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Polizeibericht

Zwei Frauen in Neukölln homophob beleidigt

Zwei Männer stießen vor einem Geschäft rassistische und homosexuellenfeindliche Beleidigungen aus.


Erneut meldet die Polizei einen verbalen homophoben Übergriff in Neukölln (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 24. Juli 2019, 10:41h, noch kein Kommentar

Zwei Männer haben am Montagnachmittag nach Angaben der Berliner Polizei im Bezirk Neukölln zwei Frauen und einen Mann mit rassistischen und homophoben Sprüchen beleidigt. Gegen 14.30 Uhr seien die Frauen, 37 und 41 Jahre alt, auf der Weichselstraße an einem An- und Verkaufsgeschäft vorbeigelaufen. In diesem Moment hätten gerade zwei Männer das Geschäft verlassen. Einer der Männer habe dabei, in den Laden gerichtet, eine fremdenfeindliche Beleidigung ausgesprochen – der andere habe die beiden Frauen angesehen und homosexuellenfeindlich beleidigt.

Nach Angaben des Boulevardblatts B.Z. habe der eine Mann "Scheiß-Kanake" gerufen, der andere habe gesagt: "Scheiß-Lesben, euch sollte man den Schädel einschlagen."

Anschließend seien beide Männer auf Fahrräder gestiegen und hätten sich unerkannt in Richtung Sonnenallee entfernt. Nach Angabe der beiden Frauen habe sich zum Zeitpunkt der Beleidigung nur der Verkäufer im Geschäft befunden. Sie hätten daher angenommen, dass ihm die fremdenfeindliche Beleidigung galt.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Dieser Schritt ist bei Verdacht auf politisch motivierte Gewalt oder Hasskriminalität üblich.

Mehrfach Übergriffe in Neukölln

Erst Anfang des Monats hatte die Berliner Polizei über einen homophob motivierten Übergriff in Neukölln berichtet, bei dem ein Mann leicht verletzt wurde (queer.de berichtete). Eine Woche zuvor war in dem Bezirk eine lesbische Frau von einer Jugendgruppe attackiert worden (queer.de berichtete).

In der Bundeshauptstadt werden anders als in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)