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Kommentare zu:
Schwuler HIV-Positiver nach sechs Jahren Haft endlich frei


#1 UBiLAnonym
  • 10.07.2019, 16:04h
  • Um ehrlich zu sein sehe ich die Meinung die in dem Artikel vertreten wird echt kritisch. Natürlich, mit HIV kann man mittlerweile vergleichsweise gut leben, es ist und bleibt allerdings immer noch eine echt gefährliche und potentiell lebensgefährliche Krankheit. Diese Krankheit willentlich zu übertragen bezieht meiner Meinung nach ein, das Leben eines oder sogar mehrerer Menschen gegebenenfalls zu ruinieren. Auch wenn man mittlerweile "ganz gut" mit der Krankheit leben kann, stellt sie dennoch eine *Menge* Einschränkungen vor die Betroffenen. Ich finde absolut, dass das Gesetz, das HIV-Positive Personen ihren Sexualpartnern über ihren Status berichten müssen, überholt werden sollte um eben genannte nicht-ansteckende Fälle mit einzubeziehen; allerdings empfinde ich solch eine Pflicht eher etwas positives, vor allem in einer Welt des schnellen Online-Datings in der man sich schnell mal etwas zuziehen kann. Im besten Falle ist das ein Schnupfen, im schlimmsten Fall jedoch HIV o.ä. Ich bin absolut dafür das jeder fair nach dem Gesetz bestraft werden sollte und auch ich halte eine Haftstrafe von 30 Jahren für überzogen, allerdings halte ich eine Strafe für die willentliche Übertragung von einer Krankheit, die solch einen gravierenden Einfluss auf das Leben hat, nicht für unangebracht.
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#2 NachfragenAnonym
  • 10.07.2019, 16:42h
  • Antwort auf #1 von UBiL
  • 1. Zweimal sprichst du von einer "willentlichen Übertragung" und machst so aus der bloßen Inkaufnahme eines Risikos eine absichtsvolle Schädigung. Das Strafrecht unterscheidet hier ausdrücklich, du nicht. Wie erklärst du diese Verzerrung?

    2. Müssen deiner Meinung nach auch Menschen, die aufgrund ungeschützten Sexes einem Infektionsrisiko ausgesetzt waren, sich aber nicht testen lassen, jedem Sexpartner ihre Risikosituation ausführlich offenbaren, oder gilt das wieder einmal nur für positiv Getestete?

    3. Glaubst du wirklich, dass das Strafrecht die geeignete Ebene ist, verantwortungsvolles Verhalten beim Sex zu fördern?
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#3 SchlüssigAnonym
  • 10.07.2019, 17:04h
  • Antwort auf #1 von UBiL
  • Es wurde hier und an allen möglichen Stellen schon ausgiebig erklärt,

    Warum die Kriminalisierung von HIV + nicht zielführend ist.

    Warum Verantwortung immer alle Sexualpartner mit einschließt.

    Warum nicht Wissen von der Infektion und damit natürlich straffreie Weitergabe die größte
    Quelle für Neuinfektionen darstellt.
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#4 PfoteAnonym
  • 10.07.2019, 18:18h
  • Antwort auf #1 von UBiL
  • Wenn Du Dich selbst schützt, kannst Du Dir nicht "mal eben schnell HIV zuziehen"

    Wenn Du Dich vernünftig mit dem Thema auseinandersetzen würdest, wüsstest Du es. Die größte "Gefahr" geht nämlich von denen aus, die Dich nicht übers positiv sein informieren KÖNNEN, weil sie es selbst nicht wissen, dass sie positiv sind.
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#5 UBiLAnonym
  • 10.07.2019, 18:53h
  • Antwort auf #2 von Nachfragen
  • Tut mir Leid, ich muss mich revidieren. Wissentlich, nicht willentlich. Bezüglich 2): Natürlich zwingt einen Niemand, sich testen zu lassen, allerdings finde ich, dass es, wenn die Diagnose bereits besteht, allein menschlich schon eine Pflicht sein sollte, dem Sexualpartner davon zu erzählen. Für mich ist da der Unterschied zwischen "Mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit habe ich HIV" und "Ich habe HIV" dann doch relativ groß im Bezug auf die Ansteckungsgefahr. Zu 3): Ich weiß nicht, allerdings gibt es in praktisch allen Bereichen des Lebens Gesetze, die eine potentielle Schädigung von anderen vermeiden sollen und wenn es durch eine Diagnose klar ist, dass eine Übertragung wahrscheinlich ist, finde ich, sollte der Sexualpartner dies wissen um sich zumindest der Konsequenzen bewusst sein zu können. In Restaurants darf man ja auch bspw. nicht mehr rauchen, da dadurch andere Menschen geschädigt werden. Wenn man aber in ein Raucherlokal geht, ist man sich der Konsequenzen bewusst.
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#6 UBiLAnonym
  • 10.07.2019, 19:13h
  • Antwort auf #4 von Pfote
  • Natürlich sollte man sich beim Sex schützen, das ist mir bewusst. Ich finde allerdings das, wenn es absehbar ist, dass die Ansteckungsgefahr aus welchem Grund auch immer unvorhergesehen besonders hoch ist (natürlich ist die Ansteckungsgefahr bei MSM-Männern höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung, aber damit ist zu rechnen), man dies *unbedingt* sagen sollte, damit beide Partner die entsprechenden Vorkehrungen treffen können. Wenn mein Sexualpartner mir nichts von seinem HIV erzählt und plötzlich das Kondom platzt dann habe ich ein riesiges Problem. Es geht mir nicht um Diskriminierung von HIV-Positiven Menschen, mir geht es darum, dass ich vor dem Sex eventuell die Möglichkeit hätte, PrEP-Tabletten besorgen zu können um für mich so sicher zu sein, wie ich mich fühlen möchte.
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#7 PfoteAnonym
  • 10.07.2019, 19:16h
  • Antwort auf #5 von UBiL
  • Du wirst Dich sehr wahrscheinlich bei dem infizieren, der sagt mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit habe ich HIV
    Dessen Infektion ist im Zweifelsfall frisch und er hochinfektiös.

    Der Nutzen der Aussage ich bin HIV negativ ist gleich Null. Die einzig vernünftige Alternative, wie Du es auch drehst und wendest, bleibt sich selbst zu schützen.
    Diese geforderte Informationspflicht suggeriert eine falsche Sicherheit und ist dadurch sehr gefährlich.
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#8 MilanffmAnonym
  • 10.07.2019, 19:24h
  • Antwort auf #5 von UBiL
  • Natürlich ist es willentlich wenn man weiß dass man positiv ist. Auch wenn einem der Erfolg unerwünscht ist, nimmt man eine Ansteckung billigend in Kauf. Es gehört weiterhin bestraft und auch im deutschen Strafrecht stellt es eine gefährliche Körperverletzung nach § 224 StGB dar.
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#9 NachfrageAnonym
  • 10.07.2019, 19:45h
  • Antwort auf #5 von UBiL
  • "Wissentlich, nicht willentlich"

    Die Inkaufnahme eines gewissen Risikos ist immer noch etwas anderes als eine "wissentliche Übertragung". Deine Formulierung suggeriert, dass die Übertragung in jedem Falle stattfindet, was das konkrete Risiko dramatisch überhöht.
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#10 NachfrageAnonym
  • 10.07.2019, 19:56h
  • Antwort auf #6 von UBiL
  • Das Infektionsrisiko bei einem Hiv-Positiven in Therapie liegt in der Regel bei null. Das Risiko bei einem Ungetesteten, der mit dir - vermutlich also nicht NUR mit dir - ungeschützten Sex will, ist schwer kalkulierbar, aber mit Sicherheit höher als null.

    Aber vom ersten erwartest du zwingend eine Auskunft, vom zweiten nicht? Beim ersten erwägst du (faktisch unnötige) Schutzmaßnahmen, beim zweiten aber nicht unbedingt?

    Eine Aufklärung, die solche Fehleinschätzungen korrigiert, wie du sie hier beispielhaft vorführst, verhindert sicherlich mehr Infektionen als das Strafrecht.
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#11 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 20:57hHannover
  • Antwort auf #1 von UBiL
  • www.queer.de/detail.php?article_id=23784

    Es macht sich immer gut die Vorgeschichte eines solchen Falles gelesen zu haben bevor man sich zu solchen Aussage versteigt..

    Mal abgesehen davon das ein Nachweis einer "willentlichen Ansteckung" nicht geführt werden konnte, bestand die Jury aus "ausgesuchten Heteros"..

    Wer da von einem fairem Verfahren spricht, hat nicht alle Tassen im Schrank..

    ""Staatsanwalt Phil Groegnweghe erklärte, J. habe seine Infektion nicht nur verheimlicht, sondern vielmehr erklärt, dass er gesund sei. Der Angeklagte hatte aber während des Prozesses beteuert, seine Partner über seinen HIV-Status informiert zu haben.""..

    Eine weiße Jury gegen einen Schwarzen Angeklagten in einem Prozess in dem die Aussagen des Staatsanwaltes gegen die Aussagen des Angeklagten stehen..
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#12 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 21:09hHannover
  • Antwort auf #6 von UBiL
  • ""Wenn mein Sexualpartner mir nichts von seinem HIV erzählt und plötzlich das Kondom platzt dann habe ich ein riesiges Problem.""..

    Und immer wieder die Geschichte mit dem geplatztem Kondom..

    Wenn Dir der gleiche Partner aufrecht eingesteht HIV-Positiv zu sein, und dann das Kondom platzt, sind die Probleme die GLEICHEN !

    Du ziehst dich hier auf die "Idee" zurück, bei einer aufrechten und ehrlichen Erklärung hättest Du mit diesem Partner gar keinen Sex gehabt..

    Oder welchen Unterschied genau macht die Information bei Verwendung eines Kondomes in BEIDEN Fällen ?

    Und exakt DAS ist hier Teil des Problems..

    Was mindestens missachtet daß es bei vernünftiger Therapie gar keine Ansteckung gibt, was sich inzwischen seit Jahren (!) erwiesen hat..

    ""Es geht mir nicht um Diskriminierung von HIV-Positiven Menschen, mir geht es darum, dass ich vor dem Sex eventuell die Möglichkeit hätte, PrEP-Tabletten besorgen zu können um für mich so sicher zu sein, wie ich mich fühlen möchte.""..

    Ich kenn grad keinen Apotheken-Notdienst wo man das könnte..

    Und im vorliegendem Fall 2011/2012 gab es den auch noch nicht..

    Übrigens :

    www.aidshilfe.de/faq-prep

    Im Falle eines gerissenen Kondomes und bei Unsicherheit über die aktuelle Viruslast des Sex-Partners hilft dann auch noch die PEP, die man bis zu 24 Stunden später auch noch einsetzen kann..

    www.aidshilfe.de/PEP

    Vorher informieren hilft auf jeden Fall..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#13 TheDadProfil
  • 10.07.2019, 22:08hHannover
  • Antwort auf #8 von Milanffm
  • ""Natürlich ist es willentlich wenn man weiß dass man positiv ist.""..

    Natürlich ist es auch ziemlich doof, wenn man Menschen einfach etwas unterstellt..

    Das Wissen um die eigene Infektion einfach damit gleichzusetzen das jeder Sex nur dazu diente die Infektion "willentlich" oder auch nur "wissentlich" weiter zu verbreiten, geht an jeder Therapie, und an allen bekannten Fakten einfach vorbei..

    ""Auch wenn einem der Erfolg unerwünscht ist, nimmt man eine Ansteckung billigend in Kauf.""..

    Einfacher Unfug..

    Nimmt man in Kauf, wenn man bei Rot über die Straße geht über den Haufen gefahren zu werden ?
    Oder schaut man sich dabei um ?

    Wer OHNE sich umzuschauen und OHNE zu schauen ob Rot oder Grün ist über die Straße geht, der erhöht sein Risiko angefahren zu werden ganz sicher signifikant..
    Doch das ist auch dann immer noch nicht gleichbedeutend damit,
    "auf jeden fall"
    angefahren zu werden..
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#14 NachfrageAnonym
#15 maerzhaseAnonym
  • 11.07.2019, 09:04h
  • Vorausgesetzt, dass ICH die Frage nach dem HIV-Status meinem Sex-Partner gegenüber stelle und er sie wahrheitsgemäß (bin negativ, positiv, ich weiß es nicht, ...):
    Wenn ICH ungeschützten Geschlechtsverkehr habe, egal ob aktiv oder passiv, dann ist das MEINE Entscheidung. Wenn Dann eine süK herauskommt, ist das MEIN Pech.

    Wenn er mich anlügt, dann sieht die Sache etwas anders aus...

    Pauschalieren kann man solche Fälle m. E. sowieso nicht, es kommt immer auf auf den Einzelfall an.

    Aber es ist immer MEINE Entscheidung, ob ich mich einem Risiko aussetze, es mir egal ist oder ob ich einer Aussage traue...

    Die "Schuld" also alleine dem HIV+ Menschen zu geben, ist vollkommen daneben.
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#16 FilipAnonym
  • 11.07.2019, 11:31h
  • Antwort auf #1 von UBiL
  • Ich bin hier ziemlich entsetzt, wie uninformiert Du bist. Es ist überhaupt nicht schwer, sich zu dem aktuellen Stand der Dinge bei HIV zu informieren u.a. zum Thema Safersex 3.0 (in jeder schwulen Zeitschrift, im Internet, hier bei queer.de usw.).

    Kurz zusammengefasst bei HIV : Sicherheit durch 1)Kondom
    O D E R
    2)bei bereits Positiven durch Therapie und unter Nachweisgrenze
    O D E R
    3)durch TÄGLICHE PREP

    Verabschiede Dich mal von der Schuldfrage. Es gibt Bereiche im Leben, da sitzt kein Anwalt oder Pfaffer neben Dir.

    Mir sind die Leute unter Punkt 2 und 3 sogar beim Sex am liebsten, weil auch in Bereichen der anderen STI's regelmäßig gecheckt. Diese müssen mir gegenüber das aber nicht thematisieren. Wozu auch?

    HIV und die restlichen STI's bekommst Du im Fall der Fälle nicht, sondern Du HOLST sie Dir!

    Und bezüglich Eigenverantwortung ist ja hier schon einiges geschrieben worden. Information ist der beste Schutz.
    Und hört auf, HIV-Positive zu stigmatisieren!
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#17 zundermxeAnonym
  • 11.07.2019, 11:33h
  • Wenn eine Ansteckung bei einvernehmlichen ungeschützten Sex stattfindet, handeln erstmal beide in der Hinsicht fahrlässig und dann auch eigenverantwortlich.

    Wie es im Einzelfall mit der subjektiv wahrnehmbaren Eigenverantwortung aussieht, steht auf unzähligen anderen Blättern...
    Stichwort (Alltags-) Drogen, Abhängigkeitsverhältnisse oder Manipulation in irgendeiner Form.
    Typischer Fall wäre der erfahrene, positive und willentlich gefährdende knallgeile Hengst, der einen naiven 16-jährigen bei dessem ersten Sex ansteckt.
    Aber das sollten dann auch die berühmten Ausnahmen zur Regel sein.

    Bei Sexdates ist eine Ansteckung eine mögliche eigenverantwortliche Konsequenz, die ohne eigenes Zutun nicht möglich gewesen wäre.
    Wie das moralisch zu bewerten ist, kann und sollte in aller Regel nicht Aufgabe von Gerichten sein.
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#18 FilipAnonym
  • 11.07.2019, 12:58h
  • Antwort auf #1 von UBiL
  • noch ein kleiner Nachtrag zu Deiner Äußerung
    "...das Leben eines oder sogar mehrerer Menschen gegebenenfalls zu ruinieren. Auch wenn man mittlerweile "ganz gut" mit der Krankheit leben kann, stellt sie dennoch eine *Menge* Einschränkungen vor die Betroffenen. "

    HIV positiv bedeutet Träger des HI-Virus zu sein und ist nicht gleichbedeutend mit daran erkrankt. In der westlichen Welt gibt es Therapien dafür, dass es auch so bleibt. Das Leben ist deshalb heute (und war es auch bereits 2012) nicht ruiniert. Es gibt zig andere auch schwerverlaufende ansteckende Krankheiten, da stellt man sich auch nicht die Frage, wer daran schuld ist.

    Und 6 Jahre ins Gefängnis für den beschriebenen Fall ist ja wohl auch alles andere als gerechtfertigt. Ob der andere die HIV-Infektion von dem Verurteilten erhielt, kann auch bezweifelt werden. Denn unsafe ist man ja nicht unbedingt nur einmal unterwegs?

    Einschränkungen haben HIV Positive wohl vor allen Dingen durch Stigmatisierungen/Diskriminierungen durch andere und z.Bsp. durch eine geäußerte Haltung wie Du sie in deinem Kommentar zeigst.
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#19 AmurPrideProfil
  • 11.07.2019, 14:03hKöln
  • ""..Für Deinen Schutz (beim Sex) bist nur Du selbst verantwortlich! Niemand sonst!..""
    [AiDShilfe Deutschland e.V.]

    Man hat das Recht darauf zu verzichten sich umfassend über Schutzmöglichkeiten zu informieren...
    Man hat das Recht dazu sich selber nicht zu schützen...
    Wozu man aber KEIN RECHT HAT, ist andere für das eigene Handeln bzw Nicht-Handeln verantwortlich zu machen!
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#20 FilipAnonym
#21 InvertedRepeatAnonym
  • 11.07.2019, 23:15h
  • Antwort auf #2 von Nachfragen
  • Also ich kann deine Anmerkungen absolut nachvollziehen. Die Gesetze wie sie in diesem Fall vorlagen sind auf alle Fälle nicht sinnvoll.

    Trotzdem hätte ich die folgende Anmerkung:
    Eine Person, die bei bekanntem positivem HIV-Status und damit verbunden um ihr Risiko andere zu infizieren Bescheid weiß, handelt auf alle Fälle fahrlässig sollte sie ungeschützten Sex haben. Durch diese Fahrlässigkeit kommen dann Person zu schaden. Das ist meiner Einschätzung nach fahrlässige Körperverletztung. Jemandem pauschal Vorsatz zu unterstellen ist natürlich falsch, aber ich finde das Handeln einer solchen Person absolut inakzeptabel und es sollte weiterhin eine Straftat bleiben (mit deutlich milderem Strafmaß, eventuell nur Bewährung).
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#22 NachfragenAnonym
  • 12.07.2019, 02:37h
  • Antwort auf #21 von InvertedRepeat
  • "handelt auf alle Fälle fahrlässig sollte sie ungeschützten Sex haben."

    Da nicht ganz klar wird, was du mit "ungeschützt" meinst: Hast du verstanden, dass auch eine Hiv-Therapie eine Form von safer Sex sein kann? Im Zweifelsfall ist es immer gut, das zu betonen, um Missverständnisse zu vermeiden.

    Findest du denn, dass jemand, der wiederholt unsafen Sex hat, sich aber nicht testen lässt, NICHT um das Risiko weiß und deshalb auch NICHT "fahrlässig handelt", wenn er das Virus weitergibt?

    Weißt du, dass die allermeisten Infektionen beim Sex durch Menschen weitergegeben werden, die sich für "wahrscheinlich negativ" halten?

    Glaubst du wirklich, dass es sinnvoll ist, allen Fakten zum Trotz eine Diskussion um "Schuld" oder sogar "Kriminalität" zu führen, bei der eine einzige Linie zwischen den GETESTETEN Hiv-Positiven und ALLEN ANDEREN gezogen wird, die mit den realen Infektionsrisiken nachweislich gar nicht übereinstimmt?
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#23 TheDadProfil
  • 12.07.2019, 12:10hHannover
  • Antwort auf #21 von InvertedRepeat
  • ""Eine Person, die bei bekanntem positivem HIV-Status und damit verbunden um ihr Risiko andere zu infizieren Bescheid weiß, handelt auf alle Fälle fahrlässig sollte sie ungeschützten Sex haben.""..

    Pauschale Behauptungen sind einfach falsch..

    ""handelt auf alle Fälle""
    ist hier einfach Unfug, den die Weitergabe einer Infektion ist für HIV-Positive die unter einer Therapie stehen beinahe unmöglich !

    Schutz durch Therapie IST Safer-Sex !

    ""Durch diese Fahrlässigkeit kommen dann Person zu schaden.""..

    Für die Übertragung einer HIV-Infektion sind IMMER ZWEI Menschen verantwortlich !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »

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