Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34153

Zypern

Bischof verteidigt Aussage: Analverkehr der Eltern führt zu schwulen Kindern

Der Metropolit von Morphou meint, dass Mütter "unnatürliche" Verlangen auf ihre Kinder übertragen könnten. Den weltweiten Spott darüber kann er nicht verstehen.


Metropolit Neophytos bei dem inzwischen weltweit berüchtigten Auftritt in einer Schule in Akaki

Ein Bischof der Kirche von Zypern hat absurde Aussagen zur Homosexualität, die ihn in der letzten Woche zur Zielscheibe von viralen weltweiten Spott machten, verteidigt: Gegenüber dem Portal politis.com.cy sagte der Metropolit von Morphou, Neophytos, am Freitag, diese Aussagen seien "die Position der Kirche und die Position der Heiligen der Kirche".

Die Zeitung "Cyprus Mail" hatte kurz zuvor von einem Auftritt des Bischofs vor Jugendlichen Ende Juni berichtet. Auf das Thema Homosexualität angesprochen, meinte Neophytos, es handle sich dabei um "ein Problem, das in der Regel von Eltern an ihr Kind übertragen wird". Dazu komme es, wenn das Paar während des Geschlechtsverkehrs oder der Schwangerschaft "unnatürlichen" Sex habe, womit er Analverkehr meine.

Wenn die Frau Analverkehr möge, dann werde "ein Verlangen geschaffen, das dann auf das ungeborene Kind übertragen wird", so der Bischof weiter. Ein Video des Vortrags ging zunächst in Zypern viral und wurde mit Spott übergossen – und mit zusätzlichen Fragen wie etwa der nach der "Entstehung" von Lesben. Dann folgten Berichte in Medien und Spott in sozialen Netzwerken weltweit.

In seiner neuen Stellungnahme betonte Neophytos noch, man solle sich seine gesamte Rede anschauen. In dieser verglich er Homosexualität laut "Cyprus Mail" mit einem Talent für Musik, das von einem Kind entwickelt werde. In der DNA würden viele Dinge aufgenommen, die ein Ungeborenes im Mutterleib mitbekomme. In seiner Rede hatte der Bischof seine These über die Entstehung von Homosexualität auf den "Heiligen Porphyrios" zurückgeführt. Der 1991 verstorbene griechische Mönch hatte Medienberichten zufolge Homosexuellen einst empfohlen, enthaltsam zu leben und für das Verschwinden ihrer Homosexualität zu beten.

Die orthodoxe Kirche Zyperns hatte erst vor wenigen Jahren gegen die Einführung von Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare gekämpft, für die das Parlament dennoch Ende 2015 stimmte (queer.de berichtete). Erzbischof Chrysostomos II. hatte unter anderem gemeint, dass Staaten, die Homo-Paare rechtlich anerkennen, damit die "moralische Integrität schwächen". Christen sollten "Homosexualität verdammen".

Auf Druck der EU hatte das Land 2004 ein Antidiskriminierungsgesetz eingeführt und 2002 das Schutzalter auf 17 Jahre vereinheitlicht. Die mit britischem Kolonialrecht eingeführte Kriminalisierung Homosexueller wurde zuvor erst 1998 aufgehoben – in der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, in der auch das Bistum Morphou liegt, erst 2014 (queer.de berichtete). Im aktuellen Jahresranking von ILGA Europe zu LGBTI-Rechten liegt Zypern auf Platz 33 von 49 Ländern. (nb)



#1 JohannbAnonym
  • 29.07.2019, 14:29h
  • Und wie bin ich dann entstanden: bin schwul, aber praktiziere keinen Analsex. Er gefällt mir weder aktiv noch passiv.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GerritAnonym
#3 FliegenAnonym
  • 29.07.2019, 15:45h
  • ...raus aus der Kirche egal was für ne Glaubensrichtung!!!! Die verdummen das Volk!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 BaerchenProfil
  • 29.07.2019, 15:54hzuhause
  • Ernsthaft jetzt? Noch lächerlicher geht es ja wohl nicht mehr...Was fällt diesen komischen Zeitgenossen denn als Nächstes ein? Das wir an der Erderwärmung schuld sind oder ähnliche Hirnschwurbeleien... solche Sexpraktiken waren meinen Eltern100%ig fremd, trotzdem bin ich zu 100% schwul...wie passt das denn jetzt zusammen??? Selten solch einen Unfug gehört...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MariposaAnonym
  • 29.07.2019, 16:27h
  • Alle heterosexuellen Kinder wurden und werden dann wohl höchstwahrscheinlich vom Storch gebracht ? Himmel hilf.....
  • Antworten » | Direktlink »
#6 schwulenaktivist
  • 29.07.2019, 16:32h
  • Wie kann man sich über so eine Äusserung aufregen, wenn man bedenkt, dass der alte Mann viel Theologie auswendig gelernt hat, aber sonst von der Welt nichts versteht. Er lebt in seiner Gotteswelt, deren Reich jeden Tag seit 2000 Jahren kommen wird... Amen
  • Antworten » | Direktlink »
#7 JadugharProfil
  • 29.07.2019, 18:05hHamburg
  • Antwort auf #6 von schwulenaktivist
  • Die Kirche hatte 2000 Jahre lang Zeit, etwas zu lernen, außer das was in den heiligen Büchern überliefert worden ist. Sie haben nie dazu gelernt! Der alte Bischof hatte auch einige Generationen Zeit gehabt, etwas zu lernen. Offenbar ist diese Organisation ein Verein für Vollidioten, oder sie besitzen kein Schamgefühl gegenüber Blamagen aufgrund ihrer Selbstherrlichkeit oder vielleicht auch Selbstdämlichkeit!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 dellbronx51069Anonym
#9 LotiAnonym
#10 Roman BolligerAnonym
  • 29.07.2019, 19:44h
  • Neophytos heisst er zum Vornamen, die neue Pflanze?

    Ist es nicht so, dass man die Ausbreitung von Neophyten mit ihren gefährlichen Eigenschaften zu verhindern versucht?

    Immerhin: Dieser zypriotische Neophyt ist mit seinem auf einen tiefen IQ hinweisendes Denken dermassen auffällig und daneben, dass jeder normal intelligente Mensch es sofort merkt, wenn seine Saat aufgeht.
  • Antworten » | Direktlink »