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Kommentare zu:
Bayreuther Festspiele: Buhrufe für schwarze Dragqueen


#21 DiffamierungAnonym
  • 27.07.2019, 23:34h
  • Hab gerade nochmal die Stelle mit dem Applaus und den Buh-Rufen auf Henning Queren's Twitter post angeschaut und angehört. Wenige waren das nicht, die gebuht haben.
    Auf der Bühne trägt Le Gateau Chocolat ein anderes Kostüm.

    Die Stelle außerhalb des Gebäudes ist in ihrer PAUSE gewesen, wo sie das Lied "Holiday" performte. Holiday = Feiertag. Und in IHRER PAUSE.

    Insofern kann man ihr weder ihr Kostüm in ihrer Pause diffamieren, noch ihr Auftritt auf der Bühne.

    Wäre ich dort gewesen, hätte ich zum Lied "Holiday" getanzt und hätte ihr hinterher zu dieser fetzigen, chilligen Pause gratuliert ;-)

    ©BuntesUndSchönes
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#22 DiffamierungAnonym
#23 SoeinfachistesnichtAnonym
  • 28.07.2019, 07:02h
  • So einfach ist die Sache nicht. Unabhängig davon, ob man den Einbau der Figur in das Stück gut findet oder nicht, so muss man eben sagen, dass es eine Figur/Rolle ist, die LGC gespielt hat, als Teil der Venustruppe. Da kann man jetzt nicht kommen und sagen, dass man als Schauspieler dieser Figur persönlich gekränkt ist, wenn man dafür nicht nur Ovationen bekommt. Entweder Figur oder Person, da muss man sich schon entscheiden, meine ich.
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#24 Jan_BlnAnonym
#25 FinnAnonym
#26 StulleAnonym
#27 ToreiAnonym
#28 Homonklin44Profil
  • 28.07.2019, 21:09hTauroa Point
  • Antwort auf #11 von DramaQueen24
  • Genau das ist es. Da haben die ihren traditionsgeheiligten "Tannhäuser" angegriffen gefunden, und können sich zu den Nixen und Nymphen einer traditionellen Venus halt keine ungewohnten Darstellerinnen denken.

    Und dazu wichsen's sich wohl noch einen auf die Moralgesetze, wie die in der Geschichte eine Rolle spielen.

    Die Aussage ..."wie ihr (noch immer) seid" hat die Buhrufe dann auch prompt erwidert, wie ein Spiegelzeig. Mögen sich die Festgesinterten in ihren häuslichen Kalksteinhöhlen darin erkannt haben. Ob's zum Nachdenken gereicht hat, ist eh fraglich.

    Eine Geschichte über Liebe hätte viel Potenzial zur Verständigung gehabt.
    Vielleicht muss man da bei Inszenierungen von Klassikern noch mal 300 Jahre ins Land schicken.
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#29 goddamn liberalAnonym
#30 LorenProfil
  • 29.07.2019, 01:38hGreifswald
  • Antwort auf #29 von goddamn liberal
  • "Traditionsgeheiligt" verstehe ich hier in dem Sinne, dass die meisten "Wagnerianer" zeitgenössische Interpretationen oder Bearbeitungen als "Regietheater" ablehnen. Ein Kunstverständnis, das musikalische Werke als feststehend und nicht interpretierbar betrachtet, was der Musikwissenschaft widerspricht und m.E. Musik zu einer "toten Kunst" degradiert.

    Baudelaire verteidigte Wagners "Tannhäuser" gegen Forderungen, die in Paris üblichen Ballette zwanghaft in jede Oper einzufügen und damit diese Oper in das dort damals übliche Schema zu pressen. Dass auch er Wagners "Überwältigungsmusik" verfiel, stellt ihn eine Reihe mit weitaus weniger angenehmen Persönlichkeiten, mag aber den ästhetischen Prinzipien des Dichters der "Les fleurs du mal" entsprochen haben.

    Wagner bediente sich sowohl beim "Tannhäuser" als auch beim "Fliegenden Holländer" bei Heine, was ihn allerdings nicht daran hinderte, ihn als "sehr begabten dichterischen Juden, der sich zum Dichter log", zu verunglimpfen. Für mich ein narzisstisch gestörter Egomane, der in seinen Libretti nachwies, dass er auf dem Gebiet der Dichtung Heine nicht das Wasser reichen konnte. Seine Idee des Gesamtkunstwerkes war eine originäre. Da ich bei Opern wie bei Liedern u.a. Text und musikalische Umsetzung gleichwertig betrachte, konnte er aus meiner Sicht seinen hohen Ansprüchen schwerlich mit seiner Dichtkunst genügen, auch wenn die Kulturindustrie schon aus Profitgründen Anderes suggeriert.
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