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Florida/USA

Wegen Alligator: PETA kritisiert schwules Pornolabel

Ein in den Evergaldes gefilmter schwuler Pornofilm, bei dem im Hintergrund auch ein Alligator zu sehen ist, stößt Tierschützern sauer auf.


PETA ist empört, dass es Kaleb Stryker und Diego Sans vor einem Alligator getrieben haben (Bild: men.com)

Die Tierrechtsorganisation PETA hat das schwule Pornolabel men.com scharf kritisiert, weil in einem neuen 20-minütigen Porno-Clip auch ein Alligator zu sehen ist. "Egal, was Menschen am Set auch so tun, wilde Tiere sollten alleine gelassen werden und nie als Requisiten oder Dekoration genutzt werden", erklärte die britische PETA-Chefin Elisa Allen gegenüber dem Portal "Gay Star News".

Die Tiere dürften nicht "Verwirrung, Stress, Gefangenschaft" ausgesetzt werden. Auch die bei einem Dreh sehr helle Beleuchtung sei für Alligatoren nicht artgerecht. Die Belastung für die Tiere sei der Grund, warum PETA alle Regisseure auffordere, "nur mit gewillten menschlichen Schauspielern" zu arbeiten. PETA hatte in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, wenn in Werbe-, Fernseh- oder Filmproduktionen Primaten, große Katzen, Bären oder andere Tiere genutzt werden – beispielsweise auch in Krippenspielen. Es gebe zudem keinen Anlass mehr dafür, da mit Tricktechnik bereits realistische Ersatzszenen möglich seien.

Instagram / marcmacnamara | Regisseur Marc MacNamara veröffentlichte auf Instagram dieses Bild vom Dreh

Die kritisierte Szene trägt den Titel "The Everglades, Part 1" und wurde in im Mai in dem bekannten Nationalpark im Süden Floridas gedreht. Er zeigt die beiden Darsteller Kaleb Stryker und Superstar Diego Sans, der bei den diesjährigen GayVN Awards den Preis als bester Darsteller erhielt (queer.de berichtete). Der Alligator ist dabei nur im Hintergrund zu sehen und greift nicht in die "Actionszenen" ein.


Im Hintergrund aalt sich der Alligator, während sich die beiden Hauptdarsteller betatschen (Bild: men.com)

Men.com ist einer der US-Marktführer auf dem schwulen Pornomarkt und wurde bereits mehrfach wegen seinen Videos kritisiert. 2017 wurde dem Label etwa Rassismus vorgeworfen, nachdem es eine Szene veröffentlicht hatte, in dem ein Darsteller mit einem Didgeridoo anal penetriert wurde (queer.de berichtete). Ein Didgeridoo ist ein traditionelles Blasinstrument der australischen Aborigines. (cw)



#1 peskoProfil
  • 12.07.2019, 17:34hNürnberg
  • Da haben die Verantwortlichen bei PETA den Clip anscheinend nur zu einem Viertel gesehen.

    Hätten sie nämlich den gesamten Clip sich angeschaut, dann wäre ihren nicht entgangen, dass neben einem Alligator auch noch eine Mücke und eine Libelle gefilmt worden sind, sogar in Großaufnahme.

    Ich sollte mal bei PETA nachfragen ob ich noch ruhigen Gewissens an einem Busch vorbei laufen kann, denn schließlich könnte ich ja einen Regenwurm erschrecken oder was ich tun soll, wenn vor mir auf dem Gehsteig eine Taube sitzt und ich nicht ausweichen kann...?

    Jedenfalls werde ich bei meinen nächsten Urlaubsfilm mit der Handykamera darauf achten, dass mir keine Ameise ins Bild läuft oder ein Vogel vorbei fliegt.
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#2 ZenkimausAnonym
#3 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 12.07.2019, 17:49h
  • Spätestens als die ankamen und meinten super mario würde zum Tiere quälen ermuntern konnte ich den Laden nicht mehr ernst nehmen...
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#4 Andy2Anonym
  • 12.07.2019, 18:09h
  • Die Kommentare zeigen wieder einmal ganz klar, was ich oft schon hier gelesen habe. LGBT-Menschen fordern Rechte für sich, aber sobald es um Rechte anderer geht (in diesem Fall Tierrechte) kommt schnell die "Ich mach mich darüber lustig"- oder "Mir doch egal"-Einstellung.
    Schade.
    Wenn man LGBT-Menschen nicht für die Rechte anderer begeistern kann, wie können wir es dann von anderen erwarten?
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#5 peskoProfil
  • 12.07.2019, 18:41hNürnberg
  • Antwort auf #4 von Andy2
  • Drei Tiere wurden gefilmt. Ich wiederhole und betone: gefilmt

    Ich frage:

    - Verstößt das filmen von Tieren gegen Tierrechte? Wenn ja, warum?

    - Wurden in diesem Film/Clip Tiere gequält, verstümmelt, getötet?

    Fühlt sich ein Tier gestört, ergreift es in aller Regel zuerst die Flucht:

    Der Alligator, die Mücke und die Libelle machten mir nicht gerade den Eindruck als fühlten sie sich so gestört das sie weg liefen bzw flogen...

    Ist eine Flucht nicht möglich, droht das Tier in aller Regel:

    Hat der Alligator denn gedroht?
    Warum ist die Mücke und Libelle denn nicht weg geflogen?

    Hilft eine Drohung nichts und fühlt sich das Tier bedrängt, greift es an:

    Wenn der Alligator angegriffen hätte, würde es keinen Artikel, geschweige denn einen Porno geben.

    Diskriminierend ist da schon eher die Art und Weise wie PETA auf sich aufmerksam macht:

    Da kritisieren die doch tatsächlich einen schwulen Porno, getreu dem Motto:

    Schaut her, die Schwulen sollten sich was schämen, die quälen Tiere...

    ...und was ist mit den ganzen Touristen die Tag für Tag durch die Everglades geschippert werden und Filmaufnahmen machen? Tagtäglich und in Massen? Vor allem in Massen, was die heimische Tierwelt eher stört, als ein lächerlicher Pornodreh!

    Wenn PETA schon kritisiert, dann richtig, aber nicht so!

    In Wirklichkeit will PETA nur Aufmerksamkeit, auf Kosten von uns Schwulen und auf Kosten von denen die sie vorgeben beschützen zu wollen!
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#6 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 12.07.2019, 18:44h
  • Antwort auf #4 von Andy2
  • ? In der Regel landen meine Mitmenschen auch nicht auf meinen Teller/Kühlschrank.... (ok, Alligator hab ich noch nie probierte, aber unser australische Restaurant hier hat ziemlich leckere Krokodilmedaillions, kann ich jedem nur empfehlen.... Allgemein ist die australische Küche recht geil, gerade im Fleisch Bereich... Känguru könnt ich täglich essen, so verdammt gut)

    Und jepp, Menschen stehen über den Tieren und Menschen sind auch keine Tiere,dafür sind Tiere in erster Linie nutzwesen und essen, völlig gleich ob Kuh, Hund oder der letzte weiße Wal! Und jepp, das ist meine ehrliche Meinung, keine Ironie, kein joke!
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#7 andreAnonym
  • 12.07.2019, 18:52h
  • Lustig "Greift nicht in die Actionszenen ein". Dem Tier scheint, offenbar, nichts passiert. Nicht mal ein Schock. Man kanns auch übertreiben. Wenn PETA wüßte, daß ich erst, vor 4 Wochen, Fleisch eines solches Reptils, vom Grill gegessen habe, in Thailand. Es war sehr zart. Der Grill sogar eine eigene FB Seite. Sag ich aber nicht. Wegen eines möglichen Shitstorms, der typischen Besserwisser aus D.
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#8 remixbeb
  • 12.07.2019, 19:23h
  • Antwort auf #4 von Andy2
  • Dein Kommentar zeigt hingegen, dass wir inzwischen in einer Empörungsgesellschaft leben. Lass mal die Kirche im Dorf.
    Im Film hat man mit keinem Tier Sex gehabt, noch hat man es gegessen, noch sonstwie betatscht. Es ist einfach nur da, so wie es Tiere in der Natur eben (zum Glück noch) sind.
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#9 LotiAnonym
  • 12.07.2019, 19:25h
  • Antwort auf #6 von QueerBierHere
  • Sorry. Habe in Südaustralien einmal Känguru Fleisch gegessen und fand es gar nicht lecker. Zudem sagten mir später meine Australischen weißen Freunde, das kaum ein weißer Aussi dieses Fleisch dort isst. Ob es den Tatsachen entspricht, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber es wird dort angeboten und Touristen essen es auch. So wie ich es tat. Nie wieder. Mit großer Scham denke ich aber daran zurück schon mal Schildkröten und Haifischflossensuppe gegessen zu haben. Das war noch Anfang der 70er Jahre hier in Berlin.
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#10 LotiAnonym