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Dutee Chand

Sprinterin holt nach Coming-out Gold

Die in ihrer Heimat wegen ihrer sexuellen Orientierung umstrittene indische Leichtathletin Dutee Chand bringt ihre Kritiker mit einem Riesenerfolg zum Schweigen.


Das Coming-out von Dutee Chand, hier bei einem Wettbewerb 2017, sorgte in Indien für viel Gesprächsstoff (Bild: Athletics Federation of India / wikipedia)

Indiens erste offen LGBTI-Sportlerin hat einen historischen Erfolg für ihr Land erzielt: Dutee Chand gewann als erste Inderin einen 100-Meter-Sprint bei einem großen internationalen Sportevent. Am Dienstag gewann sie das Rennen bei den Weltsportspielen "Universidade" in Neapel mit 11,32 Sekunden knapp vor der Schweizerin Ajla Del Ponte (11,33 Sekunden) und der Deutschen Lisa Marie Kwayie (11,37 Sekunden). Der Frauen-Weltrekord in dieser Disziplin liegt bei 10,49 Sekunden.

Twitter / DuteeChand | Chand veröffentlichte auf Twitter ein Foto der Siegerehrung, das sie zwischen Ajla Del Ponte und Lisa Marie Kwayie zeigt

Twitter / DuteeChand

Chand hatte sich erst im Mai geoutet (queer.de berichtete). Als Grund dafür, an die Öffentlichkeit zu gehen, nannte Chand die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Indiens im vergangenen Jahr, das aus der britischen Kolonialzeit stammende Verbot von Homosexualität für verfassungswidrig zu erklären (queer.de berichtete). Sie erklärte damals, dass sie eine Freundin habe, die ihre "Seelenverwandte" sei.

Sieg ist "Antwort an all meine Kritiker"

"Die Goldmedaille ist meine Antwort an all meine Kritiker", erklärte Chand gegenüber der "Times of India". "Sie sollte alle meine Kritiker zum Schweigen bringen, die Müll über mich, meine Existenz und die Wahl meiner Seelenverwandten verbreitet haben."

Nach dem Erfolg erhielt sie viele Gratulationen, darunter auch eine von Premierminister Narendra Modi. "Eine außerordentliche Leistung für eine außerordentliche Athletin", so der 68-jährige Regierungschef via Twitter. Chand habe sich den Sieg redlich verdient.

Twitter / narendramodi

Das Coming-out Chands hatte zu Kritik in Indien geführt. Selbst ihre eigenen Eltern wollten die sexuelle Orientierung ihrer Tochter nicht akzeptieren. Ihr Vater sagte etwa in indischen Medien, dass die gleichgeschlechtliche Beziehung ihrer Tochter "unmoralisch und unethisch" sei. "Sie hat die Reputation unseres Dorfes kaputt gemacht", warf Chakradhar Chand seiner Tochter vor. Mutter Akhuji Chand ergänzte: "Wie können wir jetzt unseren Verwandten und der Gesellschaft gegenübertreten? Ich unterstütze meine Tochter, solange sie sportlich aktiv ist, aber nicht darüber hinaus." (dk)



#1 Patrick SAnonym
  • 11.07.2019, 14:56h
  • Nicht das es im Beruf relevant sein sollte wie man lebt und liebt, egal ob im Büro oder im Stadion, aber falls dann doch die Kritiker auf den Plan treten, ist dass doch die bestmögliche Antwort darauf. Herzlichen Glückwunsch zu Gold.
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#2 DeniesAnonym
#3 Patroklos
#4 Patrick SAnonym
#5 DramaQueen24Profil
  • 12.07.2019, 03:34hBerlin
  • "Ihr Vater sagte etwa in indischen Medien, dass die gleichgeschlechtliche Beziehung ihrer Tochter "unmoralisch und unethisch" sei."

    Väter sollten ihre Kinder BEDINGUNGSLOS lieben und akzeptieren. Dieser "Vater" denkt nur daran, was die Leute vielleicht denken. Es ist egal, wen man liebt, sofern dabei niemand verletzt, oder/und in seinen Grundrechten beschnitten wird. Und Liebe IST ein Grundrecht!

    " Mutter Akhuji Chand ergänzte: "Wie können wir jetzt unseren Verwandten und der Gesellschaft gegenübertreten?

    Ganz einfach, macht es wie viele andere Eltern, sagt, dass ihr stolz auf eure lesbische Tochter seid.
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#6 JadugharProfil
  • 12.07.2019, 11:52hHamburg
  • Antwort auf #5 von DramaQueen24
  • In Indien gilt Homosexualität als eine sehr große Schande, was vor der englischen Kolonisation jedoch nicht so war, sofern man einen Blick in die ältere Literatur wirft, wo gleichgeschlechtliche Liebhaber oft vorkommen und nicht abgewertet wurde!
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#7 DramaQueen24Profil
#8 DeniesAnonym
#9 DeniesAnonym
#10 DramaQueen24Profil
  • 14.07.2019, 14:08hBerlin
  • Antwort auf #9 von Denies
  • Mein verstorbener "Vater war Amerikaner mit britischen, irischen und indianischen Vorfahren. Vermutlich ist der "Britenanteil" daran schuld, dass er so ein großes A***loch war.
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