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Queere Erfolge

"Pose" für sechs Emmys nominiert

Die Reihe um New Yorks Ballroom-Szene könnte unter anderem als beste Drama-Serie ausgezeichnet werden. LGBTI-Themen und Künstler finden sich in vielen Kategorien.


Billy Porter in "Pose" (Bild: FX)
  • 17. Juli 2019, 12:03h, noch kein Kommentar

Mehrere queere Werke und Künstler können sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung mit dem wichtigsten Fernsehpreis der USA machen. Bei den am Dienstag bekannt gegebenen Nominierungen für die diesjährigen Emmys räumte etwa die Mini-Serie "Pose" mit sechs Nennungen ab, die Serie mit der mit Abstand größten Anzahl von Transpersonen vor und hinter der Kamera.

Die im letzten Jahr vom Sender FX ausgestrahlte erste Staffel der Serie von Ryan Murphy ("Glee", "American Horror Story") ist als beste Drama-Serie nominiert (u.a. neben "Game of Thrones", das auf insgesamt 32 Nominierungen kommt, oder dem BBC/Netflix-Hit "Bodyguard"). Für seine Rolle als Pray Tell kann sich Billy Porter zudem Hoffnung auf eine Auszeichnung als "Outstanding Lead Actor" machen.

Direktlink | Trailer zu "Pose". In Deutschland ist die erste Staffel bei Netflix zu sehen

Für das weibliche Gegenstück hatten einige TV-Kritiker auch eine Nominierung für MJ Rodriguez erwartet, die in der Serie Blanca Rodriguez-Evangelista spielt – das wäre die erste Nominierung für eine offen trans Schauspielerin. Die vier restlichen Nominierungen erfolgten allerdings in technischen, wenngleich sehr angemessenen Kategorien: Casting, Kostüme, Hairstyling und Makeup. In den USA läuft derzeit die von Kritikern und Zuschauern ebenfalls hoch gelobte zweite Staffel der Serie, weitere Auszeichnungen im nächsten Jahr sind damit möglich.

Twitter / StevenCanals

Queerer Talente-Regen

Zu den weiteren aus Szenesicht interessanten Nominierungen zählt unter anderem das BBC-Serienmörderinnen-Drama "Killing Eve" (in Deutschland bei StarzPlay / Amazon Prime), das recht queer wirkt und in dem sich Auftragskillerin und Ermittlerin recht nahe kommen: Beide Hauptdarstellerinnen, Sandra Oh und Jody Comer, sind ebenso nominiert wie die Mini-Reihe als beste Drama-Serie.

Direktlink | Trailer zu "Killing Eve"

Um den Sieg in dieser Kategorie kämpft auch das Comedy-Drama "Russian Doll" ("Matrjoschka" bei Netflix Deutschland), miterschaffen von der lesbischen Autorin und Regisseurin Leslye Headland. In der Kategorie "Beste Comedy-Serie" samt Hauptdarstellenden ist "Schitt's Creek" nominiert, das unter anderem eine pansexuelle Dauerrolle bietet. Als beste Comedyserie ist auch "The Marvelous Mrs. Maisel" nominiert, für die Darstellung als lesbische Managerin kann sich Alex Borstein Hoffnungen auf eine Auszeichnung als "Best Supporting Actress" machen. Für einen Gast-Auftritt in der Serie ist zudem die lesbische Schauspielerin Jane Lynch nominiert.

Der offen schwule Schauspieler Ben Whishaw ist für "A Very English Scandal" als bester Nebendarsteller nominert – die BBC-Miniserie rund um die schwule Affäre eines Politikers ist unter anderem auch in den Kategorien Regie (Stephen Frears) und Drehbuch ("Queer as Folk"-Schöpfer Russell T. Davies) berücksichtigt. Als beste Nebendarstellerinen könnten derweil die lesbische Schauspielerin Cherry Jones ("Handmaid's Tale") oder die transsexuelle Schauspielerin Laverne Cox ("Orange Is the New Black") ausgezeichnet werden, im Rahmen einer Comedy-Serie auch die lesbische Komikerin Kate McKinnon ("Saturday Night Live").

"Rupaul's Drag Race" ist erneut als bestes Reality-Programm nominiert. Die lesbische Entertainerin Ellen DeGeneres findet sich zum zehnten Mal auf der Nominierungsliste, dieses Mal für die Spielshow "Game of Games". Die von Netflix aufgezeichnete Sendung "Nanette" der lesbischen Komikerin Hannah Gadsby wurde als bestes "Variety Special" nominiert; die Australierin, in Deutschland vor allem bekannt durch eine Nebenrolle in "Please Like Me", wurde auch als Autorin eines solchen Werkes berücksichtigt. Die Netflix-Serie "Special" über einen Schwulen mit Infantiler Zerebralparese erhielt eine Berücksichtigung als beste Reihe mit kurzer Länge, auch die beiden Hauptdarsteller Punam Patel und Jessica Hecht wurden nominiert.

Eine komplette Liste aller Nominierungen findet sich hier. Die 71. "Primetime Emmy Awards" werden am 22. September in Los Angeles vergeben. (nb)