Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34196

Anzeige gegen Unbekannt

Berliner Homo-Mahnmal erneut beschädigt

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten wurde erneut mit Farbe beschmiert – der letzte Vorfall dieser Art liegt erst einen Monat zurück.


Der LSVD Berlin-Brandenburg veröffentlichte ein Foto des beschädigten Denkmals (Bild: Angel Ivanov / LSVD)

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten wurde schon wieder beschädigt. Dies teilte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am Sonntag mit. Demnach wurde das Sichtfenster des Mahnmals "intensiv mit weißer Farbe beschmiert". LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert erstattete bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. Eine Polizeisprecherin bestätigte gegenüber dpa den Eingang der Anzeige.

Das Denkmal war im Mai 2008 eingeweiht worden, errichtet auf Beschluss des Deutschen Bundestages nach einem Entwurf des Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Es soll die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus ehren und zugleich "ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen". Durch eine verglaste Öffnung ist ein kurzer Film in Endlosschleife zu sehen, in dem sich homosexuelle Paare küssen. Zum zehnten Jahrestag des Denkmals hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Denkmal vor einem Jahr besucht und eine viel beachtete Rede gehalten (queer.de berichtete).

Farbattacken häufen sich in den letzten Monaten

In den letzten Monaten hatte es bereits mehrere Attacken auf das Denkmal gegeben. Zuletzt wurde am 30. Juni das Sichtfenster zu der Video-Installation mit schwarzer Farbe beschädigt (queer.de berichtete). Zuvor hatten Unbekannte die Glasscheibe Anfang Juni beschmiert (queer.de berichtete). Im Januar wurde ein ähnlicher Anschlag auf das Denkmal festgestellt – wenige Stunden nach einer dortigen Gedenkfeier für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes (queer.de berichtete). Auch im Dezember und Oktober 2018 war die Stele mit schwarzer Farbe beschmiert worden (queer.de berichtete). Einmal war das Sichtfenster übermalt worden, ein anderes Mal hatte jemand "HIV" darunter geschrieben.

Im Laufe seines erst elfjährigen Bestehens war das Mahnmal immer wieder beschädigt worden, vor allem im ersten Jahr wurde die Scheibe zur Videoprojektion mehrfach zerschlagen oder zerkratzt. Im vergangenen Jahr hatten sich drei Viertel der LSVD-Mitglieder in Berlin-Brandenburg für eine Videoüberwachung von Gedenk- und Erinnerungsorten ausgesprochen. (cw)



#1 FliegenAnonym
  • 04.08.2019, 17:27h
  • ...eine Kamera vom Mahnmal gegenüber an das Homomahnmal aufbauen würde schon helfen die "Schänder" zu erkennen!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LotiAnonym
  • 04.08.2019, 18:26h
  • Antwort auf #1 von Fliegen
  • Wurde längst gefordert und von Seiten des Berliner Senats verworfen. Zudem würde eine Überwachung auch nicht viel bringen, da man sich verkleiden kann. Dieses Mahnmal ist mit Sicherheit eine beliebte Zielscheibe für Rechtes Pack geworden.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 niccinicciAnonym
  • 04.08.2019, 21:38h
  • Antwort auf #1 von Fliegen
  • in berlin und kamera???? da ist der zutiefst linke senat doch dagegen. never ever, eher nochmal schnell paar darkrooms schliessen und drauf achten, das ja kein späti sonntags öffnet. das ist linke politik!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LokalkoloritAnonym
#5 LotiAnonym
  • 05.08.2019, 09:10h
  • Antwort auf #4 von Lokalkolorit
  • Und weil unser Senat wahrlich wohl zur Zeit ganz andere Probleme hat, als eine Videoüberwachung zu installieren. Die sowieso nichts bringt. Wie schon jemand hier richtig geschrieben hatte, etwas weiter an anderer Stelle, näher zum Bundespräsidentensitz aufgestellt und das Mahnmal wäre rund um die Uhr überwacht.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Sven100Anonym
  • 05.08.2019, 09:58h
  • Dieses Mahnmal gehört mitten in die Stadt, z.B. auf den Potsdamer Platz. Wenn ein solches Mahnmal in einen Park gesetzt wird, zieht es homophobe Leute an, die dort ungestört das Mahnmal beschädigen können.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TheDadProfil
  • 05.08.2019, 11:13hHannover
  • Antwort auf #6 von Sven100
  • ""Dieses Mahnmal gehört mitten in die Stadt, z.B. auf den Potsdamer Platz. Wenn ein solches Mahnmal in einen Park gesetzt wird, zieht es homophobe Leute an, die dort ungestört das Mahnmal beschädigen können.""..

    Äh ?
    Das Mahnmal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor, und direkt gegenüber des Holocaust-Denkmales..

    Noch näher ist da kaum möglich..

    Was die Video-Überwachung betrifft..
    Die ist so schwer nicht zu installieren..
    Einmal im inneren des Mahnmales direkt auf die Scheibe durch die man hindurchblickt..
    Einmal von außen von gegenüberliegendem Holocaust-Mahnmal..
    Dort muß nur EINE der Kameras so geschwenkt werden, das neben den Stelen des Holocaust-Mahnmales auch die Stele des Homosexuellen-Mahnmales mit überwacht wird..

    Das solche Übergriffe trotz der Polizei-Präsenz um das Holocaust-Mahnmal herum immer wieder geschehen können überrascht dann doch schon sehr, denn die Polizei geht und fährt doch des Nachts regelmäßige Streifen..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 LotiAnonym
  • 05.08.2019, 14:18h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Stimmt doch gar nicht. Das Mahnmal steht sehr nahe dem Schloß Bellevue im Bereich des Tiergartens. Sehr nahe dem Sitz des Bundespräsidenten und nicht in der Nähe zum Holocostmahnmal. Ein bisschen weiter zum Schloss und das Mahnmal würde Tag und Nacht überwacht werden. Eine extra Videoüberwachung wurde bisher vom Senat abgelehnt.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 stromboliProfil
  • 06.08.2019, 07:12hberlin
  • Antwort auf #3 von niccinicci
  • Das ist keineswegs linke Politik, sondern zutiefst reaktionär und entspricht dem politischen Charakter der drei beteiligten Parteien:
    Olivgrüne, Aufrüstungs- und Hartz4 Partei SoPaDe, und derPolizeigesetz-
    zustimmenden "Links" partei.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 LotiAnonym
  • 06.08.2019, 08:55h
  • Antwort auf #3 von niccinicci
  • Was die Spätis betrifft. Habe mit dem türkischen Inhaber eines Spätis in meiner Nachbarschaft gesprochen und er und seine Mitarbeiter lachten fröhlich drauflos. Seine prompte Antwort war: Wir haben 365 Tage geöffnet.
  • Antworten » | Direktlink »