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Berlin

Fremdenfeindliche und homophobe Beleidigungen: Polizei ermittelt gegen 51-Jährigen

Im Osten Berlins hat ein Mann offenbar erst mit fremdenfeindlichen Sprüchen eine Familie beleidigt, bevor er zwei Frauen mit homophoben Beleidigungen attackierte.


Erneut muss die Berliner Polizei über eine mögliche Straftat mit homophobem Hintergrund berichten (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Die Berliner Polizei ermittelt gegen einen 51-jährigen Mann, der am Sonntag im Ortsteil Biesdorf in Marzahn-Hellersdorf eine Familie fremdenfeindlich und zwei Zeuginnen homophob beleidigt haben soll. Die Zeuginnen hatten gegen 18.30 Uhr die Polizei verständigt, nachdem sie mitbekommen hatten, wie der Mann der vierköpfigen Familie zunächst von seinem Balkon im Wildrosenweg aus mehrfach den Mittelfinger gezeigt und dieser etwas zugerufen haben soll. Anschließend sei der Mann der Familie mit seinem Hund gefolgt und habe der Familie immer wieder fremdenfeindliche Beleidigungen zugebrüllt.

Als die beiden Zeuginnen sich in das Geschehen eingemischt hätten, habe er ihnen gegenüber homophobe Beleidigungen ausgesprochen. Gegen ihn wird nun wegen fremdenfeindlicher und homosexuellenfeindlicher Beleidigungen ermittelt.

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Die Behörden meldeten den Vorfall am Montagmorgen in ihrem Polizeibericht. In Berlin werden – anders als in vielen anderen deutschen Städten – mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Berichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Erst vergangenes Wochenende hatten Unbekannte im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf das Auto eines 60-Jährigen mit homophoben Sprüchen gesprüht (queer.de berichtete). Außerdem berichtete die Polizei über einen lesbenfeindlichen Übergriff vor einem Club (queer.de berichtete). (cw)



#1 AltoAnonym
  • 15.07.2019, 10:44h
  • Mich würde mal interessieren, ob es in Berlin, verglichen mit anderen deutschen Städten, tatsächlich mehr Homophobie gibt. Oder aber, ob die Gewalthemmschwelle, mit Homophobie als Nebenprodukt, einfach genereller niedriger ist dort. Die dritte Möglichkeit ist, dass es niedrieger ist, aber wie mehr wirkt, weil es öffentlich gemacht wird. Hat jemand entsprechende Statistiken?
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#2 LotiAnonym
  • 15.07.2019, 13:04h
  • Antwort auf #1 von Alto
  • Interessante Frage. Würde mich auch interessieren. Bedauerlicherweise zählt in Berlin dieser Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu den sozialschwachen Gegenden. Da verwundert mich solch ein Vorfall wie beschrieben keineswegs. Zudem häufen sich leider auch vermehrt homophobe Beleidigungen, Beschimpfungen auch durch älteren Personen in der Hauptstadt.
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