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Australien

Homophober Rugbyspieler Israel Folau verklagt Verein und Verband

Jetzt macht das wegen Homophobie gefeuerte Rugby-Ausnahmetalent ernst: Israel Folau verlangt vom Rugbyverband zehn Millionen Dollar und fordert, wieder spielen zu dürfen.


Israel Folau (auf Foto mit Ball) will sich in Liga und Nationalmannschaft klagen – und nebenbei noch zehn Millionen Dollar mitnehmen (Bild: www.davidmolloyphotography.com / flickr)

Der australische Rugbystar Israel "Izzy" Folau hat am Donnerstag rechtliche Schritte gegen seine Entlassung eingeleitet. Der 30-Jährige war im Mai wegen Beleidigung Homosexueller vom Rugbyverband gefeuert worden und spielt seither weder in der nationalen Liga noch der Nationalmannschaft (queer.de berichtete).

Folau verklagt seinen ehemaligen Verein, die in Sydney beheimateten New South Wales Waratahs, auf Wiedereinstellung und den Dachverband "Rugby Australia" auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro). Der evangelikale Christ argumentierte, er sei wegen seiner Religion gefeuert worden, was einen Verstoß gegen das nationale Antidiskriminierungsgesetz darstelle.

Auf Twitter bestätigte der Sportler die Klage und erklärte: "Gott gibt mir Kraft für den vor mir liegenden Weg."



Die erste Anhörung zu dem Fall soll bereits am 13. August in Melbourne stattfinden. Seine Anwälte haben erklärt, ihr Klient habe lediglich von seiner Redefreiheit Gebrauch gemacht und seinen Arbeitgeber nicht direkt geschädigt. Vielmehr habe er "gesetzlich erlaubte religiöse Inhalte" verbreitet. "Herr Folau ist ein überzeugter Christ, was alle Vertragsparteien bereits vor Abschluss des Vertrages wussten", heißt es in der Anklageschrift. "Rugby Australia" wird dagegen voraussichtlich argumentieren, dass sich Folau nicht an die internen Verhaltensregeln gehalten habe und die diskriminierenden Äußerungen dem Ansehen des Rugby-Sports und den Sponsoren geschadet hätten.

Folau droht Homosexuellen Hölle an


In sozialen Netzwerken drohte Folau Homosexuellen mit der Hölle, sofern sie nicht seinen Glauben annehmen

Immer wieder hatte Folau unter Berufung auf seine christlichen Überzeugungen homosexuellenfeindliche Äußerungen getätigt und damit Proteste ausgelöst. So drohte er Schwulen und Lesben wiederholt mit der Hölle, sofern sie ihre sexuelle Orientierung nicht änderten und sich dem Christentum zuwendeten. Außerdem verglich er in einem Eintrag auf Instagram Schwule und Lesben unter anderem mit Lügnern und Dieben.

Die homophobe Organisation "Australian Christian Lobby" hatte für den Sportler Spenden gesammelt, damit er sich die Klage leisten kann (queer.de berichtete). Insgesamt kamen so 2,2 Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) zusammen. Die Spendensammlung wurde teils mit Unverständnis und Häme aufgenommen, weil Folau vergangenes Jahr der bestbezahlte Rugbyspieler der Welt gewesen war. (dk)



#1 DramaQueen24Profil
  • 01.08.2019, 18:53hBerlin
  • Andere Menschen zu beleidigen, die Hölle anzudrohen, und das im Namen eines eingebildeten Gottes hat nichts mit Religionsfreiheit, oder Redefreiheit zu tun. Er hat einen Vertrag unterschrieben, worin steht, sich an bestimmte Dinge zu halten. Er hat den Vertrag gebrochen, wurde mehrmals ermahnt, aber er machte weiter. Nun bekam er die Quittung. Sein Verhalten zeigt, dass er sich als unangreifbar hält (wegen seines Glaubens?). Und, dass Religioten für ihn sammeln, zeigt doch, dass es nur um Macht geht!
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#2 matsAnonym
#3 BaerchenProfil
  • 01.08.2019, 20:47hzuhause
  • Jaja Hölle...komme ich nach seiner Meinung nach hin, dann steigt der Teufel demütig von seinem Thron, verneigt sich und flüstert voller Ehrfurcht:"...wilkommen zurück Meister!" Aber mal im Ernst...merkt dieser Knallkopp eigentlich nicht wie lächerlich er sich mit seinem unsinnigen Geplapper macht?
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#4 Flo_Anonym
  • 01.08.2019, 22:30h
  • Dann gründe ich eine Religion, in der es erlaubt ist Menschen zu schlagen und dann mal schauen was damit passiert. Also sowas unter Religionsfreiheit zu betrachten ist echt dämlich.
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#5 DramaQueen24Profil
  • 02.08.2019, 08:20hBerlin
  • Antwort auf #2 von mats
  • Selbst der Teufel will so ein homophobes A*** nicht in der Hölle haben, und Petrus würde ihm den Zugang zum Himmel verweigern. Was also bleibt als Bleibe für ihn übrig? Fantasy Island!
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#6 DramaQueen24Profil
#7 Ralph
  • 02.08.2019, 15:08h
  • Er wurde gefeuert, weil er seine berufliche Stellung und sein sportliches Ansehen missbraucht hatte, um Hass gegen eine soziale Gruppe zu verbreiten. Das ist alles. Fertig. Jede andere Entscheidung wäre ein Skandal gewesen.
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#8 DramaQueen24Profil