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Ricardo Rosselló

Nach Protesten: Puerto Ricos Gouverneur will nicht wieder kandidieren

Der Gouverneur, der unter anderem wegen homophober Chats in der Kritik steht, wirft das Handtuch – allerdings erst im Jahr 2021.


Gouverneur Ricardo Rosselló tritt im November 2020 nicht zur Wiederwahl an (Bild: Screenshot MSNBC)

  • 22. Juli 2019, 12:44h, noch kein Kommentar

Nach mehr als einer Woche täglicher Proteste gegen ihn will der Gouverneur von Puerto Rico bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr nicht antreten. Er trete außerdem als Chef der Regionalpartei PNP (Neue Progressive Partei) zurück, erklärte der Regierungschef des US-Außengebiets, Ricardo Rosselló, am Sonntag in einer Fernsehansprache. Seine reguläre Amtszeit läuft noch bis Anfang Januar 2021.

Seit Ende vorvergangener Woche gingen jeden Tag tausende Menschen in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan auf die Straße und forderten Rossellós Rücktritt, darunter auch Stars wie der schwule Sänger Ricky Martin (queer.de berichtete). Auch in anderen Städten des Karibikarchipels, das seit Jahren in einer schweren Finanzkrise steckt, sowie in den USA und Europa gab es Demonstrationen gegen den Gouverneur. Da der Gouverneur noch mehr als 16 Monate im Amt bleiben will, wird es wohl weitere Demonstrationen geben. Für Montag ist in San Jose bereits eine weitere Kundgebung angekündigt worden, die laut Journalisten die größte Kundgebung in der Geschichte des Außengebietes werden könnte.

Twitter / ricky_martin | Ricky Martin und andere Promis rufen zu neuen Protesten am Montag auf

Auslöser waren ein Korruptionsskandal in der Regierung sowie die Veröffentlichung privater Chat-Nachrichten zwischen Rosselló und einigen Vertrauten, in denen sie sich machohaft und abschätzig über verschiedene Personen äußerten; insbesondere frauen- und schwulenfeindliche Kommentare sorgten für Kritik - Rosselló beschimpfte etwa einen kritischen Journalisten und einen konkurrierenden Politiker als "Schwanzlutscher" (queer.de berichtete). Rosselló, der auf nationaler Ebene Mitglied der Demokratischen Partei ist, war unter LGBTI-Aktivisten bereits wegen seines Widerstandes gegen LGBTI-Aufklärungsunterricht an Schulen und seiner Ablehnung der Ehe für alle umstritten gewesen. (dpa/dk)

Mensaje especial como presidente del Partido Nuevo Progresista y gobernador de Puerto Rico.

Gepostet von Ricardo Rossello am Sonntag, 21. Juli 2019
Facebook / Ricardo Rossello | Die Rücktrittserklärung von Ricardo Rosselló