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"Stoppt den Hass"

Demo nach homophober Gewalt beim CSD Stuttgart

Nach mehreren offenbar aus Hass motivierten Attacken um den CSD planen Aktivisten eine Kundgebung für Freitagnachmittag.


Stuttgarter LGBTI-Aktivisten rufen für Freitagnachmittag ab 17 Uhr zu einer Kundgebung auf, um gegen homo- und transphobe Gewalt zu protestieren. Hintergrund sind mindestens drei Attacken auf schwule Männer am Rande des CSDs am vergangenen Wochenende. Zur Demo laden neben den Veranstaltern vom Projekt 100% Mensch auch die Jugengruppe Queerdenker, die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) Baden-Württemberg und der CSD Stuttgart ein (mehr Infos hier).

Ein gewalttätiger Vorfall ereignete sich am Samstag nach der CSD-Demo. Ein 36-Jähriger berichtete in den "Stuttgarter Nachrichten", dass er und einige Freunde im Leonhardsviertel erst aus einer Gruppe von fünf bis sechs unbekannten jungen Männern heraus mit "schwul oder was?" angesprochen worden sei und danach von hinten einen Schlag auf den Kopf erhalten habe. Am Montag erstattete er Anzeige bei der Polizei. LGBTI-Aktivisten berichten zudem von mindestens zwei weiteren gewalttätigen Attacken während des CSD und danach.

"Diese Vorfälle zeigen leider, wie stark Homo-, Bi-, Trans* und Interfeindlichkeit noch immer in der Gesellschaft verankert sind und wie Äußerungen von rechtsextremen Parteien und radikal fundamentalistische Religionsauslegungen zur Gewalt anstacheln", erklärten die Organisatoren der Kundgebung. Man wolle sich daher öffentlich gegen diesen Trend wehren.

Eine Attacke auf den CSD in Stuttgart hatte im Vorfeld die AfD gestartet: Eine Landtagsabgeordnete der Rechtsaußenpartei hatte Homosexuelle aufgefordert, sich von der Veranstaltung zu distanzieren (queer.de berichtete).

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Besonderer Dank an Türkische Gemeinde

Besondere Solidarität sprachen die Organisatoren der Türkischen Gemeinde aus, "die wegen ihrer Teilnahme am CSD Stuttgart starken Anfeindungen ausgesetzt ist". Die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg hatte bereits 2015 das vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekt "Kultursensible sexuelle Orientierung" ins Leben gerufen und ist seit 2016 beim CSD dabei (queer.de berichtete). (cw)