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Sachsen-Anhalt

Uni Halle geht auf trans Studierende zu

Transpersonen, die an der Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben sind, sollen künftig in Studierendenausweis und Zeugnissen ihren neuen Namen tragen dürfen, auch wenn die Namensänderung noch nicht amtlich ist.


Die Martin-Luther-Universität ist die größte und älteste Hochschule Sachsen-Anhalts (Bild: paul muster / wikipedia)

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erlaubt künftig trans Studierenden, vor Abschluss des Gerichtsverfahrens zur amtlichen Namensänderung ihren Namen in der Uni-Datenbank ändern zu können. Wie "Campus Halensis", das Online-Magazin der sachsen-anhaltischen Universität mit mehr als 20.000 Studierenden, mitteilt, ist die Entscheidung dazu im Rektorat bereits am 12. Juni getroffen worden.

Mit dem Verfahren können trans Studierende künftig ihren Namen auf dem Studierendenausweis und in Zeugnissen ändern. Damit soll ihnen unter anderem ermöglicht werden, sich nicht vor anderen Menschen outen zu müssen. Voraussetzung für diese Namensänderung ist, dass für die betroffenen trans Studierenden bereits einen Antrag auf Namensänderung beim Amtsgericht gestellt worden ist.

Auch Eintrag "divers" möglich

Bereits jetzt können sich intersexuelle Studierende mit dem Geschlechtseintrag "divers" bei der Uni für Semester bewerben. Wie für die Einträge "männlich" und "weiblich" ist hier kein Nachweis notwendig. Damit wird das am 1. Januar in Kraft getretene neue Bundesgesetz zum dritten Geschlecht umgesetzt.

Die Universität möchte in Zukunft sämtliche Dokumente geschlechtsneutral gestalten. So soll vom Merkblatt bis zum Abschlusszeugnis auf die Anrede "Herr" oder "Frau" verzichtet werden.

Derzeit plant die Bundesregierung, das fast 40 Jahre alte Transsexuellengesetz zu überarbeiten. Ein entsprechender Referentenentwurf hatte im Mai für Unmut unter Aktivisten und Oppositionspolitikern gesorgt, denen die Reform nicht weit genug geht. So wurde kritisiert, dass die Bevormundung von Trans- und Intersexuellen durch das neue Gesetz fortgeschrieben werde (queer.de berichtete). (cw)



#1 Julian SAnonym
  • 09.07.2019, 15:17h
  • Sehr vorbildlich. So sollte das an allen Unis sein.

    Aber auch ein Armutszeugnis für die schwarz-rote Bundesregierung, die eine Reform weiterhin aufschiebt und die Änderung so langwierig, kompliziert, teuer und bürokratisch wie bisher belässt und damit solche "Notlösungen" erst erforderlich macht.

    Jetzt müssen andere schon Union und SPD zeigen, wie man schnell den betroffenen Personen helfen kann und Fortschritte schnell umsetzen kann.
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#2 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 09.07.2019, 16:37h
  • "Voraussetzung für diese Namensänderung ist, dass für die betroffenen trans Studierenden bereits einen Antrag auf Namensänderung beim Amtsgericht gestellt worden ist."

    Was soll der Unsinn?
    Seit der Änderung des Personenstandsgesetzes (§45b) sind Verfahren nach dem TSG doch überflüssig geworden.

    Kann mir nicht vorstellen, dass "Studierende" jetzt noch das TSG durchlaufen, wenn es doch viel einfacher geht.
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#3 PetterAnonym
  • 09.07.2019, 16:45h
  • Antwort auf #2 von Klaus Leberhartinger
  • Aber die Bundesregierung will ja gerade, dass dieses Dritte Geschlecht nur für Intersexuelle o.ä. angewendet wird und nicht von Trans-Personen "missbraucht" wird.

    Da musst Du dann eher Union und SPD fragen, warum die Reform so lange dauert...
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#4 AnonymAnonym
  • 09.07.2019, 18:15h
  • campus-halensis "Trans*Studierende können selbst gewählten Namen führen"

    "Vorausgesetzt: Der Antrag auf Namensänderung beim Amtsgericht ist gestellt."

    Die Forderung nach einer Antragstellung zur TSG Begutachtung als Verbesserung zu verkaufen, ist wohl kaum gerechtfertigt.
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#5 LillyComptonAnonym
  • 09.07.2019, 19:17h
  • Theoretisch ist das schon lange möglich, auch ohne Antrag, allerdings ist das dann Freiwillig.

    Ging bei meinem Arbeitgeber und meiner Bank völlig Problemlos nachdem ich denen das mitgeteilt hatte.

    Die Schule hätte sas auch dürfen, abeeer die sind eben in einem Nazikaff und haben auch den Gerichtsbeschluss bestanden.

    Ich empfinde das ganze Manöver nur als billige Marketingmaßnahme um sich Transfreundlicher zu zeigen als man ist.

    Sachsen....
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#6 LillyWayneAnonym
  • 10.07.2019, 00:57h
  • Antwort auf #5 von LillyCompton
  • Was hat bitte das Nazigelaber hier schon wieder zu suchen? Und was ist mit Sachsen? Die Uni Halle ist in Sachsen-Anhalt und das sind, wenn du schon mal in Sachsen und in Sachsen-Anhalt warst, wie zwei unterschiedliche Welten. Für jemand der nach Gleichberechtigung sucht und Klischees bekämpfen will haust du ganz schönen Müll raus, du pseudo weltverbesserer

    Ganz im Ernst es macht mich stinksauer, wenn ich immer dieses ihr seid nazis gelaber höre, wenn irgendwas nur annähernd diskriminierend ist. Dafür gibt's auch andere Begriffe! Man man man, immer groß das maul auf machen wenn man diskriminiert wird, aber selber ein ganzes bundesland diskriminieren.
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#7 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 15:13hHannover
  • Antwort auf #2 von Klaus Leberhartinger
  • ""Was soll der Unsinn?
    Seit der Änderung des Personenstandsgesetzes (§45b) sind Verfahren nach dem TSG doch überflüssig geworden.""..

    Wie kommst Du auf die Idee ?

    Die Änderung im Personenstandsgesetz (§45b) hat mit dem TSG nichts zu tun, denn es handelt sich um die Erweiterung auf die "Dritte Option", und damit um die zusätzliche Eintragung "divers" für intergeschlechtliche Menschen..
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#8 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 10.07.2019, 17:40h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Nicht glauben, sondern wissen!

    Bitte verbreiten Sie keine Gerüchte!

    Sie hätten das Gesetz auch selbst lesen können. Da steht nichts von "intergeschlechtlich".
    Man kann mit einem einfachen ärztlichen Attest ( Variante der Geschlechtsentwicklung, die nicht näher definiert ist) oder einer eidesstattliche Erklärung beim Standesamt den Vornamen und den Geschlechtseintrag ändern lassen und zwar nicht nur in divers, sondern auch in männlich oder weiblich.
    Es gibt also keinen Grund mehr, das TSG anzuwenden. Es sei denn, man möchte das ohnehin löchrige Offenbarungsverbot nutzen. Ob das die Gutachten, Gerichtsverfahren und Kosten wert ist, ist wohl mehr als fraglich.
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#9 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 20:31hHannover
  • Antwort auf #8 von Klaus Leberhartinger
  • ""Sie hätten das Gesetz auch selbst lesen können. Da steht nichts von "intergeschlechtlich". ""..

    Du hättest dich dazu auch umfassend informieren können, es gab nicht nur hier eine breite Diskussion dazu..

    Übrigens :

    ""(1) Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung können gegenüber dem Standesamt erklären, dass die Angabe zu ihrem Geschlecht in einem deutschen Personenstandseintrag durch eine andere in § 22 Absatz 3 vorgesehene Bezeichnung ersetzt oder gestrichen werden soll. Liegt kein deutscher Personenstandseintrag vor, können sie gegenüber dem Standesamt erklären, welche der in § 22 Absatz 3 vorgesehenen Bezeichnungen für sie maßgeblich ist, oder auf die Angabe einer Geschlechtsbezeichnung verzichten,""..

    Amtsdeutsche Umschreibung für
    "Intergeschlechtlich"..

    www.gesetze-im-internet.de/pstg/__45b.html

    Denn ich hab das gelesen..

    Du auch ?

    Offenbar nicht, denn Trans*-Menschen sind keine solchen Menschen
    ""mit Varianten der Geschlechtsentwicklung""..

    Den Rest hat Dir dazu dann auch schon "Petter" erklärt :

    ""Aber die Bundesregierung will ja gerade, dass dieses Dritte Geschlecht nur für Intersexuelle o.ä. angewendet wird und nicht von Trans-Personen "missbraucht" wird.""..

    Noch Fragen ?
    Nein ?
    Danke für das Gespräch..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Klaus LeberhartingerAnonym