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Ein skandinavischer Traum

Das Rogaland entdecken

Die Region im Nordwesten von Norwegen bietet sowohl im Sommer als auch im Winter allerlei spannende Sehenswürdigkeiten und tiefgreifende Naturerlebnisse.


Eine Symbiose aus Land und Wasser (Bild: Giuseppe Milo / flickr)
  • 22. Juli 2019, 17:01h, noch kein Kommentar

Die Provinz Rogaland befindet sich im Nordwesten Norwegens, direkt an der langgestreckten Küste. Dass diese Region entsprechend viele malerische Fjorde aufweist, verwundert kaum! Die Landschaft zeigt sich teils hügelig, teils eben, sie schmückt sich mit herrlichen Wasserfällen und hübschen, typisch norwegischen Städtchen. Die Hauptstadt Stavanger erstreckt sich vom Festland aus über mehrere bebaute Inseln.

Norwegen, das ist eine Symbiose aus Land und Wasser, alles fließt ineinander, zu einer pittoresken Komposition, die sich nur live erleben, aber nicht wirklich beschreiben lässt. Auch Rogaland fügt sich in dieses wundersame Bild ein, wer sich hier mit dem Auto oder dem Motorrad durch das teils menschenleere Land bewegt, der wird so manches Mal staunend stoppen und sich mit weit geöffneten Augen umsehen.

Die Norweger selbst haben diese verlockende Region längst als Urlaubsziel entdeckt, sowohl im Sommer als auch im Winter locken allerlei spannende Sehenswürdigkeiten und tiefgreifende Naturerlebnisse. Der Wasserfall Sandsfossen in der Nähe des Städtchens Sand stürzt sich zwar nur vier Meter in die Tiefe, trägt aber aufgrund seiner Breite enorme, tosende Wassermassen ins Tal. Die historischen Treppen für den Lachsfang befinden sich noch immer seitlich des Flusses Suldalslågen, der hier seinen Abschluss findet. Im Sommer lockt das ortsansässige Lachsstudio zu einem informativen Besuch: Es beinhaltet ein Unterwasserschaufenster, das dem neugierigen Besucher einen Blick auf die Lachse gewährt, die über die natürliche Treppe nach oben schwimmen, sowie eine museale Ausstellung.

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Ausflug zum "Dach von Rogaland"

Auch der Napen gehört zu den Attraktionen des Rogalandes, hierbei handelt es sich um den höchsten Berg der Provinz, der immerhin 1.350 Meter gen Himmel ragt. Die Bergspitze gewährt einen unverstellten Ausblick in sämtliche Richtungen: Ihren Namen "Das Dach von Rogaland" hat sich diese prominente Erhebung damit redlich verdient. Vielleicht reicht die Sicht sogar bis zur langgestreckten Küste von Jæren, ein Gebiet, das zahlreiche wunderschöne Sandstrände aufweist. Von hier stammt der berühmte norwegisch-isländische Seefahrer Erik der Rote, der um das Jahr 950 geboren wurde. Er gilt als der Entdecker Grönlands!


Das Rogaland lockt mit grandiosen Aussichten (Bild: Sjaak Kempe / flickr)


Eine Brücke führt über den Karmsund hinaus zur Insel Karmøy, die allerlei historische Überbleibsel aus alten Wikingerzeiten und ganz viel Ruhe zu bieten hat. Ähnlich entspannt geht es in Jørpeland zu, einer idyllisch gelegenen Kleinstadt, die ganz nebenbei der Geburtsort des norwegischen Kartenspielprofis Johnny Lodden ist. Als echtes Poker-Ass war er nicht nur Mitglied des elitären Teams PokerStars Pro, sondern er lehrte auch seinen Gegnern in der Online-Poker-Welt buchstäblich das Fürchten. Noch heute gilt er als einer der erfolgreichsten Kartenspieler ganz Skandinaviens! Jørpeland liegt an der Mündung des Flusses Jørpelandsåna, vor Ort befinden sich uralte Schiffs-Felszeichnungen aus der Bronzezeit und eine nostalgische Möbelfabrik aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Stavanger präsentiert sich lebendig und modern

Auch die regionale Hauptstadt Stavanger darf sich über mindestens einen berühmten ehemaligen Einwohner freuen: Der norwegische Politiker und Träger des Friedensnobelpreises Christian Lous Lange kam hier im Jahr 1869 zur Welt. Im Stadtzentrum lassen sich noch heute die historischen weißen Holzhäuser bewundern, die seit Jahrhunderten das Ortsbild prägten. Stavanger hat sich inzwischen als Hauptsitz für zahlreiche Ölfirmen etabliert, da die meisten großen Ölfelder Norwegens höchstens drei Stunden von der Stadt entfernt liegen. Entsprechend lebendig und modern präsentiert sich der wohlhabende Ort mit seinem Jazzfestival im Wonnemonat Mai und dem internationalen Kammermusik-Festival im Hochsommer.

Im Winter bietet sich Stavanger als Basislager für Ski- und Snowboardfreunde an, denn bis zur nächsten schneebedeckten Piste ist es von hier aus niemals weit. Ganz nebenbei befindet sich im Rogaland einer der schönsten Fjorde Norwegens, nämlich der Lysefjord, der am Wasserkraftwerk Tjodan endet. Dieses Kraftwerk erhielt bei seinem Bau eine zugehörige, höchst abenteuerliche Bergstraße, die in Kurven zum stillen See Andersvatn in 1.000 Meter Höhe führt. Moderne Technik und atemberaubende Natur liegen in Norwegen so nah beieinander, dass einem unbedarften Reisenden fast schwindlig wird!

Von Deutschland aus gesehen, ist Rogaland gar nicht wirklich weit. Mit der Fähre geht es von Kiel nach Oslo und dann mit dem Auto quer über den norwegischen Südzipfel. Schon allein die Anreise macht richtig Spaß, denn immer wieder gibt es auf dem Weg grandiose Aussichten zu genießen! Es lohnt sich also, die Koffer zu packen und einfach mal einem lang gehegten skandinavischen Traum zu folgen. Worauf warten Sie noch? (ak)