Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34011

Männer-Fußball

Mexikanische Fans fallen erneut durch homophobe Sprechchöre auf

Während bei der Fußball-WM der Frauen lesbische Spielerinnen den Ton angaben, zeigten sich Anhänger der Mexikaner bei der Nordamerika-Meisterschaft von ihrer homosexuellenfeindlichen Seite.


Die Mexikaner konnten das Gold-Cup-Finale mit offener Homophobie gewinnen (Bild: CONCACAF)

Der Sieg der Fußball-Nationalmannschaft Mexikos über die USA beim Gold Cup in Chicago wurde am Sonntag von homophoben Sprechchören der mexikanischen Fans überschattet. Die Anhänger der Mittelamerikaner skandierten während des gesamten Spiels "Puto" – einen homophoben Begriff, der mit "Schwuchtel" oder "Stricher" übersetzt werden kann. Der Gold Cup ist die Meisterschaft des zur FIFA gehörenden Kontinentalverbandes CONCACAF, der Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik umfasst.

Die Fans brüllten die homophobe Beleidigung insbesondere bei Abstößen des amerikanischen Torwarts Zack Steffen. Auch bei Freistößen der Amerikaner waren diese Rufe hörbar.

Obwohl das Spiel in den Vereinigten Staaten stattfand, waren die mexikanischen Fans viel mehr zu hören als die US-Anhänger. Am Ende konnte das lateinamerikanische Land das Spiel durch einen Treffer von Jonathan dos Santos in der 73. Minute mit 1:0 für sich entscheiden.

Mexiko bereits mehrfach "verwarnt"

Mexikanische Fans waren bereits mehrfach wegen dieser homophoben Ausbrüche kritisiert worden. Der mexikanische Verband wurde etwa alleine während der Qualifikation für die Männer-WM 2018 elf (!) Mal von der FIFA für homophobe Sprechchöre verwarnt. Allerdings lagen die Strafen recht niedrig – zwischen einer kostenlosen Verwarnung und umgerechnet 18.000 Euro.

Bereits zu Beginn des Spiels wurden die mexikanischen Fans über Lautsprecheransagen gewarnt, dass homophobe Sprechchöre zum Spielabbruch führen könnten. Diese schienen dann aber laut Medienberichten noch lauter zu werden. Das Spiel wurde freilich nicht abgebrochen. Ähnliche Ansagen und Sprechchöre hatte es in den fünf vorherigen Mexiko-Spielen im Gold Cup gegeben.

Der Kontinentalverband CONCACAF hatte bereits kürzlich in einer Pressemitteilung erklärt, dass die Sprechchöre der mexikanischen Fans "beleidigend" seien und nichts im Fußball zu suchen hätten. "Das muss gestoppt werden", so der Verband.

Anders als die US-Herren waren die amerikanischen Frauenfußballerinnen am Sonntag erfolgreich: Sie schlugen – angeführt von der lesbischen Co-Kapitänin Megan Rapinoe – im WM-Finale die Niederlande mit 2:0 (queer.de berichtete). (dk)



#1 DramaQueen24Profil
  • 08.07.2019, 12:36hBerlin
  • Der Verband sollte Flagge zeigen, und solche Mannschaften aus dem Turnier nehmen, oder ihnen so eine Strafe aufbrummen (Geld und Spielverbot), dass diese Typen es sich dreimal überlegen. Geldbörse und Gesichtsverlust waren immer schon gute Waffen gegen A***löcher!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 PetterAnonym
  • 08.07.2019, 14:42h
  • Wenn alle anderen Ermahnungen nichts bringen, sollte man die Mannschaft mal für 2 Jahre ausschließen. Das wird garantiert etwas ändern. Da werden dann schon die Funktionäre für sorgen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AmurPrideProfil
  • 08.07.2019, 15:03hKöln
  • Mexiko als Mannschaft aus dem Turnier zu nehmen oder zukünftig zu sperren, finde ich NICHT zielführend! Denn es sind NICHT die Sportler, die sich homophob verhalten, sondern ihre "Fans"!

    Und wie wir schon aus der Bundesliga, der ersten englischen und der ersten italienischen Liga wissen:
    Das einzige, was Fans und Ultras zum Umdenken bewegen kann, ist ihre DIREKTE Bestrafung.
    Somit wäre für mich zur Zeit die einzige Wirkung versprechende Sanktion der Ausschluss mexikanischer Fußballfans von jeglichen Spielen ihrer Nationalmannschaft!
    Wie lange? Nun, wie wäre es mit so lange, bis im mexikanischen Ligaalltag die "Puta"-Rufe endgültig verstummt sind?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 hugoAnonym
  • 08.07.2019, 15:05h
  • Die richtige Reaktion wäre Spielabbruch und Ergebnis zu Gunste USA.
    Nächste Spiele ohne Fankurve von Mexiko!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 GerritAnonym
  • 08.07.2019, 15:57h
  • Antwort auf #3 von AmurPride
  • Dann müsstest Du aber genauso argumentieren, dass Du damit auch unschuldige Fans triffst, die selbst gar nicht mitgeschrien haben.

    Wenn man den Verein sperrt, würden die sehr schnell für Ordnung unter ihren Fans sorgen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 dellbronx51069Anonym
  • 08.07.2019, 17:19h
  • Ganz einfach: Packt sie beim Geld .
    An die 18.000 nochmal 3 Nullen dran
    Sache erledigt.
    Damit bricht man Ihnen finanziell das Genick
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FredAnonym
#8 AmurPrideProfil
  • 09.07.2019, 03:47hKöln
  • Antwort auf #5 von Gerrit
  • ""..Dann müsstest Du aber genauso argumentieren, dass Du damit auch unschuldige Fans triffst, die selbst gar nicht mitgeschrien haben...""

    Menschen, die schweigend daneben stehen, während Unrecht geschieht...
    Hatten wir dies nicht schon mal in der Geschichte?
    Und waren wir seinerzeit nicht zu der Erkenntnis gelangt, dass man, um wahrhaft unschuldig zu sein, bei Unrecht nicht schweigen darf?
    Hat sich daran irgendetwas geändert?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 DramaQueen24Profil
#10 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 09.07.2019, 13:12h
  • Antwort auf #9 von DramaQueen24
  • Nach der Logik müsste man auch eine Helene Fischer zur Rechenschaft ziehen wenn mal wieder hitlergrüße auf deren Konzert gezeigt werden.... Aber nope, da werden dann ausflüchte gesucht die für unbeteiligte Fußballer türlich net gelten!

    (ok, die Frau sollte man schon allein für ihre "Musik" zur... Nah, lassen wir das)...

    Geisterspiel ansetzen, fertig, von so n paar gröhlenden Idioten sollte man sich net den Spaß am Spiel verderben lassen!
  • Antworten » | Direktlink »