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Polizeibericht

Vierergruppe greift trans Mann und dessen Freunde an

In Berlin-Marzahn wurde am Samstag ein 21-Jähriger von Unbekannten mehrfach transphob beleidigt. Als er und seine 15 und 18 Jahre alten Freunde die Provokationen ignorierten, schlugen die jungen Pöbler brutal zu.


In Berlin-Marzahn kam es am Samstagnachmittag zu einer Gewalttat mit LGBTI-feindlichem Hintergrund. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntagmittag.

Nach Zeugenaussagen waren gegen 16.30 Uhr ein 21 Jahre alter trans Mann in Begleitung eines 18-Jährigen und einer 15-Jährigen auf der Allee der Kosmonauten zu einem Kurz- und Gebrauchswarengeschäft unterwegs. Auf dem Weg dorthin trafen sie auf zwei unbekannte jugendliche oder heranwachsende Männer, mit denen sie in einen verbalen Streit gerieten. Im Verlauf des Streites beleidigten die beiden den 21-Jährigen aufgrund seiner Transgeschlechtlichkeit.

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Wiederholt gegen den Kopf des Begleiters getreten

Nachdem der Beleidigte und seine Begleiter das Geschäft wieder verlassen hatten und zu einer Bushaltestelle gingen, trafen sie dort erneut auf die beiden Unbekannten. Diese waren in Begleitung von zwei weiteren unbekannten Männern, so dass die feindselige Gruppe nun zu viert war. Erneute Provokationen gegen den jungen trans Mann ignorierte diese, sodass sich drei der Vierergruppe auf den 18-Jährigen stürzten und diesen zu Boden schlugen. Dort sollen sie auch wiederholt gegen den Kopf des Niedergeschlagenen getreten haben. Als der 21-Jährige die Polizei alarmierte, flüchtete das Quartett unerkannt. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Alarmierte Rettungskräfte versorgten den 18-Jährigen zunächst am Ort, brachten ihn jedoch anschließend zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Auch die 15-Jährige wurde durch Sanitäter zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht, da sie deutlich unter Schock stand. Der polizeiliche Staatsschutz hat, wie bei Hasskriminalität üblich, die Ermittlungen übernommen.

In Berlin werden anders als in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)



#1 PhobikerphobieAnonym
  • 04.08.2019, 15:27h
  • Die zunächst verwendeten Schimpfworte gegen den Trans*Mann waren lt. der u.g. Quelle übrigens dreckige Lesbe, Hurenlesbe und ekelhafte Lesbe. Für die Täter ergibt das eine Cis-Gemengelage von Misogynie, Homophbie und Trans*Phobie.
    Link mit Do not link, weil Springerpresse (BZ):

    donotlink.it/4PaL
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#2 FiniAnonym
  • 04.08.2019, 15:29h
  • Das ist ja schrecklich. Hoffentlich geht es dem angegriffen trans* Mann schnell wieder besser. Und hoffentlich werden die Täter gefasst.
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#3 YannickAnonym
  • 04.08.2019, 16:00h
  • Antwort auf #2 von Fini
  • Und hoffentlich werden die dann auch mal entsprechend bestraft und nicht wieder mal mit nur einem "Du, Du, Du, das macht man aber nicht" und ein paar mahnenden Worten (und maximal noch Sozialstunden) gehen gelassen...
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#4 LotiAnonym
  • 04.08.2019, 18:50h
  • Antwort auf #3 von Yannick
  • Mir tut der Vorfall sehr,sehr leid. Gute Besserung dem Opfer. Leider häufen sich solche Straftaten in Berlin. Und recht hast Du mit Deiner Aussage. Selbst wenn man diese Täter zu fassen bekommt und es zum Prozess kommen sollte, werden diese viel zu leicht davonkommen. In Berlin nennt man es daher schon die Kuschel Justiz.
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#5 Homonklin44Profil
  • 04.08.2019, 23:12hTauroa Point
  • Man muss wohl damit rechnen, dass es auch Leute gibt, die gezielt auf so eine Möglichkeit harren, und dann womöglich noch "Verstärkung" holen, nachdem sie potenzielle Opfer ausgemacht haben.

    Wenn solche Erlebnisse ob der Überlastung der Justiz oder warum auch immer mit wirkungslosen Urteilen enden, braucht man sich nicht wundern, wenn Leute das seltener anzeigen, oder auch selbst in die Hand nehmen.
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#6 mmmmAnonym
  • 05.08.2019, 11:28h
  • man hört immer 'ignoriere es' wenn jemand was homophobes in dein richtung schreit und das ist ein problem. schon bei lgbt-feindliche sprüche sollte man polizei rufen, damit die wixer verstehen, dass das schon ein straftat ist und damit es garnichts erst eskaliert
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#7 hugoAnonym
  • 05.08.2019, 14:55h
  • Wer jemanden, der auf dem Boden liegt, gegen den Kopf tritt, nimmt desse Tod billigend in Kauf. Daher ist der Täter generell unter Mord- oder Totschlagsanklage zu stellen.
    Bei Hasstaten wegen Rasse, Religion, Herkunft , sexueller Orientierung oder sozialem Status ist generell vom Tatbestand des versuchten Mordes auszugehen, weil das Mermal "Niederer Beweggrund" neben "Vorsatz" und "Heimtücke" (wehrlos am Boden liegend) vorliegt.
    Dann liegt es am Verdächtigen, diese Vorwürfe zu entkräften oder aber die volle Häte des Gesetzes spüren zu müssen!
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#8 Gute_BesserungAnonym
  • 06.08.2019, 21:55h
  • Antwort auf #6 von mmmm
  • Das stimmt. Denn solche Sprüche sind Diskriminierung, die aufgrund von Stigmatisierung entstehen. Darauf muss man reagieren.
    Allerdings können Reaktionen darauf schon provozierend wirken und in Gewalt münden.
    Einen pauschalen Tipp gibt es leider nicht. Jede Situation ist individuell und man muss nach Instinkt gehen. Im Zweifelsfall tatsächlich die Polizei rufen.

    Aber auch das mit der Polizei rufen ist so ne Sache. Je nachdem, wo man wohnt, machen die nichts und sagen: "Wir müssen uns um wichtigeres kümmern." Habe ich schon mal hören dürfen - das war klasse (Sarkasmus).

    Wenn man zum Beispiel "Homo-Scheiße" während einer Ausbildung zu hören bekommt, und man sich dann an eine Antidiskriminierungsstelle wendet, dann kann es vorkommen, dass einem die Ausbildungsstätte kündigt. Von wegen Schlichtung: das ist mittlerweile kaum mehr möglich, weil einige Arbeitgeber oder auch Ausbildungsstätten schnell mit Kündigung kommen. Unterstützung ist geringer geworden oder leider gar nicht mehr vorhanden.

    Deswegen bin ich dafür, dass dringend der Schutz der sexuellen Identität und des Geschlechts im GG verankert wird. Nach der Eheöffnung ist das nun der nächste wichtige Schritt. Denn die Gewalt nimmt eher zu als ab. Und es gibt noch zu viele, die meinen, sie hätten Narrenfreiheit und könnten sich alles erlauben.

    ©BuntesUndSchönes
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