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Nantucket/USA

Verfahren gegen Kevin Spacey eingestellt

Die Staatsanwaltschaft in Massachusetts lässt alle Anklagepunkte gegen den schwulen Schauspieler fallen.


Kevin Spacey in einem PR-Foto für die weltweit erfolgreiche Politserie "House of Cards", in der er 65 Folgen lang den korrupten Politiker Frank Underwood darstellte (Bild: Netflix)

Erfolg für den tief gefallenen ehemaligen Film- und Fernsehstar Kevin Spacey: Die Staatsanwaltschaft in Nantucket (US-Bundesstaat Massachusetts) hat das bislang einzige Verfahren wegen sexueller Übergriffe gegen den 59-Jährigen fallen gelassen. Spacey hatten wegen sexueller Belästigung und Körperverletzung eines zum angeblichen Tatzeitpunkt 18-Jährigen fünf Jahre Haft gedroht.

Der junge Mann hatte Spacey vorgeworfen, ihn 2016 in einer Bar betrunken gemacht und dann unsittlich berührt zu haben. Der Schauspieler hatte im Januar auf nicht schuldig plädiert (queer.de berichtete).

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Angebliches Opfer verweigerte die Aussage

Der Fall begann auseinanderzufallen, als das angebliche Opfer während einer Gerichtsanhörung am 8. Juli von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte. In US-Verfahren dürfen Personen nach dem 5. Zusatzartikel der Bundesverfassung die Aussage verweigern, um sich nicht selbst zu belasten. Konkret wollte der 21-Jährige vor Gericht nicht sagen, ob er oder eine andere Person Kurznachrichten der angeblichen Tatnacht von seinem Handy gelöscht hatte. Das Mobiltelefon, auf das die Spacey-Verteidiger Zugriff verlangten, sei außerdem nicht mehr auffindbar, behauptete der Mann. Bereits vor zwei Wochen hatte er eine Zivilklage gegen Spacey ohne Angabe von Gründen fallengelassen.

Direktlink | Über den Fall berichtete am Mittwochabend auch die Hauptnachrichtensendung von NBC

Für Spacey dürfte damit die Affäre noch nicht beendet sein: Noch immer stehen viele Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe auf junge Männer im Raum. Allerdings war der Nantucket-Fall bislang der einzige, der vor einem ordentlichen Gericht verhandelt wurde.

Gegen Spacey wurden im Rahmen der #MeToo-Bewegung seit Herbst 2017 mehrere Vorwürfe sexueller Übergriffe laut. Der Hollywood-Schauspieler soll es dabei auf junge Männer abgesehen haben. Die Welle ins Rollen gebracht hatte der offen schwule "Star Trek: Discovery"-Darsteller Anthony Rapp. Er berichtete, dass er vor drei Jahrzehnten als 14-Jähriger von einem angetrunkenen 26-jährigen Spacey bedrängt worden sei. Daraufhin veröffentlichte Spacey eine umstrittene Stellungnahme, in der dieser sich für die möglicherweise begangene Tat entschuldigte und sich als schwul outete (queer.de berichtete).

Nachdem immer mehr Vorwürfe publik wurden, zog sich der Oscar-Preisträger aus der Öffentlichkeit zurück – seine Karriere ist praktisch vorbei. Netflix ließ ihn in "House of Cards" nicht nur den Serientod sterben, sondern hält auch den abgedrehten Spacey-Film "Gore" über das Leben von Gore Vidal unter Verschluss. In Ridley Scotts ebenfalls abgedrehten Film "Alles Geld der Welt" wurde der Schauspieler nach dem Bekanntwerden des Skandals kurzerhand durch den 89-jährigen Christopher Plummer ersetzt. (dk)



#1 Ralph
  • 18.07.2019, 11:47h
  • Wenn ich zu Zeiten, als ich noch jung und knackig war, jede unsittliche Berührung zur Anzeige gebracht hätte, hätte ich viel zu tun gehabt. Und wenn ich einem Vergewaltigungsversuch zum Opfer gefallen wäre, hätte ich mir mit einer Anzeige nicht 30 Jahre Zeit gelassen.
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#2 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 18.07.2019, 12:06h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • ? Wenn du des zulässt und des für dich ok ist is des dein ding, keine frage, wenn mir irgend n Kerl ungefragt an den schwanz fasst gibt's im Zweifel aufs maul oder mit den Stiefel in die eier, passiert ja auch heutzutage noch viel zu oft.. Und wenn mir dann irgend so n faltiger Sack meint sagen zu müssen ich soll mich net so anstellen oder is ja nur spaß kann der typ aber sowas von davon ausgehen das n tag später die halbe stadt weiß was er für ein mensch is....
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#3 Ehrliche HautAnonym
  • 18.07.2019, 12:08h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • So sehe ich das auch.
    Und wie Du schon sagst:
    Als ich jung und attraktiv war, wurde ich auch schon mal an entsprechenden Orten und Etablissements auf etwas deutlichere Art und Weise zu sexuellen Handlungen aufgefordert.
    So What.
    Schlimmstenfalls habe ich mal auf die Fingerchen geklopft.
    Heute weiss ich bestens dass gerade ältere Männer es nicht leicht haben und deshalb manchmal etwas weiter gehen um auch noch ein bisschen Sex zu bekommen. Nicht jeder hat halt das Glück einen Partner zu haben.
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#4 Ehrliche HautAnonym
#5 NotMyBeerAnonym
#6 LotiAnonym
  • 18.07.2019, 12:58h
  • Antwort auf #4 von Ehrliche Haut
  • So falsch ist die Aussage des Users hier gar nicht. Mir ist sowas zwar nur einmal passiert in jungen Jahren, doch erst nach zweimaliger Aufforderung an den Grapscher habe ich ihn voll eine geklatscht. Erst dann war Ruhe im Karton. In den 70er Jahren wurde ein verdammt gutaussehender Freund von mir durch einen Bekannten, der schon bei der Fremdenlegion war in ein Keller gezerrt und vergewaltigt. Unser Freundeskreis kannte diesen Typ. Mein Freund erzählte uns davon und wollte von uns wissen, wie er sich nun verhalten soll. Alle sagten wir ihm spontan, er soll ihn Anzeigen wegen Vergewaltigung. Es hat tatsächlich was genutzt, denn der Typ wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Das war dem Typ eine Warnung. Nicht lange und er entschuldigte sich freiwillig bei dem Opfer.
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#7 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 18.07.2019, 13:18h
  • Antwort auf #5 von NotMyBeer
  • Aktion, Reaktion, Verhalten hat nun mal Konsequenzen... Warum sollte ich so n assi verhalten akzeptieren oder hinnehmen?

    Wenn des für euch ok geht das irgendwelche dahergelaufenen vollidioten euch zb von hinten durch die Beine greift is es euer Ding und ich gönn euch! Aver6 ich behaupte ja nichts was nicht stimmt, von daher ist mir eure Opfer/Täter Umkehr völlig egal, auch wenn des schon zeigt was für Geistes Kinder Ihr seit meine Reaktion zu verurteilen....! (Übrigens erstaunlich dass die Leute die bei jeder verbalen antihomo Aussage der afd aufschreien und Verbote und Sanktionen fordern die Reaktionen auf einen tatsächlichen Übergriff eines schwulen Mannes auf einen anderen schwulen Mannes verurteilen....)

    Und ja, so n ordentlicher hieb mit dem Schlüsselbund inner Faust ist da wahrscheinlich auch viel wirkungsvollen als ne Anzeige, zumal ich echt keine Lust habe oder einen Grund sehe warum ich wegen solchen deppen meine Zeit auf nem Revier verplempern sollte!

    Aber glücklicherweise scheint dieses Verhalten ja wirklich ein Generationsding zu sein, zumindest bei den von mir erlebten Vorkommnissen waren des immer kerle die - geschätzt von der Optik - die 50 schon weit überschritten haben!
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#8 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 18.07.2019, 13:21h
  • Antwort auf #6 von Loti
  • Bewährungsstrafe wegen Vergewaltigung ist doch ein Witz, sorry, da käme ich mir als Opfer verhöhnt vor ... Und ne Vergewaltigung ist auch echt nie zu entschuldigen! Ich bin echt froh das sich die Zeiten da geändert haben!
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#9 Ehrliche HautAnonym
  • 18.07.2019, 13:42h
  • Antwort auf #6 von Loti
  • Das meinte ich ja:

    Wenns krasser wird,eins auf die Finger hauen.
    Und was Vergewaltigung angeht.
    Da gibt es kein Pardon sondern direkt eine Anzeige.
    Das ist ja logisch.
    Aber dieses Theater, wenn mir mal ein Kerl an den Hintern oder in den Schritt gegriffen hat in Cruising Locations. Ne das fand ich nicht so schlimm.
    Da war ich drauf vorbereitet.
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#10 Ehrliche HautAnonym
  • 18.07.2019, 13:45h
  • Antwort auf #7 von QueerBierHere
  • "waren des immer kerle die - geschätzt von der Optik - die 50 schon weit überschritten haben!"

    Wundert mich nicht.
    Is scheisse, aber auch für die.
    Abgeschrieben zu sein tut weh.
    Wird Dir auch noch passieren, mach Dir keine Sorgen.
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