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Kommentare zu:
Queeres Jugendzentrum findet kein Zuhause


#1 Patroklos
  • 20.07.2019, 10:20h
  • Berlin ist die größte Stadt Deutschlands und warum sollte es da keine Räumlichkeiten für ein Queeres Jugendzentrum geben? Wenn man sich einmal die Anzeigen auf den gängigen Immobilienportalen so anschaut, dann wimmelt es nur so von freien und leerstehenden Objekten.

    Jedes Jahr wird in Deutschland gejammert, daß es so wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, dabei gibt es zahlreiche leerstehende Wohnungen, die schon seit Wochen oder Monaten auf einen Nachmieter oder einen neuen Eigentümer warten.
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#2 TomDarkProfil
#3 Ralph
  • 20.07.2019, 21:16h
  • In München ist der Immobilienmarkt mindestens so überhitzt wie in Berlin. Dennoch gibt es dort in unmittelbarer Nachbarschaft zum irrsinnig überteuerten Glockenbachviertel ein Jugendzentrum. Wie schaffen die das, was in Berlin nicht geht?
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#4 Patroklos
#5 Dont_talk_aboutProfil
#6 saltgay_nlProfil
  • 21.07.2019, 09:00hZutphen
  • Tja Patroklos klingt eher nach Hirtenkäse im Supermarktregal, was hier verzapft wird, ist zumindest alter Käse.

    Wie stellt sich denn der schwule Partybürgermeister Klaus Wowereit aus dem kleinbürgerlichen Lichtenrade zu solcher Problematik? Gar nicht, weil ihm als Parvenue das am Gesäß vorbeigeht. Seine Form der "Stadtentwickklung" hat er doch deutlich anlässlich einer Einweihung dieser unzähligen und unsäglichen Lofts im ehemaligen innerstädtischen Grenzbereich in das Mikrofon gesprochen. Für ihn besitzt die Schaffung hochwertigen Wohnraumes oberste Priorität, weil dadurch potente Investoren angezogen würden und durch diese Wirtschaftskraft viele neue Arbeitsplätze entstehen würden. Stimmt ja auch, nur dass die Heloten aus dem nahen Polen kommen. Sowie er das auch in seiner Kindheit erlebt hat. Die billige Putzfrau aus Ostberlin, welche mit ein paar Pfennigen pro Stunde abgespeist wurde, die sie dann in einer Wechselstube zum Kurs 1:5 in harte Aluchips der DDR umtauschte.

    Angesichts solcher Politik ist doch wohl einzusehen, dass man für solchen Sozialklimbim keinen Bedarf hat. Unsere Generation, Wowereit ist eine Woche jünger als ich, hat sich ja auch irgendwo befriedigt, auf Klappen oder in den Schwimmbädern.

    Der Neoliberalismus, welcher gerade in der SPD seine größten Förderer fand, hat eben dafür gesorgt, dass die Stadt nur für "Leistungsträger" da ist und nicht für Leistungsempfänger. Man beklage sich nicht. Im schönen Umland, zum Beispiel in Hundeluft oder Pissdorf, kann man auch gut leben.
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#7 Karl MurxAnonym
#8 investorAnonym
  • 21.07.2019, 15:40h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Sag' mal, wo hast Du denn die letzten,sagen wir mal, zwei Jahre gelebt?
    Du hast zwar mitbekommen, dass darueber "gejammert wird, dass kein (bezahlbarer) Wohnraum vorhanden ist" und dass es so viele leerstehende Wohnungen gibt, aber Du hast nicht mitbekommen, warum das so ist?
    Ich gebe Dir mal ein paar Stichworte:
    Spekulanten, die darauf hoffen, dass die Quadratmeter-Preise vielleicht (bzw. sicher) NOCH etwas mehr steigen, damit sie NOCH mehr Geld einnehmen koennen, Investoren, die (bestehende oder neue) Wohnungen kaufen/renovieren/bauen, und dann moeglichst gewinnbringend "verwerten" wollen, Wohnungsbaugesellschaften, die Wohnungen/Haeuser kaufen, und als erstes die Mieten erhoehen, bevor ueberhaupt irgendetwas renoviert wurde (nebenbei erwaehnt: in Suedamerika (genauen Staat weiss ich jetzt nicht) und Afrika wurde die Wasserversorgung "privatisiert" - Folge war, die Leute "duerfen" entweder immer noch zu "Zapfstellen" LAUFEN und das Wasser in Eimern nach Hause tragen, oder denen wird, wenn sie das Wasser nicht (mehr) bezahlen koennen, das Wasser abgedreht (hatte ich schon erwaehnt, dass der "Wasserversorger" recht fix den Wasserpreis erhoeht hat (ohne ueberhaupt etwas zur Versorgung der Leute unternommen zu haben?))
    Und dann moechte ich zur Beantwortung Deiner Frage noch darauf hinweisen, was es fuer einen Aufschrei (auch und besonders von den "Liberalen") gab, als Enteignung, bzw., genauer, Vergesellschaftung in die Diskussion geworfen wurde.
    Und jetzt nenn' mich ruhig einen "links-gruen-versifften Spinner", ist mir egal; aber nur so als Hinweis: Wir koennen so nicht weitermachen, egal ob's nun den Kapitalismus/die freie Marktwirtschaft betrifft, oder den Umweltschutz (in ALLEN Belangen; und der (Umweltschutz) haengt ja auch leider direkt mit dem Kapitalismus zusammen, bzw. davon ab)
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#9 GißlerAnonym
  • 21.07.2019, 15:59h
  • Antwort auf #7 von Karl Murx
  • So, dann findest Du das also in Ordnung, dass die Mieten so hoch sind, dass sich ein Durchschnittsverdiener schon fast keine Wohnung in groesseren Staedten mehr leisten kann (ausser natuerlich in gewissen Vierteln, in denen dann aber auch die "Creme-de-la-Creme" der unteren Mittel- oder Unterschicht lebt)?
    Weisst Du was? Ich wuensche Dir, dass Du mal mit den "nicht so tollen Randerscheinungen" unseres Gesell- und Wirtschaftssystem - buchstaeblich - "konfrontiert" wirst; dann wird Dir vielleicht auch mal klarwerden, dass die schoene "Konsumwelt" und -gesellschaft nur solange schoen ist, wie man anstandslos daran/darin mitmischen kann. Kannst oder willst Du es nicht (mehr) (weil Dir die Natur und Gerechtigkeit (nicht nur in D!) sehr wichtig ist, oder weil Du Burn-Out oder Depressionen hast, oder weil Du aus physischen Gruenden nicht mehr arbeiten kannst (gibt's ja auch)), stehst Du ganz schnell mit einem ganz kurzen Hemd da.

    Noch eine kleine Randnotiz zu Gerechtigkeit nicht nur in D:
    Vor einigen Tagen ging eine Meldung durch die Medien, dass "wir", so wurde es (zurecht!) gefordert, uns auch um die gerechte bzw. angemessene Bezahlung von auslaendischen (Textil-)Arbeitern kuemmern sollten (Unternehmerhaftung auch auf Subunternehmen bzw. Zulieferer ausweiten):
    Absolut Richtig! Weil "wir" ja staendig hinter den NOCH niedrigeren Angeboten herrennen muessen, sind Unternehmen ja quasi gezwungen in Entwicklungs)Laendern zu produzieren, und um noch etwas mehr Gewinn machen zu koennen, werden die Preise (bei den Produzenten dort) auch moeglichst tief gerdrueckt. Was dann zu den bekannten Folgen fuehrt. Und dafuer sind "wir" (mit)verantwortlich, durch unser "Konsumverhalten"
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#10 Karl MurxAnonym
#11 LotiAnonym
  • 21.07.2019, 18:08h
  • Antwort auf #10 von Karl Murx
  • Wenn Du schon auf solch eine Einklammerung im Beitrag reagieren tust, sollte Dir das Fragezeichen dahinter wohl aufgefallen sein. Im übrigen finde ich den Kommentar von Gißler vollkommen richtig und sehr zutreffend. Obwohl ich in einer Genossenschaftssiedlung wohne und seit 8 Jahren keine Mieterhöhung hatte, zog auch jetzt unsere Genossenschaft im Juni ganz schnell noch die Mieten nah oben an, da ja der Berliner Senat für 5 Jahre den Mietdeckel beschlossen hat. Wenn das so weitergeht in Berlin, dann sehe ich mich gezwungen bei meiner bescheidenen Rente mir die Monatsmiete vom Mund abzusparen. Oder soll ich mit Ende 70 nochmal Umziehen?
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#12 Karl MurxAnonym
#13 TheDadProfil
  • 22.07.2019, 08:45hHannover
  • Antwort auf #12 von Karl Murx
  • ""Zu verantworten hat die aktuellen Erhöhungen eure SED-Baumeisterin Lompscher!""..

    Äh ?
    Verantwortlich für die Mieten sind die Vermieter..
    Die dann denken, mit ihrem "Beton-Gold" könnten sie Renditen erwirtschaften die noch über denen lägen wie sie die Banken mit ihren "toxischen Papieren" erwirtschafteten, bevor das Ganze dann 2007 mit einer gewaltigen Blase zu platzen begann..

    Auch in Berlin gibt es schon seit 30 Jahren keine "SED" mehr, aber Dein Tonfall zeigt dann auch auf, aus welcher Ecke Deine "Auffassung" stammt..
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#14 BärlinerAnonym
  • 22.07.2019, 12:41h
  • Antwort auf #13 von TheDad
  • Lompscher trat 1981 in die SED ein.

    Lompscher hat es in ihrer jetzigen Funktion nicht ansatzweise geschafft, die zuvor verkündeten Ziele von neuen Wohnungen zu bauen / bauen zu lassen. Je mehr freier Wohnraum, desto geringer die Mieten. Nach ihrer Ankündigung eines Mietendeckels, wonach fünf Jahre die bestehenden Mieten nicht erhöht werden dürfen (was nicht nur Wohnungsbaugenossenschaften in arge Bedrängnis bring), haben natürlich alle Wohnungsverwaltungen Wohnungseigentümer darauf hingewiesen und eine Mieterhöhung vor dem Stichtag (18.06.2019) angeregt. Ohne die Ankündigung eines Mietendeckels hätte es Mieterhöhungen in diesem Umfang nie gegeben. Frau Lompscher hat bei der Schaffung von Wohnraum völlig versagt und mit ihrem Mietendeckel genau das Gegenteil erreicht. Und wenn der Mietendeckel nicht durchkommt, bleiben aber die erhöhten Mieten. Super!
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#15 LotiAnonym
  • 22.07.2019, 13:55h
  • Antwort auf #14 von Bärliner
  • Vollkommen zutreffend ausgeführt Dein Beitrag. Es gab dazu lauten Protest vom Vorsitzenden der Wohnungsbaugenossenschaften. Es kam noch vor Ende des Monats Juni Eine Mieterhöhungswelle. Meine Genossenschaft hätte keine Mieterhöhung vorgenommen. Sah sich unter den gegebenen Umständen regelrecht dazu gezwungen. Die Lompscher baut einen Mist neben dem andern. Schade eigentlich. Denn bisher bin ich politisch links eingestellt.
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#16 Daddy CoolAnonym
  • 22.07.2019, 15:00h
  • Krass ist auch das Geschwurbel der Schul- und Jugendsenatorin Scheeres (SPD):
    Erst mit großen Brimborium ein queeres Jugendzentrum ankündigen und dann zu wenig Geld für die Miete bereitstellen.
    Ganz ähnlich betreibt sie seit Jahren ihre Bildungspolitik: Programme für sexuelle Vielfalt an Schulen auflegen, aber nicht genug Schulplätze schaffen. So sind Schulplätze in Prenzlauer Berg und Friedrichshain-Kreuzberg seit Jahren knapp. Dort leben viele Regenbogen- und Patchworkfamilien, die ihre Kinder in 2 Haushalten im Wechelsmodell aufziehen. Nun werden die Kinder ab Klasse 7 (weiterführende Schule) klassenweise nach Grunewald und Charlottenburg geschickt. Unser Kind soll mit 11 Jahren jeden Tag, an dem er von seinem Wohnsitz beim Vater startet, 2 x über eine Stunde pendeln (vom Wohnsitz der Mutter sind es "nur" 2 x 45 Min.).
    Die Entscheidung der Schulbehörde bedroht die Existenz unserer Familienform, denn einen kurzfristigen, doppelten Umzug ins Villenviertel von Grunewald können wir uns einfach nicht leisten.
    So werden progressive Betreuungsmodelle allem Geschwätz von Gleichstellung der Geschlechter und sexueller Vielfalt ad absurdum geführt. Danke Rot-Rot-Grün!
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#17 TheDadProfil
  • 24.07.2019, 12:24hHannover
  • Antwort auf #14 von Bärliner
  • ""Lompscher trat 1981 in die SED ein.

    Lompscher hat es in ihrer jetzigen Funktion nicht ansatzweise geschafft, die zuvor verkündeten Ziele von neuen Wohnungen zu bauen / bauen zu lassen.""..

    Der erste Fakt stimmt wahrscheinlich, der Zweit Fakt vielleicht..

    Zu tun haben die beiden Fakten miteinander NICHTS !

    Denn in der derzeitigen Berliner Landesregierung gibt es keine "Minister der SED"..

    Wäre das so, dann hätte Adenauer damals auch "Minister der NSDAP" in seinen Reihen gehabt, doch ein anderer Fakt, nämlich das Verbot dieser Partei, wie hier auch die Auflösung der SED macht das unmöglich !

    Was dann nun die vermeintlich nicht erfüllten Aufgaben der Ministerin angeht..
    Das Ministerium baut gar keine Wohnungen !
    Es LÄSST bauen, es erteilt Baugenehmigungen, führt im Zweifel sogar Landeseigene Baugesellschaften, aber für die Erfüllung der Aufgaben der Baugesellschaften trägt sie nur POLITISCH die Verantwortung..

    Nun kann man weidlich darüber streiten, wer denn nun tatsächlich "versagt" hat..
    Die bestehenden Gesetze, die Baugesellschaften, oder die Ministerin ?
    Ich tendiere hier eben nicht zu letzterer, denn das Versagen der Bauwirtschaft ist Bundesweit zu beobachten !

    ""Je mehr freier Wohnraum, desto geringer die Mieten.""..

    Das ist ein seltsames "Argument", denn der Wohnungsmarkt ist nicht so "homogen" wie manche sich das hier vorstellen..
    Und in Zeiten dieser "Niedrig-Zins-Phase" wie wir sie derzeit immer noch "Dank" der Banken-Pleiten erleben müssen ist es einfacher Unfug den "Schwarzen Peter" an ein Ministerium oder deren Ministerin zu schieben, wenn doch die offensichtlichen verantwortlichen längst bekannt sind..

    ""(was nicht nur Wohnungsbaugenossenschaften in arge Bedrängnis bring)""..

    Äh ?
    Ein Blick in die Genossenschafts-Regeln im BGB, und in die einzelnen Statuten der Bau-Genossenschaften könnten dazu beitragen diesen Irrtum zu beseitigen..
    Denn Wohnungsbau-Genossenschaften bauen neue Wohnungen NICHT aus erwirtschafteten Mieten heraus, denn die dienen dem Unterhalt des Wohnungsbestandes..
    Neubau wir einzig aus den Genossenschafts-Anteilen der Mieter heraus vor-finanziert, und sind die Grundlage, das Eigenkapital für den Erhalt von Bau-Krediten der Kredit-Wirtschaft..
    Dazu kommt das sich solche Genossenschaften nicht "frei" in der Stadt verteilen dürfen, sondern auf "bevorzugte Stadtteile" begrenzt agieren dürfen, um anderen Genossenschaften nicht in die Quere zu kommen..
    Wenn hier nun die möglichen Bauplätze zu rar, oder auch einfach zu teuer sind, wird auch nicht gebaut..

    ""haben natürlich alle Wohnungsverwaltungen Wohnungseigentümer darauf hingewiesen und eine Mieterhöhung vor dem Stichtag (18.06.2019) angeregt. Ohne die Ankündigung eines Mietendeckels hätte es Mieterhöhungen in diesem Umfang nie gegeben.""..

    Auch schon vor diesem "Miet-Deckel" gab es Gesetze die eine Erhöhung von Bestands-Mieten prozentual begrenzten !
    Der Miet-Deckel selbst begrenzte die Erhöhung von Mieten bei Mieter-Wechsel..
    Hier werden Sachen vermengt, die nichts miteinander zu tun haben..
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#18 BärlinerAnonym
  • 25.07.2019, 15:02h
  • Antwort auf #17 von TheDad
  • "Wäre das so, dann hätte Adenauer damals auch "Minister der NSDAP" in seinen Reihen gehabt, doch ein anderer Fakt, nämlich das Verbot dieser Partei, wie hier auch die Auflösung der SED macht das unmöglich !"

    Üble Geschichtsklitterung! Die SED wurde nicht aufgelöst und hat sich auch nicht selbst aufgelöst. Sie hat am 4. Februar 1990 lediglich ihren Namen in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) geändert und im Juli 2005 in Die Linkspartei.PDS.

    "Äh ?
    Ein Blick in die Genossenschafts-Regeln im BGB, und in die einzelnen Statuten der Bau-Genossenschaften könnten dazu beitragen diesen Irrtum zu beseitigen..
    Denn Wohnungsbau-Genossenschaften bauen neue Wohnungen NICHT aus erwirtschafteten Mieten heraus, denn die dienen dem Unterhalt des Wohnungsbestandes..
    Neubau wir einzig aus den Genossenschafts-Anteilen der Mieter heraus vor-finanziert,"

    Nichts verstanden! Es geht nicht um Neubau, sondern den Unterhalt. Die meisten Wohnungsbaugenossenschaften halten ihre Mieten sozialverträglich so weit unten, dass der Erhalt der Gebäude gesichert ist und kein oder nur sehr geringer Gewinn gemacht wird. Da die Kosten für den Unterhalt der Gebäude jährlich steigen (z. B. durch steigende Löhne der Handwerker und der Angestellten der Genossenschaften), kann das jetzt unter dem Mietendeckel nicht mehr aufgefangen werden. Den Genossenschaften droht durch den Mietendeckel die Überschuldung. Deshalb könnten sie in arge Bedrängnis kommen.
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#19 TheDadProfil
  • 26.07.2019, 09:29hHannover
  • Antwort auf #18 von Bärliner
  • ""Nichts verstanden! Es geht nicht um Neubau, sondern den Unterhalt. Die meisten Wohnungsbaugenossenschaften halten ihre Mieten sozialverträglich so weit unten, dass der Erhalt der Gebäude gesichert ist und kein oder nur sehr geringer Gewinn gemacht wird.""..

    Exakt das ist das Ziel einer Genossenschaft..
    Dafür zu sorgen das alle etwas haben..
    Genossenschafts-Ziele formulieren sich dann in der Regel etwa so :
    "Ziel der Genossenschaft ist es Wohnungen zu bauen, zu unterhalten, und an Genossenschaftsmitglieder zu vermieten"..

    Faktisch arbeitet eine solche "Mietbremse" dann auch FÜR die Genossenschaften, und GEGEN die "Heuschrecken-Investoren" die nur in Beton-Gold investieren um Renditen an ihre Fonds auszuschütten..

    ""Da die Kosten für den Unterhalt der Gebäude jährlich steigen (z. B. durch steigende Löhne der Handwerker und der Angestellten der Genossenschaften), kann das jetzt unter dem Mietendeckel nicht mehr aufgefangen werden.""..

    Das ist nur zu einem Teil richtig, denn die Unterhaltskosten über Handwerker und Angestellte werden überwiegend über die Nebenkosten gedeckt so weit es die Wohnungen INNEN betrifft..
    Erst die Sanierung AUSSEN oder eine Modernisierung erhöht die Grundmiete..

    Eine Erhöhung der Grundmiete wegen tatsächlich entstandener Sanierungen ist aber auch über den "Miet-Deckel" gar nicht ausgeschlossen, sie kann nur nicht mehr "pauschal" für alle Wohnungen der Genossenschaft erhöht werden, sondern muß jeweils einzeln für jedes Gebäude angepaßt werden..
    Das "verkompliziert" für die Genossenschaften ihr bisheriges System in dem bislang ALLE Mieter einer Genossenschaft für die Kosten einer Sanierung an einzelnen Gebäuden über die Erhöhung einer Grundmiete eingestanden sind, was sich aus der "Zuschuß-Pflicht" des Genossenschafts-Vertrages für alle Genossenschafts-Mitglieder ergibt..

    Genossenschafts-Mitglieder sind dann auch ALLE Mieter, weil diese über den Kauf von Genossenschafts-Anteilen als "Miet-Sicherung" an der Genossenschaft beteiligt sind..
    Und damit die gleichen Pflichten haben wie die Mitglieder einer Genossenschaft, die keine Wohnung bewohnen, und nur Geld als Anlage in die Genossenschaft einbringen..
    Anteilig über diese Einlagen werden ALLE Mitglieder dann zur Kasse gebeten..

    Es lohnt sich also immer auch das Kleingedruckte in seinen Verträgen zu lesen..

    ""Den Genossenschaften droht durch den Mietendeckel die Überschuldung. Deshalb könnten sie in arge Bedrängnis kommen.""..

    Überschuldung droht immer dann, wenn man über seine Verhältnisse lebt..
    Das gilt dann auch für Genossenschaften und alle anderen Vereine..
    Man kann nur das Geld ausgeben, welches herein kommt, und hat nur begrenzte Kredit-Fähigkeit am Markt..

    Das in diesen Zeiten der Niedrig-Zinsen noch Bau-Kredite bedient werden, die zum Teil 25 Jahre alt sind, und Zinsen fordern die bei über 11 Prozent liegen, mit einer Tilgungsrate von 1 bis 2 Prozent, ist eigentlich ein Unding..

    Warum hier auch von Seiten der Bau-und Wohnungsgenossenschaften nicht längst reagiert wurde, ist nicht verständlich, aber garantiert auch Teil des Problems..
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