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Hanf als Heilpflanze

CBD-Öl: ein Hit in der LGBT-Community

Cannabidiol gilt als das ideale pflanzliche Mittel gegen psychische Leiden wie Depressionen oder Angststörungen – doch hält es, was es verspricht?


CBD wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen (Bild: Brian Shamblen / flickr)

Cannabis wird weltweit nicht nur aufgrund seiner berauschenden Eigenschaften konsumiert. Befürworter der pflanzlichen Droge schreiben ihr auch zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zu. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass Marihuana auch mit äußerst problematischen Nebenwirkungen wie etwa Psychosen oder Depressionen in Verbindung gebracht wird. Es scheint also Gift und Heilung zugleich zu sein. Das liegt daran, dass in Cannabis eine Reihe von Stoffen enthalten ist, die sich positiv oder negativ auf die Gesundheit der Konsumenten auswirken können. In letzter Zeit erhält besonders Cannabidiol viel Aufmerksamkeit, das mittlerweile aus den Pflanzen isoliert und zu einem Öl verarbeitet werden kann. Dieses Öl soll dann das ideale pflanzliche Mittel gegen psychische Leiden wie Depressionen oder Angststörungen sein. Die Hoffnungen, die in dieses Öl gesetzt werden, sind groß. Doch aus dem wissenschaftlichen Kanon gibt es neben Unterstützung auch Warnungen in Bezug auf die Nutzung von Cannabidiol. Hält der Stoff also, was er verspricht? Besonders für die LGBT-Community ist diese Frage relevant, denn hier findet das neuartige Öl überdurchschnittlich viel Anklang.

THC vs. CBD: Seite an Seite und doch gegeneinander

Bis vor kurzem wurde in Zusammenhang mit Marihuanakonsum kaum über CBD gesprochen. Im Scheinwerferlicht stand stattdessen THC, also Tetrahydrocannabinol, das für die berauschende Wirkung des Grases sorgt. Es handelt sich hierbei um eine psychoaktive Substanz, deren Wirkung der Konsument entweder als anregend oder beruhigend empfindet und die neben positiven Wirkungen auch unerwünschte Effekte mit sich bringen kann. So erhöht sich beispielsweise das Risiko, an einer Psychose zu erkranken. Der Antagonist dieses Stoffes ist das Cannabidiol, das derzeit stark gehyped wird. Beim regulären Konsum der Pflanze sorgt es dafür, dass das THC im Körper des Konsumenten langsam abgebaut und das Rauschgefühl gemindert wird. Cannabidiol-Öle zeichnen sich dadurch aus, dass sie deutlich mehr Cannabidiol als THC enthalten. Das bedeutet zum einen, dass sie nicht unter das Rauschmittelgesetz fallen, und zum anderen, dass sie ihre Nutzer nicht berauschen, sondern sie beruhigen. Da mit Cannabidiol bisher kein gesundheitlicher Schaden in Verbindung gebracht wird, ist der Konsum dieser Öle in der Theorie unbedenklich. Stattdessen werden CBD-Produkte mit zahlreichen positiven Wirkungen in Verbindung gebracht. Selbige Wirkungen sind für Mitglieder der LGBT-Community besonders relevant, da sie häufig an Krankheiten leiden, deren Symptome von Cannabidiol gelindert werden.

CBD gegen Depressionen

Aufgrund der immer noch fortwährenden Diskriminierung in der Gesellschaft sind Mitglieder der LGBT-Community überdurchschnittlich stark gefährdet, im Laufe ihres Lebens an Depressionen zu erkranken. Dabei sind häufig die Depressionen das geringste Problem: Denn die Behandlung dieser weit verbreiteten psychischen Krankheit lässt zu wünschen übrig. Antidepressiva verfügen über starke Nebenwirkungen, die die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen. Erkrankte sehen in CBD deshalb einen dezidierten Hoffnungsschimmer: Der pflanzliche Wirkstoff soll depressive Verstimmungen mildern oder gänzlich beheben, ohne beispielsweise den Sexualtrieb zu verringern. Es wirkt dabei auf das endocannabinoide System ein und hebt so die Stimmung der Betroffenen. Daneben sind Cannabidiol-Produkte, die im Meduni CBD Öl Test zu finden sind, wesentlich kostengünstiger als die meisten Psychopharmaka.

Stress und Angststörungen

In vielen Ländern besteht ein negatives gesellschaftliches Klima Mitgliedern der LGBT-Community gegenüber. Da ist es kein Wunder, dass viele sich in ihrem Alltag nicht mehr sicher fühlen. Neben Depressionen sind Angststörungen oder in schwächeren Fällen ein Gefühl von Stress die häufigsten psychischen Erkrankungen der Szene. Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung soll CBD auch gegen diese Probleme ein Wundermittel sein. Es lindert Angstgefühle und hilft auch bei damit einhergehenden Störungen wie beispielsweise Einschlafproblemen und Insomnien. Auch alltäglicher Stress, der nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat, kann bei Nutzung von Cannabidiol besser verarbeitet werden.

Nicht nur gut für die Psyche: CBD und körperliche Gesundheit

Die positive Wirkung auf das seelische Wohl des Nutzers ist also deutlich. Doch auch der körperliche Zustand kann sich durch die Einnahme von Cannabidiol verbessern. So wurde das Öl in seiner Reinform mit einer positiven Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System in Verbindung gebracht und scheint das Risiko der Konsumenten zu reduzieren, an Diabetes zu erkranken. Erkrankungen des Nervensystems wie beispielsweise Epilepsie können durch hochdosiertes, reinstes CBD überdurchschnittlich gut in den Griff bekommen werden. Der Inhaltsstoff der Hanfpflanze ist also ein richtiger Allrounder, der sowohl im Feld der psychischen wie auch physischen Gesundheit eingesetzt werden kann.

Nichts zu bemängeln?

Aufgrund seiner scheinbar ausschließlich positiven Eigenschaften halten viele CBD für zu schön, um wahr zu sein. Diverse Studien geben diesen Kritik an recht – zumindest in Bezug auf die überschwängliche Interpretation, die der Stoff derzeit erlebt. Dabei gibt es vor allem zwei große Einschränkungen, die gegen den allgegenwärtigen Enthusiasmus sprechen. Zum einen ist CBD keinesfalls als einziges Mittel gegen die diversen psychischen Störungen geeignet. Der Hype veranlasst möglicherweise Betroffene dazu, sich nur noch auf das pflanzliche Öl zu verlassen und weder einen Therapeuten aufzusuchen noch über die unterstützende Therapie mittels getesteter Psychopharmaka nachzudenken. Dabei sollten die Rollen umgekehrt sein: CBD kann sehr effektiv sein – wenn es als begleitende Therapie und nicht als Hauptheilmittel eingesetzt wird. Zum anderen entfaltet Cannabidiol seine volle Wirkung nur in äußerst hoher Dosierung und äußerst reiner Destillation. Die handelsüblichen Öle erfüllen diese Kriterien häufig nicht: Tests ergaben, dass in zahlreichen dieser Produkte ein höherer THC-Wert enthalten war als zugelassen und der CBD-Gehalt hingegen so gering, dass eine nachhaltige Wirkung kaum erzielt werden konnte. Das hat vor allem einen Grund:

Echtes, wirkungsstarkes CBD in Reinform wäre viel zu teuer, als dass Produkte auf dem derzeitigen Markt damit wettbewerbsfähig wären. Stattdessen kann man aktuell auf verschiedene CBD Konzentrationen zurückgreifen, wie dieser weitere Testbericht zu CBD zeigt.

Fazit: Cannabidiol hat in Bezug auf die Gesundheit seiner Konsumenten extrem hohes Potential. Noch steht seine Entwicklung jedoch am Anfang. Schädlich ist es wahrscheinlich nicht, CBD-Öl in geringen Mengen in seine Ernährung zu integrieren. Bei schwerwiegenden psychischen oder körperlichen Problemen ist allerdings immer noch eine professionelle Behandlung vorzuziehen.



#1 LotiAnonym
  • 22.07.2019, 13:27h
  • Da ich unter chronischen Schlafstörungen leide und vieles an Heilpflanzen in diesem Zusammenhang probiert hatte, was nicht half, stieg ich auf Melatonin um. Das hilft zwar, doch ist das Produkt welches ich benutze ( 5mg Kapseln Bio) nur in Österreich erhältlich. Nun besorge ich mir CBD Öl von Sensi Seeds und bin sehr zufrieden damit. Doch es hilft nicht beim Durchschlafen. Allerdings stelle ich erfreut fest, rauche ich ganz normal Cannabis, kann ich danach schlafen wie ein Murmeltier. Nun habe ich mir frech schon zum zweiten Mal eine Reihe von Ruderalis Indica Pflanzen auf dem Balkon gezüchtet. Nachteil. Sie können im Topf bis über zwei Meter hoch werden. Mein Glück ist, der Balkon ist im Sommer nur schwer von außen einsehbar durch viele Bäume drumherum.
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