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Polizeibericht

Berlin: Transfrau in U-Bahnhof beleidigt und bedroht

In Kreuzberg wurde eine 45-Jährige beim Ausstieg aus der U-Bahn von einem Unbekannten beleidigt – und unter Androhung von Reizgas bedroht, ein Foto des Angreifers zu löschen.


Innerhalb weniger Tage meldete die Berliner Polizei zwei Angriffe auf Transpersonen (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Ein Unbekannter hat am Montagnachmittag eine Transfrau in Berlin-Kreuzberg beleidigt, berichtet die Berliner Polizei. Nach ersten Ermittlungen sei die Frau gegen 14.50 Uhr am U-Bahnhof Gneisenaustraße aus einem Zug der Linie U7 ausgestiegen, als sie von einem unbekannten Mann mit homophoben Begriffen beleidigt wurde.

Die Frau machte daraufhin ein Foto von dem Unbekannten, worauf dieser versucht habe, sie zu treten. Er habe darüber hinaus die Löschung des Fotos gefordert. Kurz darauf sei ein weiterer Unbekannter hinzugetreten, habe ebenfalls die Löschung des Fotos gefordert und dabei eine Sprühdose mit Reizgas vorgezeigt. Unter dem Eindruck dieser Drohung löschte die 45-Jährige das Foto, so die Polizei.

Die beiden Unbekannten hätten sich im Anschluss einem weiteren Fahrgast zugewandt, der die Handlung gefilmt habe. Die Angegriffene habe diesen Moment genutzt, um den Bahnsteig zu verlassen.

Wie bei möglicher Hasskriminalität üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie üblich enthielt der Erstbericht keine weiteren Details zu den beteiligten Personen.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Erst am Sonntag hatte die Berliner Polizei in einem Bericht vermeldet, dass in Marzahn am Vortag ein 21-jähriger Transmann von einer Gruppe Unbekannter beleidigt und später geschlagen und getreten wurde (queer.de berichtete). Am Wochenende wurde zudem erneut das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten mit Farbe beschädigt (queer.de berichtete). (pm/nb)



#1 DramaQueen24Profil
  • 06.08.2019, 12:16hBerlin
  • So etwas passiert in Berlin häufig, ist mir auch zweimal innerhalb eines Monats passiert. Ich habe kein Handy, hätte ich eines gehabt, hätte ich Fotos gemacht, und auch durch Gewaltandrohung das Bild nicht gelöscht, weil es nicht meinem Naturell entspricht, ängstlich zu sein.
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#2 Homonklin44Profil
  • 06.08.2019, 17:58hTauroa Point
  • Ist es bei dieser Technik nicht möglich, ähnlich wie auf Computern gelöschte Dateien nochmal wiederherzustellen?

    Ist verständlich, dass man bei der Art Bedrohung keine noch gewaltträchtigeren Ereignisse auslösen will, aber ich frage mich, wennschon der andere Fahrgast das gefilmt hat, was haben andere Leute gemacht, die da vielleicht noch so waren?

    Zivilcourage kann nicht jeder, auch klar, und man muss abwägen, wie weit man gehen kann. Aber der Anruf bei der Polizei, das muss gehen.
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