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"Islam ist bunt"

Berlin: Limonaden-Empfang mit schwulem Imam

Beim lesbisch-schwules Stadtfest wird sich am Wochenende auch Deutschlands erster offen schwuler Imam Christian Awhan Hermann vorstellen – und zum "Limonaden-Empfang" einladen.


Imam Christian Awhan Hermann will zeigen, dass auch der Islam bunt ist (Bild: privat)

Imam Christian Awhan Hermann wird am Samstag und Sonntag zwischen 11 und 22 Uhr auf einem Infostand auf dem lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin-Schöneberg seine Arbeit und die seines Vereins Kalima e.V. präsentieren. Unter dem Motto "Islam ist bunt" wird der Infostand an der Kalkreuthstraße – direkt neben dem Stand der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) – zu finden sein (Standnummer 242).

Kalima e.V. wird an dem Stand speziell für die Veranstaltung angefertigte Kalligrafien des Islamwissenschaftlers und Arabisten Andreas Ismail Mohr ausstellen und die Vereinsarbeit vorstellen. Darunter sind auch umfangreiche theologische Aktivitäten, Engagement in der Flüchtlingshilfe und die geplante Gründung einer eigenen Moschee.

Hermann hatte sich als Gemeindekoordinator in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit engagiert und ist seit August 2018 Imam. Er ist der erste offen schwule Deutsche, der als muslimischer Seelsorger arbeitet (queer.de berichtete). Im Dezember 2018 gründete er Kalima (queer.de berichtete). Der eingetragene Verein verstehe sich als "Anlaufstelle für zeitgemäß lebende, inklusiv denkende Muslim*innen im Allgemeinen und für LGBTIQ*-Muslim*innen im Speziellen". Man biete Gläubigen "Beratung, Unterstützung, Seelsorge und religiöse Praxis".

"Vielfalt limonadiger Geschmäcker feiern"

Für Sonntag lädt Hermann zusätzlich zum "muslimischen Limonaden-Empfang" an seinem Stand. "Ursprünglich wollten wir einen Bier-Empfang mit alkoholfreiem Bier ausrichten", sagte Imam Awhan mit einem Augenzwinkern. "Aber das könnte zu Missverständnissen führen… und das wollen wir natürlich nicht. Wir freuen uns darauf, verschiedene Limonaden mit illustren Gästen zu genießen und die Vielfalt limonadiger Geschmäcker zu feiern." Der Empfang beginnt um 17 Uhr.

Das lesbisch-schwule Stadtfest findet dieses Jahr bereits zum 27. Mal statt. Die LGBTI-Szene stellt sich auf 20.000 Quadratmetern in der Motz-, Eisenacher-, Fugger- und Kalckreuthstraße vor. Es werden mehr als 350.000 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt erwartet. (dk)



#1 VolksverdummungWatchAnonym
  • 18.07.2019, 15:48h
  • "Islam ist bunt" ... Was soll diese volksverdummende Propaganda?

    Wie bunt Islam ist, können die LGBTs in den islamisch regierten Ländern dieser Erde mit Horrorgeschichten beschreiben: Auspeitschung, Steinigung, Wegsperren, Aufhängen, zwangsweise Geschlechtsänderung, Folter, Ermordung ...
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#2 OdinAnonym
#3 AwhanProfil
  • 18.07.2019, 16:54hBerlin
  • Antwort auf #1 von VolksverdummungWatch
  • Solche hetzerischen Kommentare sind immer etwas ... bedauerlich.

    Tatsächlich ist der Islam vielfältig, pauschalisierende Verallgemeinerungen helfen niemandem.

    Und durch Islamophobie die ohnehin diskriminierten LGBTIQ*-Muslim*innen in Sippenhaft für das Handeln ultarorthodoxreligiöser Fanatiker zu verorten ist abzulehnen, weil de facto eine falsche Stigmatisierung in Form von Doppeldiskriminierung.

    Salam,

    Imam Christian Awhan Hermann
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#4 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 18.07.2019, 17:04h
  • Antwort auf #1 von VolksverdummungWatch
  • Ja, Religion ist immer sch###e, bin ich bei dir...

    Aber nein, auch der Islam ist keine homogene Masse und der in Deutschland lebende Muslime ist eben auch anderen Einflüssen ausgesetzt als einer in Ägypten...

    Mein Chef ist Moslem türkischer Herkunft und ich bin offen schwul, kein Problem, hab auch seine 2 ebenfalls muslimischen Kinder mitausgebildet, kein Problem, und auch in meinem engeren Freundeskreis hab ich einen gläubigen Moslem (der jetzt zb zwar kein Schwein isst, jedoch zugegebenermaßen Moscheen ablehnt)...

    Also ja, auch der Islam ist bunt weil eben auch dieser auf Einzelpersonen besteht... Das man in den Zeitungen/berichten nur anderes liest ist klar, man berichtet nur wenn es was zu berichten gibt...

    (das bedeutet natürlich nicht das Religionen keine probleme mit Homosexualität hat und ich möchte die bestehenden Problematiken nicht klein reden)
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#5 gastAnonym
  • 18.07.2019, 17:51h
  • Antwort auf #3 von Awhan
  • Nein Christian
    Entschuldige wenn ich mich hier einmische
    Die LGBTIQMuslime werden NICHT in Sippenhaft genommen. Ganz im Gegenteil. Sie erleiden in ihrer Religion oft schwerste Misshandlungen und Verfolgungen besonders in ihren Heimatländern
    Es sind nicht die LGBTIQ Muslime, es ist diese Lehre, diese Religion die ihnen solches antut durch Hassprediger und solchen welche die Worte des Koran eins zu eins übernehmen und danach handeln. Die verträumten poetischen Seitenwinkel dieser Religion - der Sufismus - Rumis romantische Dichtungen, die zugegeben eindrucksvolle Kalligraphiekunst - die mystische Musik - hat beispielsweise nicht den koptischen Christen geholfen denen am lybischen Strand die Kehle vor laufender Kamera durchgeschnitten wurde, hat nicht den zwei Touristinnen geholfen, die im Atlasgebirge getötet und geköpft wurden. Es sei dir unbenommen, deinen Glauben zu praktizieren aber bitte nicht länger relativieren, verniedlichen und bitte nicht verklären.
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#6 daVinci6667
  • 18.07.2019, 18:26h
  • Antwort auf #5 von gast
  • Klare Zustimmung meinerseits!

    Wie friedlich wäre doch die Welt gäbe es doch bloss keine dieser verdammten, verfluchten Religionen!

    So viel Krieg, Leid, Unglück wie diese bereits gebracht haben, gerade für uns LGBTI, kann man nur zum Schluss kommen, sie müssen vom Teufel höchst persönlich erfunden worden sein.
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#7 RheinparkProfil
  • 18.07.2019, 18:26hDüsseldorf
  • Antwort auf #5 von gast
  • Was nun die "wahre" Religion ist, liegt nicht an Dir, gast, zu bestimmen. So etwas gibt es nämlich gar nicht. Insofern hat dieser Imam schon recht - und Du hast selber ja Beispiele genannt - der Islam ist bunt; nämlich, wie jede andere Religion auch, Auslegungssache. Alle Seiten betreiben ein ihren Bedürfnissen, Vorlieben und Weltbildern entsprechendes Rosinenpicken aus vermeintlich "heiligen" Texten. Insofern verstehe ich es ohnehin nicht, wieso man sich dahin wendet, wenn man Sicherheit oder ein Fundament in der hektischen Welt sucht. Dann doch besser eine weltliche Philosophie wählen, die gar nicht erst behauptet, eines irgendwie gearteten höheren Ursprungs zu sein, und die Menschen nicht in Zugehörige und Unwerte spaltet. Statt LGBTQ-Muslimen oder -HUKis einfach mal nur Mensch sein!
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#8 QueerBierHereEhemaliges Profil
#9 gastAnonym
  • 18.07.2019, 21:20h
  • Antwort auf #7 von Rheinpark
  • Erklärst du bitte aus welchem Satz du heraus fabulierst was ich für die "wahre" Religion hielte?

    Stimmt das was ich geschrieben habe etwa nicht?
    Magst du keine Fakten? Kannst du es nicht ertragen die Wahrheit zu hören und zu lesen? Möchtest du die Berichte von mir zugeschickt haben oder sie selbst im Internet nachlesen?
    Bitte lesen (gilt auch im heiligen Koran als Aufforderung den Gläubigen gegenüber: LIES)und nicht politisch korrekt krakeelen und in die Tasten hauen. Wärst du und andere beim Islam auch so kritisch wie beim sogenannten Christentum, dem Buddhismus, dem Hinduismus, dann wäre dieses Land und der Rest von Europa vielleicht nicht in solch eine Schieflage geraten.
    Übrigens -
    Ich KENNE meine Schlächter!Ich hoffe, Du die DEINIGEN auch!
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#10 Alexander_FAnonym
  • 18.07.2019, 22:23h
  • Bemühungen wie diese des Imams sind immer etwas zweischneidig. Einerseits ist es sehr positiv, dass er jungen LGBTI aus muslimischen Familien einen Anlaufpunkt gibt, an dem sie sich verstanden fühlen und auch speziell auf deren ganz spezifische Bedürfnisse, Lebensumstände usw. reagieren kann. Es ist wohl einfach wichtig, dass es sie gibt, ebenso wie es christliche Vereinigungen wie "Zwischenraum" und "David und Jonathan" oder jüdische wie "Keshet" gibt.

    Ebenso wie bei letzteren sind diese Bemühungen andererseits aber wieder nicht nur eine Sisiphosarbeit des Ankämpfens gegen eine nicht zu leugnende, inhärente und auch mitunter tagtäglich gelebte Homophobie, die aus diesen Religionen hervorgeht, sondern auch eine Gratwanderung zwischen einerseits dem Willen, die eigenen Glaubensbrüder und -schwestern von der eigenen Position zu überzeugen und andererseits der Gefahr, deren fragwürdige Positionen zu relativieren, zu beschönigen oder in Schutz zu nehmen.
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