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Kommentare zu:
Wegen homophobem Minister: Bettel boykottiert israelische Veranstaltung


#1 KetzerEhemaliges Profil
  • 16.07.2019, 16:32h
  • Bravo.
    Ein Politiker, der zum wiederholten Male Haltung zeigt. Selten geworden in unseren Tagen.
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#2 MarcAnonym
#3 Frederic LaurentAnonym
  • 16.07.2019, 18:07h
  • Damit schießt der luxemburgische Regierungschef über das Ziel hinaus. Ein Premierminister muss über solchen Äußerungen stehen und darf seine persönliche Betroffenhit nicht wichtiger als die Politik nehmen. Das ist unprofessionell und wird viele Menschen gegen Homosexuelle aufbringen.
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#4 Ana NymAnonym
  • 16.07.2019, 18:16h
  • "Privat" : Bettel hätte diplomatische Kriese ausgelöst - nicht der "Homoheiler" aus Israel?

    Rafi Peretz hat ja nur Homosexualität als heilungsbedürftige Krankheit bezeichnet. Und damit die meisten LSBTIQ+ als Kranke benannt, und Xavier Bettel damit auch.
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#5 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 16.07.2019, 18:21h
  • Antwort auf #3 von Frederic Laurent
  • Bin da zwiegespalten... Ich verstehe wo du herkommst, auf der anderen Seite sind diese "Behandlungen" eben wirklich in keinster Weise zu rechtfertigen und ein reale Gefahr für die psychische - und teils auch physische - Gesundheit und daher schlichtweg ne grundilegende Verletzung des Rechts auf Unversehrtheit und freie Entwicklung... Und irgendwo muss man dann auch mal ansetzen zu zeigen dass das nicht unterstützt wird! Hier geht es ja auch nicht um seine persönliche Abneigung sondern um einen direkten Eingriff in die Menschenrechte (auch so ein Totschlagargument, ich weiß, aber in dem Bereich eben gerechtfertigt)...

    Und auch ein Politiker kann nur bis zu einem gewissen Grad sich selbst als Mensch aus der Entscheidungsfindung rausnehmen.... (siehe Merkel "wir schaffen das"... Das war mehr Mensch als Politik).... In wie weit deren Aspekt "Mensch" hier mit reinspielen darf muss wohl jeder für sich selbst entscheiden
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#6 Ralph
  • 16.07.2019, 18:55h
  • Antwort auf #3 von Frederic Laurent
  • War auch zuerst mein Gedanke, dass diese Reaktion ein bisschen zu weit geht. Aber - wie hätte ein israelischer Regierungschef reagiert, wenn z.B. ein polnischer Minister öffentlich erklärt hätte, bereits einige Juden getauft zu haben und der Meinung zu sein, dass alle Juden sich taufen lassen müssen?
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#7 KetzerEhemaliges Profil
  • 17.07.2019, 02:13h
  • Antwort auf #3 von Frederic Laurent
  • Kaum zeigt mal jemand wirklich Rückgrat, wird er dafür kritisiert. Er nimmt übrigens nichts "wichtiger als die Politik", sondern BETREIBT mit seinem Handeln aktiv und konsequent Politik.

    Solange irgendwo auf diesem Planeten queere Menschen diskriminiert werden, hat auch die eigene "persönliche Betroffenheit" eine politische Dimension. Eigentlich sollte JEDER Mensch, der für das Ideal der persönlichen Freiheit eintritt, ganz egal, ob selbst queer oder nicht, sich hier politisch betroffen fühlen.

    Du übersetzt hier "duckmäuserisch" mit "unprofessionell". Ich finde es, im Gegenteil, höchst professionell, wie Herr Bettel hier gehandelt hat. Einer der wenigen Politiker_innen, die nicht ständig bei irgendjemandem buckeln und in vorauseilendem Gehorsam Kompromisse eingehen.

    Eine klare Haltung, Rückgrat zeigen, ist das Wichtigste. Wer wirklich Respekt für Menschen hat, wird auch Respekt für dieses wichtige politische Statement aufbringen.

    Dieses ewige "Hachje, wir können dies und das nicht tun, weil es die heterosexuelle Mehrheit gegen uns aufbringt", kann ich echt nicht mehr hören. Es zeugt von Duckmäusertum und fehlendem Rückgrat.

    Schwule wollen nicht schwul sein, sondern so spießig und kitschig leben wie der Durchschnittsbürger. [...] Da die Schwulen vom Spießer als krank und minderwertig verachtet werden, versuchen sie, noch spießiger zu werden, um ihr Schuldgefühl abzutragen mit einem Übermaß an bürgerlichen Tugenden. Ihre politische Passivität und ihr konservatives Verhalten sind der Dank dafür, dass sie nicht totgeschlagen werden.

    (Martin Dannecker, in "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", 1971)
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#8 S ZachariasAnonym
  • 17.07.2019, 05:23h
  • 70 Staaten haben eine strafrechtliche Verfolgung von Homosexualität, sind also schlimmer als Israel, wo "nur" ein Minister eine gefährliche Meinung hat. Wenn Bettel diplomatische Kontakte zu diesen 70 Staaten meidet, ist er glaubwürdig, wenn nicht, setzt er sich dem Vorwurf der doppelten Standards, damit des Antisemitismus aus.
    Der Antisemitismus sitzt so tief in unserem europäischen kulturellen Erbgut, dass wir drei mal ruhig nachdenken sollten,wenn wir uns über eine Entwicklung in Israel empören. Wenn gleiche (oder schlimmere) Entwicklungen in anderen Staaten uns ebenso empören, dann ist es o.k. und ist unsere Kritik legitim, wenn nicht, dann sind wir wieder in die Falle unserer Vergangenheit gelaufen.
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#9 IZausPAnonym
  • 17.07.2019, 07:23h
  • Kritik aus Luxemburg...??? Ich möchte nicht versäumen, klarzustellen, dass man doch bitte dieses erwähnte Luxemburger "Blatt" nicht als !Zeitung! bezeichnen soll...! Das wertet die Arbeit der seriösen Kollegen der Luxemburger Medien herab... Gegenüber Prxxx ist die Bild herausragende Literatur Btw: Xavier
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#10 HugogeraldAnonym
#11 zundermxeAnonym
  • 17.07.2019, 09:20h
  • Antwort auf #8 von S Zacharias
  • Du beschreibst Antisemitismus als tief eingebettet im europäischen kulturellem Erbgut. Wie siehst Du Homophobie in diesem Zusammenhang? Hinsichtlich Antisemitismus und dem sogenannten europäischen kulturellem Erbgut?

    Ehrlich gesagt grummelt mein Magen schon wenn ich Begriffe wie kulturelles Erbgut lesen muss. Geschichte und Aussagen werden organisch formuliert. Ein Organismus kann gesund und krank sein. Wie schnell sind wir da beim gesunden Volkskörper, beim gesunden Volksempfinden und etwaigen Schädlingen für eben diese?

    Kritik an einem Staat oder Politiker*innen eines Staates sollte nicht automatisch gleichgesetzt werden Anti****mus. Das führt vor allem erstmal nur zu (dogmatisch besetzten) Denk- und Meinungsverboten.
    Die heftige Kritik an Trump und seiner Administration ist auch nicht als Antiamrikanismus zu sehen. Wenn Trump dies auch gerne so auslegen möchte.

    Wenn in einem demokratischen Land ein bekennender Täter zum Minister wird und dies auch bleibt, dann sollten mMn andere Fragen und Argumente im Vordergrund stehen als die von Dir vorgebrachten.

    Leider ist dies kein Einzelfall. Aber es macht Kritik am aktuellen Einzelfall nicht weniger berechtigt oder glaubwürdig indem auf andere quasi in eine Art schräge Relation erstellend verwiesen wird.

    Bin sehr dankbar für dieses Zeichen fern politischer Konventionen. Traurig für Europa, dass wir das einem Vertreter eines der kleinsten Mitgliedstaaten überlassen und die große Mehrzahl schweigend den Blick abwendet. Auch aus Angst vor der Antisemitismus-Keule?
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#12 ArneAnonym
#13 AFD-WatchAnonym
#14 Ralph
  • 17.07.2019, 10:35h
  • Antwort auf #12 von Arne
  • Völlig richtig. Ich erinnere mich mit Abscheu daran, wie Klaus Wowereit fröhlich mit dem Mörderkönig von Saudi-Arabien durchs Brandenburger Tor flanierte oder wie Guido Westerwelle bei einem Besuch in Weißrussland der bei dieser Gelegenheit von Lukaschenko vom Stapel gelassenen schwulenfeindlichen Tirade nichts zu erwidern wusste. "Rückgrat" und "Selbstachtung" stammen wohl aus dem Luxemburger Wortschatz.
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#15 DramaQueen24Profil
  • 17.07.2019, 11:25hBerlin
  • Cooler Typ, der weiß, wie man sich gegenüber homophoben Arschlöchern verhält, und gleichzeitig ein Mann, der weiß, sich zu benehmen (z.B. gegenüber der scheidenden Botschafterin Israels).
    Hätte Deutschland doch auch so ein paar Exemplare.
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#16 Still_Ith
  • 17.07.2019, 17:09h
  • Antwort auf #3 von Frederic Laurent
  • Eine Lesbe, die einen Stein auf die Polizei wirft, bloß weil sie wusste, dass ihr Vergewaltigung und Zuchthaus im Höllenloch bevorstanden, ist sicherlich auch sehr übers Ziel hinausgeschossen.
    Und CSDs sollte man eh lassen. Leute könnten sich gestört fühlen, und am Ende hassen sie Queerness dann noch mehr als vorher. Jahrhunderte haben uns gelehrt: Brav die Füße stillhalten war für Minderheiten schon immer der optimale Weg zu einem stressfreien Leben. Don't ask, don't tell - dann kommt schließlich auch niemand auf die Idee, irgendwen zu therapieren.
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#17 FredericAnonym
#18 HeömuzAnonym

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