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IGSV

Berliner Senat beschließt Maßnahmenplan für queere Vielfalt

Rot-Rot-Grün will mit 92 Einzelmaßnahmen die Akzeptanz von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten verbessern.


Der Grünenpolitiker Dirk Behrendt setzt sich als Chef der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung für LGBTI-Rechte ein (Bild: Grüne Fraktion Berlin)

Die Regierung der Bundeshauptstadt Berlin hat am Dienstag auf Vorlage von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) den Maßnahmenplan für die Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) beschlossen. Das Papier bilde die politische Klammer für die Arbeit des Landes Berlin gegen Homo- und Transphobie für die Jahre 2020/2021 und darüber hinaus, so der Senat. Er soll nun dem Abgeordnetenhaus zur Kenntnisnahme zugeleitet werden.

Der ressortübergreifende Maßnahmenplan enthält 92 Einzelmaßnahmen, etwa in der Präventionsarbeit, beim Kampf gegen homo- und transphob motivierte Gewalt, bei der Unterstützung von queeren Flüchtlingen, aber auch in weiteren wichtigen Bereichen wie Bildung und Pflege. Entwickelt wurde das Konzept mit einem intensiven Prozess, an dem auch die Bezirke und die LGBTI-Community beteiligt wurden. Der Maßnahmenplan solle dazu beitragen, "die geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung aller Menschen zu ermöglichen, Vielfalt wertzuschätzen und die Akzeptanz von und den Respekt vor Verschiedenheit zu fördern", gab der Senat bekannt. "Es geht dabei darum, dass alle in Berlin lebenden Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität, die Chance auf gleichberechtigte Teilhabe erhalten."

"Berlin setzt starkes Zeichen für Vielfalt"

"Berlin ist Regenbogenhauptstadt und betreibt seit 1989 aktive staatliche Politik für die Belange von LSBTI", erklärte Justizsenator Behrendt. Der vom Senat beschlossene Maßnahmenplan zeige, "dass Berlin es ernst meint: Berlin setzt ein weiteres, starkes Zeichen gegen Homo- und Transphobie und für die Wertschätzung der Vielfalt in unserer Gesellschaft".

Twitter / Dirk_Behrendt

Bereits 2016 hatte die rot-rot-grüne Regierung in ihrem Koalitionsvertrag Verbesserungen der seit 2010 bestehenden Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" (ISV) beschlossen. Vergangenes Jahr kündigte der Senat an, dass die Initiative im Namen um "geschlechtliche Vielfalt" erweitert und ab sofort IGSV heißen werde. Das Thema wurde auch im Abgeordnetenhaus debattiert; alle Parteien außer der AfD unterstützten das Vorhaben (queer.de berichtete). (dk)



#1 heteraquerEhemaliges Profil
  • 24.07.2019, 21:37h
  • Ah , gut ! Hier ein paar Tipps : Menschen gewöhnen sich an Dinge , wenn sie sie öfter zu sehen bekommen. Also brauchen wir mehr gleichgeschlechtliche Liebe in TV und Werbung. Außerdem muss das Thema seinen Weg in die Schule finden. Ich persönlich finde den Anblick von gleichgeschlechtlichen Küssen etc. sehr schön ( nicht schön im Sinne von " Guck mal wie süß , ist das nicht toll , dass das heute erlaubt ist..."- sondern weil dies etwas ehrliches/unverfälschtes, gesellschaftlich uneigennützliches hat und einem -wenn man bedenkt , was sonst so in der Welt passiert- gerade im Bezug auf Zuneigung unter Männern , eine Wärmflasche auf die Seele legt). Ich würde gerne mehr gleichgeschlechtliche Zuneigung in unserer Gesellschaft sehen und glaube , dass verschiedene sexuelle Orientierungen Teil eines Menschen sind , welche sich aufgrund unserer Individualität unterschiedlich stark ausprägen- und unterschiedlich sind wir grundsätzlich um uns in unserer Gesellschaft zu ergänzen.

    Mein Sohn ist zwölf und ich habe noch keine Ahnung welche Orientierung er hat ( er ist noch nicht wirklich in der Pubertät ), aber er ist ein philosophischer Schöngeist und Pferdeflüsterer und deshalb wäre ich über homosexualität nicht überrascht. Bei dem , was man hier im Internet über Coming-Outs lesen kann, muss man sich schon richtig Sorgen machen, wie das Kind im Falle des Falles zu leiden hätte.

    Also die Vorhaben von Berlin gerne auf ganz Deutschland ausweiten...z.B. auf Osnabrück !
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