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Polizeibericht
Homophobe Attacke mit Hitlergruß in der Straßenbahn
In Berlin-Weißensee wurde am Freitag ein betrunkener 57-Jähriger festgenommen, der weibliche Tram-Fahrgäste lesbenfeindlich beleidigt und eine Frau gegen die Tür der Straßenbahn gestoßen haben soll.
- 27. Juli 2019, 09:29h 1 Min.
Nach einer homophoben Beleidigung am Freitagabend in Berlin-Weißensee musste sich ein 57-Jähriger einer Blutentnahme unterziehen. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagvormittag.
Zeugenaussagen zufolge zeigte der Mann gegen 18.05 Uhr in einer Tram der Linie 12 an der Kreuzung Berliner Allee / Albertinenstraße / Pistoriusstraße mehrfach den Hitlergruß. Anschließend soll er zudem weibliche Fahrgäste lesbenfeindlich beschimpft und eine von ihnen am Unterarm gegriffen und sie gegen die Tür der Straßenbahn geschubst haben.
Tatverdächtiger hatte 2,1 Promille
Eintreffende Beamte nahmen deutlichen Alkoholgeruch bei dem aggressiven Mann wahr. Eine freiwillig durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab bei ihm einen Wert von etwa 2,1 Promille. Der Pöbelnde wurde anschließend in ein Gewahrsam gebracht. Hier musste er sich einer Blutentnahme und einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Danach konnte er seinen Weg fortsetzen. Die Frau blieb unverletzt.
In Berlin werden anders als in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)














