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USA

Studie: Demenz-Risiko unter LGBTI besonders hoch

Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten leiden laut einer neuen US-Studie eher an Vorzeichen von Demenz als Cis-Heteros. Über die Ursachen für die Diskrepanz können die Wissenschaftler derzeit nur spekulieren.


Alzheimer ist die häufigste Form von Demenz (Bild: Health and Human Services Department)

Ältere Menschen, die nicht cisgender und/oder heterosexuell sind, haben ein um rund ein Drittel erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit als cissexuelle Heterosexuelle. Das ist das Ergebnis einer Studie, die am Sonntag bei der Konferenz des amerikanischen Alzheimer-Verbandes in Los Angeles vorgestellt worden ist.

In der Studie wurden Daten von mehr als 44.000 Erwachsenen über 45 Jahre in neun US-Bundesstaaten analysiert, die sich an einer Studie über das Gehirn im Jahr 2015 beteiligt hatten. Knapp drei Prozent der Probandinnen und Probanden identifizierten sich als "sexual minority group".

Nach Angaben der Forscher sprachen in der LGBTI-Untergruppe 14 Prozent der Befragten davon, dass sich ihre kognitive Leistungsfähigkeit verschlechtert habe – derartige Verschlechterungen gelten als frühes Anzeichen für Demenzerkrankungen. Unter Cis-Heterosexuellen waren es lediglich zehn Prozent. Nachdem die Forscher Faktoren wie Einkommen, Alter oder Rasse herausgerechnet hatten, wiesen die LGBTI-Teilnehmer ein 29 Prozent höheres Risiko auf, dass sich ihre kognitive Leistungsfähigkeit verschlechtert.

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Mögliche Ursachen: Diskriminierung und Depressionen

"Wir wissen bislang nicht sicher, warum die kognitive Leistungsfähigkeit bei Angehörigen sexueller und geschlechtlicher Minderheiten eher abnimmt", erklärte Studienautor und Mediziner Jason Flatt von der University of California. "Wir glauben, dass dies durch höheren Raten an Depressionen, Erwerbsunfähigkeit, Stress sowie durch einen schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung zurückzuführen ist." All diese Unterschiede wurden in US-Studien nachgewiesen und gelten als Folgen von staatlicher oder gesellschaftlicher Diskriminierung von LGBTI – diese Faktoren erhöhen gleichzeitig laut mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen das Demenzrisiko. Menschen, die an Depressionen leiden, hätten laut Flatt etwa ein mehr als doppelt so hohes Risiko, später im Leben an der Alzheimer-Krankheit, der häufigsten Form der Altersdemenz, zu erkranken.

Laut Flatt müsse das Gesundheitssystem daher besser auf LGBTI eingehen, um frühe Anzeichen von Demenz zu diagnostizieren. Außerdem müssten Mitarbeitende in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen besser für die besonderen Belange von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten sensibilisiert werden.

Neben der Alltagsdiskriminierung könnten auch generell schlechtere private Lebensbedingungen im Vergleich zu Cis-Heterosexuellen für den höheren Anteil an kognitiven Problemen verantwortlich sein. So lebten ältere LGBTI laut der Studie viel eher alleine (60 Prozent), haben sich nie verpartnert oder geheiratet (65 Prozent) und haben keine Kinder (72 Prozent). (dk)



#1 wrap7Profil
  • 15.07.2019, 18:01hFrankfurt
  • Es ist erst einmal nur eine Korrelation, mehr nicht. Dagegen ergaben mehrere Studien dass Alzheimer und Parodontose häufig zusammen in Erscheinung treten.
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#2 Sabelmann
  • 16.07.2019, 03:23h
  • Upps...schon wieder eine Studie! Langwelit mich schon! Da soll man NICHT zum Hypochonder werden?
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#3 körmetAnonym
  • 16.07.2019, 04:40h
  • Da muss man aber auch mal schauen, aus welchem Land diese Studie kommt.

    1.) Vor ca. 10 Jahren musste jeder, der z.B. bei der Post einen Job übernahm, einen Drogentest machen. Der Konsum von Cannabis & Co ist da viel größer als hier.
    Auch das geht auf's Hirn.
    2.) Das Bildungssystem fördert kaum geistige Betätigung.
    Es ist nachgewiesen, dass Personen, die kaum geistige Interessen haben, eher an Demenz erkranken, als geistig Aktive.

    Da ist dann etwas mehr Selbstdisziplin gefragt.
    Statt oberflächlicher Vergnügungssucht lieber mal ein Kreuzworträtzel lösen oder (wie ich) täglich ein paar Partien Schach gegen den Computer spielen. Das Gleiche gilt auch für den Konsum von Partydrogen, die bekanntlich auch das Hirn schädigen.
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#4 EternalAllemaniaAnonym
  • 16.07.2019, 06:54h
  • Antwort auf #3 von körmet
  • "Es ist nachgewiesen, dass Personen, die kaum geistige Interessen haben, eher an Demenz erkranken, als geistig Aktive."

    Ja bloss in dem Fall ist die Frage: Henne oder Ei?

    Möglicher Weise machen die Gene, die auch Demenz fördern, eine schon von Grund auf reduzierte geistige Leistungsfähigkeit und ein schlechteres Gedächtnis.

    Dann wären alle Bemühungen um sonst.
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#5 Patroklos
#6 Ralph
  • 16.07.2019, 10:44h
  • Wieder mal ein vorgeblich wissenschaftlicher Versuch, Schwule und Lesben zu pathologisieren. Ich schlage vor, das Phänomen GRBD zu nennen. Gay Related Brain Defect - mit dem Schwulsein verbundener Gehirnschaden. Einen solchen Versuch hat es zu Beginn der Achtziger schon gegeben, als man die später in AIDS umgetaufte Krankheit ganz offiziell GRID nannte, weil ihre Ursache in der Homosexualität der Kranken liege.
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#7 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 16.07.2019, 11:17h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Des menschliche Gehirn ist bei weitem noch nicht so weit erforscht als das man Zusammenhänge per se ausschließen kann.... Ich seh in der Studie auch keine wie auch immer konstruierte Homophobie oder einen Grund sich angegriffen zu fühlen.

    War bis jetzt nur eine Studie, des ist das Ergebnis, mal schauen wie sich das weiterentwickelt... Kein Grund für Drama, nope!
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#8 wissenschaftlerAnonym
  • 16.07.2019, 11:43h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • diese forschung an sich ist erst einmal nützlich, nicht schädlich für lgbtiq. dass sie nützlich gedacht ist, hättest du beim verstehenden lesen bereits an den daraus abgeleiteten forderungen erkennen sollen. erst wenn jemand (wie du!!!) daraus mutwillig falsche schlüsse zieht, wird es unredlich und ggf. gefährlich.
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#9 InformationAnonym
  • 16.07.2019, 12:40h
  • "Fünf auf der AAIC 2019 haben folgende Ergebnisse erbracht:

    - Die Umstellung auf vier bis fünf Faktoren für eine gesunde Lebensführung reduziert das Alzheimer-Demenz Risiko um 60%

    - Ein gesunder Lebenswandel kann einer genetischen Prädisposition für Alzheimer entgegen wirken.

    - Eine hohe kognitive Reserve, die durch formale Bildung, und kognitive Stimulation augebaut wird, kann dem ALTERNDEN GEHIRN zugute kommen und das Demenzrisiko bei Menschen verringern, die EINER HOHEN LUFTVERSCHMUTZUNG ausgesetzt sind.

    - Die Bestätigung, dass Rauchen im jungen und mittleren Erwachsenenalter mit kognitiver Beeinträchtigung in der Lebensmitte in Verbindung gebracht werden kann, und sich bereits im vierten Lebensjahrzehnt auswirkt

    - Alkoholkrankheit hat Demenzrisiko bei älteren Frauen signifikant erhöht

    Mithilfe von 196383 Erwachsenen europäischer Abstammung im Alter von 60 Jahren und älter wurden 1769 Fälle von Demenz über einen mittleren Follow-up Zeitraum von 8 Jahren identifiziert."

    Quelle:
    PR Newswire Association LLC, die sich auf Angaben von Alzheimer's Association berufen.
    -----------------------------------------------
    Alzheimer hat verschiedene Formen:
    kann aufgrund verschiedener, ungesunder (auch psychologisch ungesunder) Lebensweisen entstehen, und es gibt die Altersdemenz.
    Ob das bei LSBTTIQ höher ist oder nicht, wurde bei dieser Studie nicht erforscht. Das darf aber gerne erforscht werden.

    Dass Demenz aufgrund von Kinderlosigkeit entsteht, das wage ich mal zu bezweifeln. Fehlendes soziales Umfeld ist allerdings grundsätzlich nicht gut, weil das zu Einsamkeit führt.

    Gesunde Lebensführung ist also das A und O. Das bedeutet: Stressreduzierung, gesunde Ernährung, sportliche und geistige Aktivität, nicht rauchen, kein Alkohol in hohen Maßen.
    Ob man Diskriminierung und Mobbing als Faktoren für Alzheimer dazu zählen kann, das würde ich gerne erforscht wissen.

    ©BuntesUndSchönes
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#10 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 16.07.2019, 13:32h
  • Antwort auf #9 von Information
  • "gesunde Ernährung, sportliche und geistige Aktivität, nicht rauchen, kein Alkohol in hohen Maßen"....

    Yo, wenn ich mich zu Tode langweile bevor ich des Alter erreicht habe is des natürlich auch ne lösung.... ;p
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