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Kommentare zu:
Studie: Deutsche Behörden legen bei queeren Flüchtlingen viel Wert auf Klischees


#1 re2wfrwsfAnonym
  • 26.07.2019, 16:38h
  • So blöd diese Klischees sind, wenn es hilft, muss man als Flüchtling nur Folgendes tun.

    Regenbogen-Outfit anziehen, Handgelenke brechen, lady-like sprechen (von der bösen muslimischen Welt und der tollen westlichen Welt), davon erzählen wie toll der letzte passive Analverkehr war und schon wird man als männlicher Flüchtling anerkannt.

    Nach dem BAMF-Termin, kann man dann das Regenbogen-Outfit wieder ausziehen, die Hangelenke wieder zurechtrücken, wieder normal sprechen und sich auf das erste Mal freuen.
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#2 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 26.07.2019, 17:00h
  • Antwort auf #1 von re2wfrwsf
  • Shitstorm incoming in 3,2,1... @"normal" sprechen.... ;)

    Zum Thema: puh, ich würde sowas von durchrasseln ey.... Die Handhabung der Angelegenheit is aber auch schwierig, man kann Homosexualität schlichtweg nicht prüfen.... Und da im Alltagsleben eben nur die homosexuellen sichtbar sind (sprich: aus der Masse heraus stechen) die eben mehr den Klischees entsprechen is da natürlich ein falsches (sprich: limitiertes) bild vorhanden...

    Werden diese "Prüfungen" egtl in deutscher Sprache durchgeführt oder haben die wenigstens einen tauglichen dolmetscher?
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#3 LesenAnonym
#4 BaerchenProfil
  • 26.07.2019, 18:25hzuhause
  • Es ist einfach nur zum k....n...ich hasse dieses klischeehafte Schubladendenken. "...kann doch garnicht sein, Du siehst garnicht schwul aus..." höre ich selbst oft...MANN...nicht jeder rennt rum mit Handtäschchen und heiteitei.. antworte ich gewöhnlich obwohl ich oft denke: "...Vollhonks...ich würde am liebsten ausholen..." Ist doch so. Ich frage mich immer wieder woher die Hetenwelt nur diesen Quatsch her hat?
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#5 QueerBierHereEhemaliges Profil
#6 ErklärbärAnonym
#7 BaerchenProfil
#8 Homonklin44Profil
  • 26.07.2019, 19:11hTauroa Point
  • Unter dem Hintergrund der verbreiteten Unkunde und des Klischeedenkens in (immerhin) Behörden, muss man die Frage, welches Land rückständig ist, das, woher man fliehen musste, oder das, welches einen aufnehmen soll, schon mehrfach drehen und wenden. Ein Land, dass Menschen bedroht, weil sie unerwünscht lieben, m Vergleich zu einem, das Schwule nicht für schwul akzeptiert, weil sie nicht wie erwünscht schwul sind, die sind beide Male schlagseitig rückständig.

    Vermutlich haben die Behörden aber sowas wie Auflagen dazu, möglichst viele Anträge abzulehnen, und kommen so auf die Art Drangsaliermethoden.
    Oder da hocken tatsächlich die alten Zöppe drin, die anderswo keinen Posten mehr erhalten konnten, und am Telefon noch eine Wählscheibe benutzen!

    Die Sache mit den hostil eingestellten Dolmetschern höre ich auch nicht zum ersten Mal, und nicht nur in diesem Zusammenhang wäre das geläufig. Somalia, Eriträa ... und wenn der Übersetzer von einem verfehdeten Clan stammt, hat selbst ein am Leben Bedrohter keine Chance.
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#9 DramaQueen24Profil
  • 26.07.2019, 20:26hBerlin
  • Ein dreifach hoch auf dumme Vorurteile und Klischees, weil nur so junge LGBTIQ-Flüchtlinge ein Bleiberecht bekommen. Armutszeugnis für die BAmf.
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#10 PiakAnonym
  • 26.07.2019, 21:42h
  • Antwort auf #2 von QueerBierHere
  • Es gibt Dolmetscher, aber die sind oft selbst das Problem. Ich erinnere mich an eine Zeugenvernehmung, bei der die russische Dolmetscherin einfach irgendwelche Dinge zusammenphantasierte, die in der Sache nicht das geringste mit der Aussage zu tun haben konnte. Es half auch nichts, dass der Vorsitzende Richter, der selbst ein paar rudimentäre Russischkenntnisse besaß, sie mit hochrotem Kopf anbrüllte, dass sie das Gesagte übersetzen solle und keine Geschichten erfinden. Aber sie hat weiter stur auch kurze Antworten zu langen, rein spekulativen Geschehnissen ausgeschmückt, von denen sie sich offenbar vorstellen könnte, dass es so gewesen sein könnte (es ging um die Aufklärung eines Kündigungssachverhalts).
    Man stelle sich einen strenggläubigen Dolmetscher vor, der LGBTI-Dinge übsetzen soll ... die Horrorberichte sind nicht übertrieben, wie man von entsprechenden Behördenmitarbeitern erfahren kann, die das als Routine erleben.
    Problemlösung? Keine Ahnung, wohl nur viel mehr Geld für entsprechend geschulte und sensibilisierte Dolmetscher.
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#11 SchleicheRAnonym
#12 Ana NymAnonym
  • 26.07.2019, 22:56h
  • Antwort auf #2 von QueerBierHere
  • Ja es gibt Dolmetscher, die oft aus dem Raum des Asylsuchenden stammen und unter Umständen deutlich negativ gegen LGBTIQ+ eingestellt sind.
    Sie werden im Allgemeinen "solchen", also "unseren Leuten", nicht helfen.
    Warum sollen "solche" etwas in Europa bekommen was den "Guten" verwehrt wird.
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#13 Ana NymAnonym
  • 26.07.2019, 23:54h
  • Antwort auf #11 von SchleicheR
  • Es beginnt hier bei uns gerade, dass man erkennt, dass ein gewisser Anteil an LGBTIQ+ einer Abteilung, Arbeitsgruppe, Firma, Behörde, Universität, ... gut tut.
    Es gibt manchmal schon in Stellenanzeigenmit Zusätzen, dass eine bestimmte Gruppe bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden wird, darunter Behinderte, Frauen, Trans*menschen, usf.
    Leider ist in den Behörden nicht nur ein Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen, sondern auch was den Anteil der queeren (offen und engagiert damit umgehend) Mitarbeiter*innen betrifft.

    Bis genügend queere Dolmetscher*innen für die vielen Sprachen vorhanden sein werden, wird noch etwas dauern, und nicht jede*r will Dolmetscher*in werden. Außerdem müsste bei künftigen Einstellungsverfahren eben darauf Wert gelegt werden, das queere bevorzuge genommen werden, bis die Zusammensetzung in etwa der gesellschaftlichen Struktur entspricht.
    Doch es ist völlig richtig, dass unter bestimmten Umständen, die Behörde verpflichtet sein sollte, für ein*e passend*e Dolmetscher*in zu sorgen.

    Mich wundert es hingegen nicht, dass viele nicht LGBTIQ+ und sicher auch manche LGBTIQ+ selbst gewisse Klischees (an)erkennen andere aber nicht. Dazu trägt unter anderem das wenig fundierte Wissen über LGBT+ sowie die Art des Auftretens von uns auf z.B. einem CSD bei, ebenso wie Filme und Serien (insbesondere ältere), Theaterstücke, Komödien, ... - es bleibt aber wiederum Künstlern und Darstellern nichts anderes übrig als Klischees zu bedienen, um eine Botschaft ans Ziel zu bringen. Wir selbst versuchen auch gewisse Klischees zu bedienen, um zu zeigen, wir gehören hierzu oder dazu. Auch werden CSDs besser wahrgenommen, wenn es etwas bunter zu geht. Doch das ist ein Klischee: bunt, laut, schräg, schrill, merkwürdig, aufregend, ... so leben wir im Allgemeinen tagtäglich nicht, trotzdem braucht ein CSD genau diese schaustellerischen Aspekte: Wie sollen wir sonst Buntheit, Lebensfreude, unsere Lebensweisen und Vielfalt darstellen und ausdrücken?
    Außerdem: Die (visuellen) Medien, mit ihren Kurzberichten, suchen sich natürlich die Auffälligsten heraus und zeigen sie der Welt: "Schaut, das sind die LGBTIQ+-Leute!", "Und so ist ein CSD!" Vielleicht eine Art Loveparade oder Karneval?!
    Hat jemand schonmal die Kundgebung oder die Denkminute nachfühlbar in den Nachrichten gezeigt?

    "Heute möchten wir all jenen queeren Menschen weltweit gedenken, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Genders gefoltert, ins Elend gestürzt oder getötet worden sind!" Plakate, Transparente, Fahnen mit entsprechenden Bildern mit Gesichtern von Personen sind gut zu erkennen und dann eine Minute Stille, auch "an den Bildschirmen zu Hause".
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#14 alter schwedeAnonym
  • 27.07.2019, 08:19h
  • Antwort auf #6 von Erklärbär
  • Gabs aber auch schon vor Hallervorden und Kerkeling.

    In den 50gern, 60gern und 70gern existierten an den Dorfstammtischen in der Republik schon die beliebten Warmenwitze. Die fingen meist mit Detlev und Olaf an. (Detlev und Olaf sitzen gemeinsam im Bus usw. usf). Die Namen Detlev und Olaf genügten in der Regel schon, damit sich die Beisitzer der Stammtische schenkelklatschend vor Lachen verbogen.

    Es wundert mich deshalb etwas, daß das BamF nicht die Vornamen der queeren Asylbewerber in seine Entscheidungen mit einbezieht.
    Zur sicheren Anerkennung als schwuler Asylsuchender müßte damit eigentlich nach LEsart des BamF ein Name wie: Detlev Abujamal al Rashid zur Anerkennung als schwuler Asylsuchender reichen.
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#15 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 27.07.2019, 09:17h
  • @piak / ana nym

    Des is natürlich heftig oO

    Es fällt mir allerdings irgendwie schwer zu glauben das solche (mit trauriger Sicherheit existierenden) Fälle hier in Deutschland die norm sind bzw überhaupt in einem messbaren Bereich auftreten.. Das würde doch auf kurz oder lang auffliegen und den/die dolmetscher in Teufels Küche bringen!

    (heißt nicht das es solche Vorkommnisse nicht gibt oder ich den Einzelfall als nichtig betrachte, wo menschen im spiel sind wirds auch immer scheiß menschen geben)...

    Aber ich hab auch keine idee wie man den Vorgang optimieren könnte!
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#16 zundermxeAnonym
  • 27.07.2019, 11:47h
  • Antwort auf #11 von SchleicheR
  • Es wäre sicher eine wichtige Grundlage queere Dolmetscher*innen gezielt auszubilden.
    Vermute aber eher, dass Politik und Verwaltung auf solche Ideen nicht kommen wollen.

    Ein Verfahren zu entwickeln, dass ohne Fehlerquote festgestellt, wer queer ist, ist kaum möglich.
    Was mMn aber nicht die gängige Praxis entschuldigen sollte.
    Hier Klischees mit als Entscheidungsgrundlage für einen ablehnenden Bescheid zu benutzen, ist weder rechtsstaatlich noch fair.

    Das Klischee des äußerlich klar erkennbaren eher femininen Schwulen halte ich weniger für das Problem. Die gibt es zum Glück in unterschiedlicher Ausprägung als ein Teil des queeren Lebens.
    Problematisch ist es dann, wenn dies unreflektiert und dann bspw auch noch behördlich missbraucht wird um individuelle Menschen zu werten indem es als Maßstab angenommen wird.
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#17 TheDadProfil
  • 27.07.2019, 13:11hHannover
  • Antwort auf #3 von Lesen
  • ""oder haben die wenigstens einen tauglichen dolmetscher?"
    Das steht im Artikel.""..

    Oder auch eben nicht..

    ""Hinzu käme, dass viele queere Asylbewerber/innen erklärt hätten, dass ihre amtlichen Übersetzer/innen homo- oder transphob gewesen seien oder viele Details nicht übersetzt hätten, weil ihnen das Wissen über LGBTI-Themen fehle. "Zum Beispiel hat mir ein Somalier erzählt, dass seine Angst und Scham vor einem Coming-out sowie homophobe Äußerungen seines Übersetzers ihn davon abgehalten hätten, offen über seine sexuelle Orientierung zu reden", erläuterte Tschalär. Der Asylantrag des Mannes sei daraufhin abgelehnt worden, obwohl in Somalia Homosexualität mit dem Tod bestraft werden kann.""..

    Die Forderung aus diesen Erfahrungen muß dann lauten :
    Die Dolmetscher müssen von den Asylsuchenden selbst ausgesucht werden, oder von deren Rechtsvertretern..

    Es kann nicht sein das berechtigte Anliegen der Menschen "unter den Tisch fallen" bloß weil Behörden auf so genannte "amtliche dolmetscher" bestehen, die sich auf irgendwelchen Listen in diesen Behörden finden lassen..

    Wenn offenbar wird das Dolmetscher nicht, oder nicht richtig übersetzt, oder sich sogar homo-und trans*phob verhalten haben, dann sind diese von diesen Listen zu streichen..
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#18 goddamn liberalAnonym
  • 27.07.2019, 13:49h
  • "Muslimische homo-, bi-, trans- oder intersexuelle Asylbewerberinnen und -bewerber werden in Deutschland eher als Flüchtlinge anerkannt, wenn sie ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität klischeehaft darstellen."

    Das ist ein großes Problem und leider steckt in dem Satz schon selbst ein Klischee. Wenn z. B. in einem Land wie Tunesien sich 46% der jungen Leute als nicht religiös einstufen, dann ist allein schon das Attribut 'muslimisch' ziemlich problematisch, weil dunkeldeutsch orientromantisch.

    Sinn hier alle 'christlich', die einen Weihnachtsbaum aufstellen?
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#19 AllieAnonym
  • 27.07.2019, 15:08h
  • Antwort auf #6 von Erklärbär
  • Imo sind eher die Personen das Problem, die diesen uninformierten, klischeehaften, mitunter sogar beleidigenden, Darstellungen von z.B. Homosexualität, Trans*Identität oder schlicht und einfach nur Weiblichkeit (Diese Liste ließe sich noch ewig weiterführen) eine Bühne bieten.

    Die Entscheidungsträger*innen der Sender sind eben zum überwiegenden Teil weiß, cis-männlich und heterosexuell. Das führt in den meisten Fällen dazu, dass hauptsächlich Angehörige genau dieser Gruppe eingestellt werden, die dann beispielsweise als Autoren oder Programmdirektoren die Inhalte reproduzieren die sie kennen. Und dementsprechend falsch über Themen erzählen, von denen Sie nicht betroffen sind. Also Frau sein, nicht-hetero sein, "transsexuell" sein und so "Zeugs".
    Für die Repräsentation von verschiedenen Personengruppen gilt dasselbe. Weiße, heterosexuelle cis-Männer machen eben meistens Programm mit, über und für weiße, heterosexuelle cis-Männer.

    In der Film-(und Musik-)Industrie funktioniert es genau so. Deswegen haben die meisten Filme weiße, cis-männliche heterosexuelle Hauptfiguren. Und deswegen haben die meisten Actionfilme ebensolche Hauptfiguren, und die meisten Romantikfilme weibliche Hauptfiguren.

    Sich über einzelne Comedians aufzuregen, greift daher imo zu kurz. Es ist eben das komplette Mediensystem, das auf falsche und schädliche Repräsentation ausgerichtet ist.
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#20 Patroklos
#21 Ralph
  • 28.07.2019, 10:19h
  • Hier treffen zwei Probleme zusammen. Einerseits stammen Dolmetscher für Arabisch, Paschtunisch, Persisch usw. meist von dort, woher die Flüchtlinge kommen, und sind natürlich regelmäßig mit der dort üblichen Voreingenommenheit und moralischen Abwertung befrachtet, die ihnen anerzogen wurde. Das BAMF sollte deshalb in solchen Fällen auf Studenten der entsprechenden Sprachen zurückgreifen, die aus dem hiesigen Kulturkreis stammen und ihr Sprachstudium an einer hiesigen Uni absolvieren. Die Behörde, bei der ich arbeite, kann auf Stiudenten der Johannes-Gutenberg-Universität zurückgreifen. Die Uni hat das schon kurz nach Frau Merkels Grenzöffnung angeboten. Andererseits scheinen gerade beim BAMF besonders stark klischeebelastete Vorstellungen zu herrschen, wie (europäische) Schwule auszusehen und sich zu benehmen haben, was dann eins zu eins auf Araber, Afghanen, Perser usw. übertragen wird. Wer kennt nicht die überraschte Reaktion des klassischen Spießers: "Ach, Sie sehen gar nicht so aus", "Aber der wirkt doch ganz normal" und was es an Dummschwätzerei da noch so alles gibt. Grundlage derartiger Wie-Schwule-sind-Wahnvorstellungen dürften z.B. die üblichen Aufnahmen vom CSD sein, die ja praktisch nie Demonstranten zeigen, sondern fast immer nur Dragqueens, Filme à la "Käfig voller Narren" dämliche Witze auf AKK-Niveau - aber auch das Abtauchen der "normalen Schwulen" im Alltag, ein Verhalten, das die Sichtbarkeit oft auf Colliergriff und Huch-Detlev-Auftritte begrenzt.
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#22 HoffnungProfil
  • 28.07.2019, 11:44hWiesbaden
  • Und wieder die Verteufelung der "Feminität" bzw. "femininer" Schwuler oder im Allgemeinen. Und mich schockt es ehrlich gesagt dass keiner das hier so wirklich beanstandet, was einige von sich geben. Natürlich sind (vor allem negative) Klischees schlecht. Aber auch nur weil und wenn uns "die HETERONORMATIVE Bevölkerung bzw. Gesellschaft "uns", d.h. ALLE so sieht und sich vorstellt. Jeder ist aber so wie er ist. Keiner kann sich ändern und (fast) niemand verstellt sich. Ich würde mich selbst als "männlichen" (was auch immer das ist, wie wir wissen müsste man das auch erstmal definieren, vor allem wenn man sich mit non-binären und genderqueeren Menschen solidarisieren möchte) und finde "männliche" deutlich erotischer, dennoch akzeptiere und respektiere ich sie natürlich und tu nicht so als sei es was ganz schlimmes z.b. mit einer Handtasche rumzulaufen oder mit "gebrochenen" Händen. Falls das wider jemand verteidigt: nein, es wurde eindeutig abfällig über diese "Eigenschaften" oder "solche Leute" geschrieben. Dass man dann auch noch Komödianten beschuldigt, vor allem wie Hape Kerkeling. Der auch so ist wie er ist. Natürlich tut er das in manchen Sketchen auch übertrieben/überspitzt darstellen, aber im großen und ganzen würd ich euch Mal den Film: "Der Junge muss ab die frische Luft empfehlen". Vielleicht tut man da so ein bisschen seine eigene Identität wiederfinden oder wachrütteln. Es kommt immer drauf an, Comedians wie der (frühere) Bully Herbig hingegen sind höchst homophob in ihren Filmen etc.
    Und dann immer wieder diese Argumentation von "weiß, (cis-männlich) und hetero", diese Argumentationsweise mag wohl in Ländern wie Trump-Amerika funktionieren, (und da auch nicht immer) nicht jedoch in anderen wie Afrika, Asien oder in arabischen Ländern wo die Homophobie und damit auch die Klischees mindestens genauso hoch sind. Viele (die das benutzen) merken scheinbar nicht dass dieser Satz und "diese These" schon an sich höchst rassistisch und Schubladendenken ist.
    So, Mal abgesehen davon dass es natürlich unter aller Sau ist was das BAMF verlangt und nur so "Schwule" erkennen oder anerkennen will und quasi entweder sie zwingen möchte was von ihnen verlangt wird oder die eben dann "keine" für sie sind, worum's ja im Artikel geht. Aber wieder Mal kein Wunder unter der Leitung der Bundesregierung.
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#23 TheDadProfil
  • 28.07.2019, 11:50hHannover
  • Antwort auf #21 von Ralph
  • Volle Zustimmung..

    Wobei neben den Studierenden von Universitäten auch etliche LGBTTIQ- Migranten selbst für die Übersetzung zur Verfügung stehen dürften, die sich auch über entsprechende Netzwerke sehr leicht finden lassen werden..

    Das Problem ist ja nicht nur eines, welches aus dem Procedere im BAMF selbst heraus entsteht, sondern auch eines, welches sich durch mangelhafte Aufklärung der Asylsuchenden mit speist, denn die wissen sehr oft nicht, daß sie das Recht haben eine weitere Person ihres Vertrauens mit zur Anhörung mitnehmen können..

    Wenn diese Vertrauensperson dann noch korrekt übersetzen kann, um einem "amtlichem Dolmetscher" dann auch in die Parade fahren zu können, um so besser..
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#24 siehmalanAnonym
#25 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 29.07.2019, 16:18h
  • Antwort auf #24 von siehmalan
  • Oder es ist einfach ne völlig wertfreie Aussage weil nicht jeder permanent jede einzelne Aussage auf biegen und brechen mit Goldwaage auf etwaiges beleidigungspotenzial untersucht... Man muss nicht ständig überall direkt von böswilligkeit ausgehen, meiner Erfahrung nach reicht bei sowas n kleiner, freundlicher Hinweis und se merken selber das die Aussage vllt etwas unglücklich war....
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