Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34173

"Ignorant und herzlos"

Mario Lopez entschuldigt sich für transphobe Äußerungen

Nach scharfer Kritik entschuldigt sich der Schauspieler für seine abwertenden Kommentare über Eltern, die ihre trans Kinder unterstützen.


Die Äußerungen von Mario Lopez gefielen vielen Konservativen – nach Kritik sagt der Schauspieler aber "sorry" (Bild: Screenshot Youtube / PragerU)

Der amerikanische Schauspieler Mario Lopez hat sich am Mittwochabend in einer Stellungnahme für transphobe Aussagen entschuldigt. Der 45-jährige Star aus Serien wie "California High School" oder "Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis" hatte einen Shitstorm ausgelöst, weil er es als "gefährlich" bezeichnet hatte, wenn Eltern ihre trans Kinder unterstützen (queer.de berichtete).

"Meine Kommentare waren ignorant und herzlos. Ich verstehe jetzt besser, wie verletzend meine Aussagen waren", so Lopez in seinem Statement, das er an mehrere US-Medien schickte. "Ich war immer ein Unterstützer der LGBTQ-Community und werde immer einer sein. Ich werde diese Gelegenheit nutzen, um mich besser über das Thema zu informieren. In Zukunft werde ich mich nachdenklicher äußern."

- Werbung -
Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Kritik von LGBTI-Aktivisten

Seine transphoben Aussagen hatte er bereits im Juni in der Sendung der konservativen Moderatorin Candace Owens gemacht, sie wurden aber erst diese Woche in sozialen Medien zu einem Thema. Viele Nutzer zeigten sich empört über Lopez. So erklärte Karamo Brown, einer der Fab-Five der Netflix-Serie "Queer Eye", dass er enttäuscht über die Äußerungen von Lopez gewesen sei. "Als Sozialpädagoge habe ich gelernt, wie man Vernachlässigungen oder Misshandlungen eines Kindes feststellt. Ein gesunder und sicherer Dialog mit Kids ist nie Missbrauch oder Vernachlässigung oder eine Gefahr", so Brown auf Twitter.

Twitter / Karamo

Auch LGBTI-Aktivisten zeigten sich empört über Lopez' Äußerungen: "Die wirkliche 'Gefahr' besteht darin, wenn ein Promi seine öffentliche Plattform dafür nutzt, um sich gegen eine marginalisierte und gefährdete Gruppe von Kindern auszusprechen", erklärte etwa die queere Organisation GLAAD.

Trump Jr. gefielen transphobe Äußerungen von Lopez

Unterstützung für seine inzwischen zurückgezogenen Aussagen erhielt Lopez dagegen vom Clan des Präsidenten: Donald Trump Jr., der Sohn des US-Staatschefs, schrieb am Mittwoch auf Twitter: "Ich kann buchstäblich nichts Falsches bei der Aussage von Mario Lopez entdecken, das diesen Aufschrei des Mobs, der ihn nur vernichten will, rechtfertigen würde."



Moderatorin Candace Owens erklärte auf Twitter, dass Lopez "gemobbt" worden sei, damit er eine Entschuldigung verfasst. "Linke sind KRANK", schrieb die 30-Jährige weiter.



Lopez ist in den USA auch als Moderator von Klatsch-Nachrichtensendungen bekannt. Er präsentierte jahrelang das Magazin "Extra" und ist seit letztem Monat einer der Moderatoren der populären Sendung "Access Hollywood". (dk)

Direktlink | Im Entertainment-Kanal E! wurden die Äußerungen von Lopez diskutiert



#1 Patrick SAnonym
  • 01.08.2019, 12:11h
  • Die Aussage an sich war schon dumm bis ahnungslos, eine Vermischung von Sexualität und Identitat. Für mich schon Grund genug, ihn für völlig unqualifiziert zu halten, um über dieses Thema öffentlich zu philosophieren.

    Dass er aber jetzt auch noch einknickt und sich entschuldigt, also nicht zu dem steht, was er gesagt hat, zeigt auch, dass er völlig charakterlos und opportun ist und der Moderatorin nach dem Mund geredet hat. Einfach lächerlich dieser Z-Promi.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LotiAnonym
#3 Still_Ith
  • 02.08.2019, 09:08h
  • Antwort auf #1 von Patrick S
  • "Dass er aber jetzt auch noch einknickt und sich entschuldigt, also nicht zu dem steht, was er gesagt hat, zeigt auch, dass er völlig charakterlos und opportun ist und der Moderatorin nach dem Mund geredet hat. Einfach lächerlich dieser Z-Promi."

    Stimmt auffallend, das ist Haltung, wie wir sie uns auch von CDU/CSU und dem Vatikan wünschen: Wenn du einmal dagegen warst, dann bleibst du gefälligst dagegen, weil du sonst ein Weichei bist ^^
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FinnAnonym
  • 03.08.2019, 10:43h
  • Nachher ist es auf einmal nie so gemeint.

    Wie solche Leute wirklich ticken, zeigen sie, wenn sie ungeniert drauf los reden. Und sobald dann ihre Marketing-Berater ihnen klar machen, dass das für ihre Karriere (und Einkommen) nicht so gut ist, ist plötzlich alles ganz anders.

    Aber wie sie wirklich ticken, haben sie davor schon gezeigt. Jemand, der nicht so denkt, kommt gar nicht auf die Idee, sowas zu sagen. Und wer das nicht eh "auf seiner Festplatte" hat, dem rutscht sowas auch nicht "versehentlich" raus.
  • Antworten » | Direktlink »