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Kommentare zu:
Tiflis: Umkämpfter erster CSD vor Innenministerium abgehalten


#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 09.07.2019, 04:05h
  • Georgien ist ein Land, dass in die EU will (auch aus Angst vor russischer Aggression), aber auch ein sehr konservatives Land. Mit "traditionellen" Wertvorstellungen. Das muss man verstehen, will man den Innenminister verstehen, der den CSD "verschoben" hat. Er will wiedergewählt werden und es sich darum mit Religioten nicht verscherzen. Vielleicht aber sind es bei ihm auch persönliche Gründe?
    Wie dem auch sei, er hat sich und seinem Land damit einen Bärendienst erwiesen.
    Andererseits, eine Drohne mit Regenbogenflagge über die Köpfe von Religioten und rechten A***löchern fliegen zu lassen, war schon eine Provokation unserer Seite. Ein Wunder, das nichts Schlimmeres passiert ist!
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#2 stromboliProfil
  • 09.07.2019, 09:05hberlin
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • ein lob der vorauseilenden kapitulation!
    >> ...aber auch ein sehr konservatives Land. Mit "traditionellen" Wertvorstellungen. Das muss man verstehen, will man den Innenminister verstehen, der den CSD "verschoben" hat. <<

    >> Andererseits, eine Drohne mit Regenbogenflagge über die Köpfe von Religioten und rechten A***löchern fliegen zu lassen, war schon eine Provokation unserer Seite. Ein Wunder, das nichts Schlimmeres passiert ist! <<

    Ein wunder!
    Das muss man verstehen, sieht man in der nutzung von kommunikationstechnik wie drohnen, eine "provokation unserer seits im kampf um sichbarkeit.
    Sollte man nicht überhaupt jedes mittel moderner propagandaführung auf den index stellen..
    Busse, die ja in die mengen fahren könnten; fahnenstangen, die als schlagwerkzeug in unseren händen zum mordinstrument mutieren ; parolen, die unwissende kinder erschrecken und mütter die muttermilch sauer werden lässt.

    Hier nähern wir uns dem achener maskenverbot.
    Hinter jeder maske könnte ja ein terrorist oder gar ein gesellschaftsveränderer unerkannt sein unwesen treiben.
    Wie wärs schnell noch mit einer lex-antidrohnenbesitz.
    Nur staatlich geduldete und über aufsätzigem volk eingesetzte kampf und aufklärungsdrohnen, sollten per sondergesetz schnell noch die noch kommenden prideumzüge sicherer werden lassen.

    Vor soviel selbstbeschneidung und vorauseilendem gehorsam lässt sich getätigte gewalt um stonewall/christopherstreet neu illustieren:
    Wie konnten die nur barrikaden bauen... hat da keiner dran gedacht, dass womöglich die alte dame nicht mehr rechtzeitig zu ihrem friseur gelangen konnte.
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#3 Taemin
  • 09.07.2019, 10:37h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Nein, die Drohne mit der Regenbogenflagge war keine Provokation, sondern eine Heldentat. Ich möchte überhaupt dieses so oft so falsch gebrauchte Wort Helden auf die Teilnehmer der georgischen Demo anwenden. Wir, die wir fröhlich CSD feiern, können wohl gar nicht ermessen, in welche Gefahr sich diese Menschen begeben. Meinen tiefen Respekt diesen unseren Brüdern und Schwestern! (Liest sich schwülstig, aber manchmal muss man pathetisch sein.)
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#4 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 09.07.2019, 12:00h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • Wer so argumentiert, hat mein Posting nicht verstanden. Ich heiße es nicht gut, was der Innenminister macht, habe jedoch versucht, die Mentalität der Georgier deutlich zu machen.
    Gegen eine Drohne hat niemand etwas, nur eine mit Regenbogenflagge, weil diese Religioten und Faschisten, dass als Provokation begreifen könnten, und gewaltsam gegen unsere Leute vorgehen würden. Man muss solchen Arschlöchern nicht Vorwand und Munition für eine Angriffsrechtfertigung liefern, das meinte ich damit!
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#5 DramaQueen24Ehemaliges Profil
#6 PetterAnonym
  • 09.07.2019, 13:48h
  • Gut, dass die echten Demokraten sich ihre Rechte nicht nehmen lassen.

    Wenn Georgien eine echte Demokratie werden will und auch wirtschaftlich von Modernität profitieren will, gehört auch der Schutz und die Gleichstellung von LGBTI dazu. Punkt.
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#7 GrüzefixAnonym
  • 09.07.2019, 14:09h
  • Antwort auf #5 von DramaQueen24
  • Ich schließe mich der Meinung von Ralph an, das war sehr Heldenhaft und gebührt Respekt von uns allen. Wer die Umstände im täglichen Leben von LGBTI Aktivisten in Georgien kennt, verzeih bitte, der würde so nicht kommentieren. Für die Aktivisten war es bestimmt mehr als eine Genugtuung.
    Für den CSD 2020 wünsche ich den Aktivisten in Georgien viel viel Kraft und Mut weiter zu kämpfen.
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#8 stromboliProfil
  • 09.07.2019, 14:11hberlin
  • Antwort auf #4 von DramaQueen24
  • und das wars was ich mit vorauseilendem gehorsam bezeichne...
    Nur nichts tun was die anderen ärgern könnte.. Die könnten ja bööööööööööse auf uns werden.
    Womit wir auch bei deren mentalitäten sind, die es zu begreifen gäbe um so deren handlungen zu begreifen...
    Kapitulation, bevor überhaupt etwas zum konflikt kommt.
    So werden auch schlachten geschlagen.
    Gut das wir unsere in diesem unseren land bereits hinter uns haben.
    Wer weiß, wo wir mit solchen geisteshaltungen heute sonst noch stehen würden.
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#9 PetterAnonym
  • 09.07.2019, 14:30h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Selten so dummes Geschwätz gelesen...

    Wenn man für seine Rechte kämpft, ist das niemals eine "Provokation". Sondern das steht einem zu und wird einem verwehrt.

    Und ob irgendein Minister LGBTI-feindlich handelt, weil es seine Überzeugung ist, oder "nur" weil er seine Macht sichern will und sich Religiösen anbiedern will, ist fürs Ergebnis herzlich egal.
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#10 SarkastikerAnonym
#11 Julian SAnonym
  • 09.07.2019, 15:13h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Wenn ein Staat für LGBTI Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit abschaffen will, zeigst Du dafür Verständnis und versuchst das zu erklären.

    Aber wenn LGBTI sich dagegen wehren, bezeichnest Du deren kreative Aktionen als "Provokation".

    Sorry, aber das ist eine Werte-Verschiebung, wie man sie sonst nur in ganz anderen Kreisen findet.
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#12 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 10.07.2019, 05:49h
  • Antwort auf #10 von Sarkastiker
  • Weiß ich, denn ich habe von Anfang bis Ende eines Jahrzehnts jeden Tag mein Leben riskiert, um das Leben der Bürger sicherer zu machen, wobei ich mehr als einmal Gefahr lief, verhaftet zu werden. Und mich hätte man nicht in den Knast geschickt, sondern erschossen oder ausgetauscht.
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#13 DramaQueen24Ehemaliges Profil
#14 Taemin
  • 10.07.2019, 08:59h
  • Antwort auf #13 von DramaQueen24
  • Entschuldige, aber das geht nicht. Jede Äußerung des Selbstbewusstseins und jedes Verlangen nach Anerkennung der eigenen Rechte wird von der Gegenseite als Provokation aufgefasst. Erinnere Dich an Klaus Wowereits "Ich bin schwul, und das ist auch giut so." Schon allein dieser eigentlich zahme und selbstverständliche Satz wurde ihm als provokative Zurschaustellung sexueller Vorlieben ausgelegt.
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#15 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 13:50hHannover
  • Antwort auf #4 von DramaQueen24
  • Von der "Mentalität" der Georgier weißt Du wahrscheinlich ebenso wenig wie ich..
    Die muß man hier auch gar nicht weiter vorstellen, als es der Artikel schon macht..

    ""Gegen eine Drohne hat niemand etwas, nur eine mit Regenbogenflagge, weil diese Religioten und Faschisten, dass als Provokation begreifen könnten, und gewaltsam gegen unsere Leute vorgehen würden. Man muss solchen Arschlöchern nicht Vorwand und Munition für eine Angriffsrechtfertigung liefern, das meinte ich damit!""..

    Vorbeugender Bückling..

    Wir SIND die "Angegriffenen", denn diese Arschlöcher bedrohen uns bereits REAL mit Rechtsentzug und Unterdrückung !
    Und diese Arschlöcher HABEN bereits alle "Vorwände und Munition" die sie brauchen, um ihre "Rechtfertigung" auf die Straße zu bringen..

    Stonewall was a Riot !

    Exakt das hat "Ralph" versucht Dir mitzuteilen, denn Menschen wie Du und auch ich, wissen nicht wirklich was die Teilnehmenden 1969 in der Christopher Street erlebten und fühlten, als sie mit Steinen auf die Polizei geworfen haben..

    Die Teilnehmenden in Tiflis, aber auch in Istanbul und an vielen anderen Orten wie Moskau, machen gerade die gleichen Erfahrungen wie die Teilnehmenden in New York 1969..

    Da versteckt man sich nicht !

    Da kämpft man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln !
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#16 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 14:04hHannover
  • Antwort auf #13 von DramaQueen24
  • ""Man muss sich wehren, ohne zu provozieren.""..

    Du hast immer noch keine Ahnung von dem was in New York geschah !

    Man KANN sich nicht wehren, wenn man nicht auch provoziert !

    Doch die Provokation ging schon damals von denen aus, die die Reaktion (!) und das waren die Straßenkämpfe, die sich über DREI TAGE hinweg zogen, erleben mußten !

    Die Polizei, der Staat, die im Artikel über Johannes Kram angedeutete "Heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft", die immer noch keine Gesellschaft ist, sondern die "große Heterosexuelle Gruppe" innerhalb der Gesamtgesellschaft, zu der auch wir gehören, die Unterdrückten, die Diskriminierten, die Ausgestoßenen, denn NOCH leben wir nicht wieder in Ghetti, noch sind wir nicht wieder in KZ's verfrachtet !

    Und allein dieses hier "innerhalb der Gesellschaft sein" ist für Manche schon Provokation genug, dazu muß man sich nur die Äußerungen der "Katholischen Bischöfe und Kardinäle" im Fall IKEA ansehen, die sich anschicken die Mär von der "LGBT-Propaganda" unters "Volk" zu bringen, und damit ein immer noch verwendetes Klischee einer "selbstgewählten Sexualität" und einem "hedonistischem Lebensstil" aufrecht zu erhalten, denn sich "die schwulen ausgesucht" haben, und jetzt "unsere jugend" damit infizieren..

    Auch Du läufst immer noch mit dem ganzem Ballast herum den die Verdummbibelung in Dir hinterlassen hat..
    Wann befreist Du dich endlich von diesem Unfug, der Dich hier aufbegehren läßt, doch bitte "leise zu treten" ?

    Menschenrechte werden erkämpft !
    Kämpfen ist niemals "leises treten" !
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