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Wie geht es queeren Menschen in Bayern?

Die Landtagsfraktion der Grünen und die Hochschule Landshut haben eine Online-Befragung zu den Erfahrungen von LGBTI-Menschen in Bayern gestartet.


Ausschnitt aus einem Flyer zur Befragung

Bayern hat noch keinen Aktionsplan für Akzeptanz und Sichtbarkeit von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern werden queere Menschen nicht berücksichtigt. Dabei ist aus zahlreichen Studien bekannt, dass Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen unter nicht-heterosexuellen und nicht-cisgeschlechtlichen Menschen immer noch hoch sind.

Es gibt laut LGBTI-Aktivisten auch keinen Zweifel daran, dass Diskriminierung ein alltägliches (unter Umständen gar mehrfach tägliches) Phänomen für queere Menschen ist – was zu einem "Gewöhnungseffekt" geführt hat. Der Handlungsbedarf wird deswegen vor allem deutlich, bei einem Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik: 2018 wurden in Bayern nur insgesamt 11 Fälle wegen homo- oder transphober motivierter Straftaten erfasst.

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Auch positive Erfahrungen werden abgefragt

Deswegen will man es jetzt genau wissen. Die Landtagsfraktion der bayerischen Grünen hat auf Initiative ihrer queerpolitischen Sprecherin Tessa Ganserer zusammen mit der Hochschule Landshut die Online-Befragung "Queer in Bayern" gestartet.

"Uns interessiert die Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen und orientierungs* diversen Menschen, sowie von allen divers* oder trans* geschlechtlichen Personen ab 16 Jahren, die in Bayern wohnen oder aufgewachsen sind", heißt es in einem Flyer (PDF) zur Umfrage. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie die Bedingungen für queere Menschen auf dem Land oder in den Städten des Freistaats sind.

Um sichtbar zu machen, dass "Diversität nicht schwach, sondern stark macht", wie Johannes Kram erst kürzlich festgestellt hat, geht es in dieser Befragung erstmals auch um positive Erfahrungen, die im Zusammenhang mit der queeren Zugehörigkeit stehen.

Die Befragung läuft bis Ende September 2019. Die Ergebnisse werden Mitte 2020 veröffentlicht. (cw)



#1 LedErich
  • 11.07.2019, 22:17h
  • Ich habe an der Umfrage vor ein paar Tagen teilgenommen. Mich hat gestört, dass die Fragen und Antwortmöglichkeiten immer darauf angelegt waren, dass Diskriminierung konkret vin einer Person gegen mich persönlich gerichtet ist. Wie ich mich durch Politikeraussagen, Gesetze usw. diskriminiert fühle, konnte ich eigentlich nur am Ende als Freitext unterbringen. Am häufigsten fühle ich mich eigentlich dadurch diskriminiert, dass mir enteeder direkt oder unterschwellig meine Männlichkeit abgesoricgen wird oder vermeintlich positive, angeblich typisch schwule Eigenschaften unterstellt werden. Das ist in Bayern mit seiner Virliebe für die "liaben Madln", "feschen Buam" und "gstandne Mannsbildern" oft besonders anstrengend.
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#2 peskoProfil
  • 12.07.2019, 10:19hNürnberg
  • Eine wichtige und richtige Umfrage, handelt es sich doch um ein gesellschaftssoziales Gesamtbild.

    Positiv hervorheben möchte ich, dass es neben den typischen Multiplechoice Antworten auch ganze Antworten zum selbst verfassen (ab-) verlangt worden ist. Dadurch sind spezifische und individuelle Erfahrungen aufzuzeigen möglich.

    Kritisieren möchte ich, dass in den Fragen quasi eine Unterstellung auf Diskriminierung innerhalb der letzten drei Jahre als vorausgesetzt gegeben wurde.
    Ich persönlich habe in den letzten drei Jahren (toi toi toi) keine gefühlte/erlebte Diskriminierung erfahren.
    Leider war es in den Multiplechoice Antworten nicht möglich darauf hinzuweisen.

    Es fehlte konkret: ich habe keine Diskriminierung erfahren
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