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Hoher Besuch
Stuart Milk beim CSD Berlin dabei
Der Neffe von Harvey Milk, der sich seit Jahrzehnten für LGBTI-Rechte engagiert, ist kommende Woche Stargast beim CSD in der Bundeshauptstadt.

Stuart Milk musste als 17-Jähriger erleben, wie sein Onkel Harvey getötet wurde – seither engagiert er sich in den USA und weltweit für LGBTI-Rechte (Bild: Harvey Milk Foundation)
- 19. Juli 2019, 13:22h 2 Min.
Zum 50. Jahrestag von Stonewall besucht Stuart Milk, der Neffe des legendären LGBTI-Aktivisten Harvey Milk aus San Francisco, den CSD in Berlin. Das teilte LGBTI-Aktivist Ralph Ehrlich am Freitag mit. Stuart Milk soll vom kommenden Mittwoch bis zum Sonntag in Berlin sein. Dort soll der 58-Jährige unter anderem bei der Eröffnung des CSDs am Samstag eine Rede halten. Mit der Einladung wolle der CSD "die Bedeutung von internationalen zivilgesellschaftlichen Engagement und Zusammenarbeit sichtbarer" machen, erklärte Ehrlich.
Stuart Milk setzt sich bereits seit längerem für das Erbe seines 1978 getöteten Onkels ein. Er ist einer der Gründer der Harvey Milk Foundation, die sich seit 2009 international für LGBTI-Rechte engagiert. Er hat bereits viele Reden in internationalen Foren gehalten, so etwa auch vor dem italienischen Parlament und dem britischen Oberhaus. Vergangenen Monat kam er nach Paris, als die Stadt im vierten Arrondissement den Stonewall-Platz und den Harvey-Milk-Platz einweihte.

Paris hat seit letztem Monat einen Harvey-Milk-Platz
Milk war 1977 der erste offen schwule Mann, der eine Wahl in den USA gewinnen konnte. Er zog damals in den Stadtrat von San Franciso ein. Ein knappes Jahr später wurde er im Alter von 48 Jahren im Rathaus von einem anderen Ratsmitglied erschossen, der auch den Bürgermeister tötete. Seitdem gilt er als Ikone und als Martyrer der LGBTI-Community in aller Welt. Ein Film über das Leben Milks mit Sean Penn in der Hauptrolle kam 2008 in die Kinos (queer.de berichtete). Die Produktion von Gus Van Sant erhielt zwei Oscars – für das beste Drehbuch und Sean Penn als besten Hauptdarsteller (queer.de berichtete).
Der Hauptstadt-Pride steht in diesem Jahr unter dem Motto "Stonewall 50 – Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme", nachdem das ursprünglich vorgesehene Motto ("Queer sind Berlin – Jemeinsam") in der Szene auf Ablehnung gestoßen war (queer.de berichtete). (dk)
Links zum Thema:
» Homepage CSD Berlin















Ich finde übrigens das Motto "Stonewall 50 Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme" viel besser als das zuerst angedachte. Da alle CSDs auf Stonewall zurückgehen, kann und sollte man gerade zum 50. Jahrestag daran erinnern. Und auch der Hinweis, dass alles mit dem eigenen Engagement jedes einzelnen beginnt und dass es auf jeden einzelnen ankommt, ist sehr wichtig. Denn viele scheinen aus Bequemlichkeit vergessen zu haben, wie wichtig das Engagement jedes einzelnen ist.
Für sich alleine kann man erst mal nicht viel bewegen. Aber wenn ganz viele aktiv werden, ist das in der Summe eine Masse, die niemand mehr ignorieren kann. Wir haben so viel Macht - wir müssen sie nur nutzen...