Hintergrund, dass auch in dem Team der USA "nur" fünf Spielerinnen lesbisch sind, ist die Aussage nicht ernstzunehmen - 18 Spielerinnen sind immer noch hetero.

    Wenn man dann bedenkt, dass im deutschen Team keine einzige Spielerin offen lesbisch oder bi ist/war (Quelle siehe unten), und im Viertelfinale schon ausgeschieden ist, scheint also an Rapinoes Aussage, dass es mindestens eine lesbische Spielerin im Team braucht, etwas dran zu sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 feli491Anonym
#10 Sabelmann
  • 09.07.2019, 03:36h
  • Antwort auf #6 von feli491
  • "Keine Chance, mit USA, England, Schweden und Niederlande waren die Teams mit den meisten offen lebenden lesbischen/bisexuellen Frauen im Halbfinale."
    Schwul, lesbisch, hetero,bi spielen nicht Fussball!
    Seit wann ist es wichtig welche sexuelle Orientierung ein Sportler hat um erfolgreich zu sein? Ich dachte immer Talent,Training und Fleiss sind ausschlaggebend?
    Aber abseits des Fussballs hat Rapinoe eine tolle charakterliche Einstellung. Zudem Herz und Mund am rechten Fleck!
  • Antworten » | Direktlink »