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Kommentare zu:
Sexuelle Bildung muss Stereotype überwinden


#1 KnüppelsackAnonym
  • 04.08.2019, 15:33h
  • Ist die Anekdote mit dem "mehrheitsdeutschen jungen Mann" eine didaktische Formel oder hat sich die geschilderte Geschichte real so zugetragen?
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#2 YannickAnonym
  • 04.08.2019, 15:45h
  • "Angebote müssen freiwillig sein
    [...]
    So fragten geflüchtete Jugendliche zuweilen und zu Recht -, warum sie nun gerade dieses sexualpädagogische Angebot besuchen müssen, ob man denn denke, dass sie besonders übergriffig seien."

    Ähm... Nein...

    Genauso wie an jeder Schule der Sexualkunde-Unterricht Teil des Biologie-Unterrichts ist und kein optionales Zusatzangebot, so kann man ja auch von Migranten erwarten, dass sie Kurse besuchen, wo sie erfahren, wie diese Themen hierzulande gehandhabt werden.

    Damit wird ja niemand unter Generalverdacht gestellt.

    Es gibt gerade bei bestimmten Kulturkreisen immer wieder Versuche, Kinder und Jugendliche von bestimmten Inhalten (z.B. Sexualkunde) fernzuhalten. Aber auf sowas sollte man sich nicht einlassen. Das ist Teil des deutschen Bildungssystems, was lange erkämpft wurde und womit man exzellente Erfahrungen gemacht hat. Da sollte man das nicht plötzlich freiwillig machen, nur weil das manchen Leuten nicht gefällt.

    Wo landen wir denn, wenn jeder Bürger für sich selbst entscheiden kann, was er sinnvoll findet und was nicht, woran er sich halten will und woran nicht, etc.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 04.08.2019, 15:46h
  • Antwort auf #1 von Knüppelsack
  • Gute Frage.

    Die Frage ist auch, ob wer überhaupt 'mehrheitsdeutsch' sein soll? Fallen da z. B. auch 'Ruhr-Polen' oder Sorben mit rein?

    Das Eigenlob ist zudem eigenartig, bei allem Respekt vor dem guten Willen, der hier sicher sichtbar wird.

    "Gut" ist das Konzept der Intersektionalität sicher nicht. Es verkennt z. B. den Universalitätsanspruch von Religionen wie Islam und Christentum, die sich nicht in eine Sektion einsperren lassen (auch was die Sexualmoral angeht).

    Das damit verbundene US-amerikanische Konzept der 'Whiteness' verkennt zudem, dass hierzulande fast alle Millionen Opfer von Faschismus, Völkermorden und Diskriminierung irgendwie 'weiß' waren und sind.
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#4 TheDadProfil
  • 05.08.2019, 11:04hHannover
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • ""Genauso wie an jeder Schule der Sexualkunde-Unterricht Teil des Biologie-Unterrichts ist und kein optionales Zusatzangebot, so kann man ja auch von Migranten erwarten, dass sie Kurse besuchen, wo sie erfahren, wie diese Themen hierzulande gehandhabt werden.""..

    Äh ?
    Nöö..

    Homo-und Trans*phobie sowie LGBTTIQ*-feindliches Verhalten sind KEIN "migrations-spezifisches" Problem !

    Das findet sich in ALLEN gesellschaftlichen Gruppen, und bei Menschen aus allen Teilen der Welt, und damit auch bei "Einheimischen"..

    Wenn denn dann solche Kurse angeboten werden würden, dann müssen sie Teil des Unterrichtes FÜR ALLE sein, und sich nicht nur an eine angebliche
    "besonders auffällige Gruppe von Menschen"
    richten..

    Vor allem deshalb, weil die Idee einer solchen
    "besonders auffälligen Gruppe von Menschen"
    in sich genommen ein Vorurteil sind, und damit eine Art von Rassismus darstellt !
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#5 hugoAnonym
  • 05.08.2019, 14:46h
  • Wer zu uns kommt und insbesondere diejenigen, von unserem Staat alimentiert werden, hat die Pflicht, sich mit den Regeln in unserem Staat vertraut zu machen. Denn eine Regel heisst: "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!"
    Desweiteren kann erwartet werden, dass sich diese Personen, nachdem sie in den Regeln unterwiesen wurden, an diese Regeln halten. Wer dazu bnicht gewillt ist, ist angehalten, unser Land wieder zu verlassen. Wer die Regeln des Heimatlandes oder seiner Religonsgemeinschaft über unsere Regeln stellt, der hat bei uns nichts zu suchen!
    Daher ist eine verpflichende Unterweisung in unseren Regeln Grundlage für ein konfliktfreies Zusammenleben!
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#6 HyenadykeProfil
  • 05.08.2019, 16:40hKöln
  • Antwort auf #5 von hugo
  • "von unserem Staat alimentiert" Check.
    "Religonsgemeinschaft über unsere Regeln" Check.

    So sehr mich diese Aussicht reizt, willst Du jetzt wirklich die katholische Kirche, die evangelische Kirche, die evangelikalen Sekten, einen neusser CDU-Sommerlochauffüllungspolitiker usw. ausweisen?
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#7 oelofenAnonym
  • 05.08.2019, 21:29h
  • Antwort auf #1 von Knüppelsack
  • Wer ist denn nicht in dieses Fettnäpfchen getreten?
    Es kommt halt vor, dass mann versehentlich mal "den Falschen" (weil z.B. hetero, ungeoutet, vergeben oder einfach zum falschen Zeitpunkt) angräbt, der dann rösig wird und einem - wenn es schlecht läuft - was vor die Mappe haut. Ich würde sowas unter "dumm gelaufen" verbuchen.

    Ob der jetzt "mehrheitsdeutsch" ist (woran erkennbar?), oder nicht, ist doch zweitrangig , vielleicht auch "nur" Zufall. Die Art, wie jemand auf eine möglicherweise überraschende und/oder allzu direkte Kontaktaufnahme reagiert, ist doch nicht an Rasse, Herkunft oder Nationalität gebunden!

    Um die Geschichte genau zu analysieren, müsste man schon alle Details kennen. So explizit wie das "mehrheitsdeutsch" betont wird, wirkt es schon etwas konstruiert.

    Ich kenne selbst jemanden, der gewöhnlich sehr zurückhaltend ist, aber fuchsteufelswild wird, wenn ihn jemand allzu offensichtlich, "vor versammelter Mannschaft" angräbt, oder trotz klarer Absage partout nicht locker lässt. Er ist Russe und schwul (was er aber nicht an die große Glocke hängt).
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#8 TheDadProfil
  • 06.08.2019, 09:25hHannover
  • Antwort auf #5 von hugo
  • ""Wer zu uns kommt und insbesondere diejenigen, von unserem Staat alimentiert werden, hat die Pflicht, sich mit den Regeln in unserem Staat vertraut zu machen. Denn eine Regel heisst: "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!" ""..

    Ich sehe hier immer noch keine Veranlassung von
    "Menschen die von unserem Staat alimentiert werden"
    MEHR zu erwarten als von Menschen bei denen diese Alimentierung NICHT vorliegt !

    Die Erwartungshaltung gegenüber Zuwanderern höher anzusetzen als sie gegenüber "Einheimischen" formuliert wird, ist eine Form von Rassismus !

    Frei nach dem Motto
    "der einheimische kann auch weiterhin homo-und trans*phob, und damit dumm bleiben",
    während man von Zugewanderten Menschen "erwartet" nach den FÜR ALLE geltenden Regeln des Grundgesetzes zu agieren..

    Es spricht überhaupt nichts dagegen zugewanderte Menschen zu bilden, und ihnen "ortsübliches Verhalten" nahe zu bringen..

    Doch darf dabei eben NICHT der Eindruck erweckt werden, dies gelte dann nur für die zugewanderten Menschen, denn bei den hier "seit generationen" lebenden sei ja alles gut..

    Das ist gefährliches Fahrwasser..
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