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Statistisches Landesamt

Sachsen: 5,3 Prozent der Eheschließungen gleichgeschlechtlich

In einer von 20 in Sachsen geschlossenen Ehen gab sich ein gleichgeschlechtliches Paar das Ja-Wort. Schwule und Lesben heiraten dabei viel eher in Städten als auf dem Land.


Auch in Sachsen strömen Homo-Paare ins Standesamt – wenn auch etwas zögerlicher als in anderen Bundesländern (Bild: Amaury / flickr / by-nd 2.0))

Im Jahr 2018 haben in Sachsen 20.586 Paare geheiratet – unter ihnen waren auch 1.088 Paare gleichen Geschlechts. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit (PDF). Unter allen Ehen machten schwule und lesbische Paare damit 5,3 Prozent aus.

Damit lag der Anteil gleichgeschlechtlicher Ja-Wörter im Freistaat niedriger als in Brandenburg (5,9 Prozent), Nordrhein-Westfalen (8,5 Prozent) und Berlin (16,2 Prozent).

In Sachsen zeigte sich – wie in den anderen Bundesländern auch – ein erhebliches Stadt-Land-Gefälle bei gleichgeschlechtlichen Eheschließungen. So waren vergangenes Jahr in der Stadt Leipzig 12,6 Prozent aller Eheschließungen gleichgeschlechtlich. In Dresden lag der Anteil bei 9,6 Prozent, in Chemnitz bei 8,0 Prozent. Demgegenüber stellten Schwule und Lesben im Erzgebirgskreis nur 2,1 Prozent der frisch Vermählten.

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Frauenpaare sind in der Mehrheit

Unter den gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in Sachsen waren 518 Männerpaare und 570 Frauenpaare. Die Mehrheit der neuen Eheleute war vorher bereits verpartnert gewesen: Insgesamt wurde in 660 Fällen eine bereits bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt. 428 Ehen wurden neu gegründet.

Der Deutsche Bundestag hatte Ende Juni 2017 in der letzten Sitzung vor den Wahlen mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und einem Viertel der Unionsabgeordneten die Gleichstellung von Homosexuellen im Ehe-Recht beschlossen (queer.de berichtete). Drei Monate später trat das Gesetz in Kraft (queer.de berichtete). Die seit 2001 existierende eingetragene Partnerschaft war damit zu einem Auslaufmodell degradiert worden: Seit Oktober 2017 ist eine neue Eintragung von Lebenspartnerschaften nicht mehr möglich. Alle Lebenspartner haben die Option, kostenlos ihre "Ehe light" in eine echte Ehe umwandeln zu lassen. (dk)



#1 AlexAnonym
  • 06.08.2019, 12:26h
  • Da zeigt sich wieder mal, dass das kein Thema ist, was nur eine verschwindend geringe Anzahl betrifft. (und selbst wenn es nur einen beträfe, gäbe es keinen Grund denjenigen zu diskriminieren)

    Und da ja auch viele gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten oder man noch nicht den richtigen Partner gefunden hat, ist die potentielle Zielgruppe noch viel höher.
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#2 Barny11Anonym
  • 06.08.2019, 13:15h
  • "ein erhebliches Stadt-Land-Gefälle bei gleichgeschlechtlichen Eheschließungen."

    Ist doch klar in einer Stadt leben mehr LGBTQ als auf dem Land.
    Obwohl ich als Landpomeranze sagen muss, dass es uns auf dem Land gut gefällt.
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#3 Homonklin44Profil
  • 06.08.2019, 17:50hTauroa Point
  • Das sind doch erfreulich Viele, wenn man ein bisschen Bewunderer der Möglichkeit ist, und mitgekriegt hat, wie häufig über angeblich "wenige" Interessenten etwas herum ging.

    Allen, die es noch vor sich haben, alles Beste, und denen, die es erreicht haben, das Glück dass es schön bleibt sei gewünscht!
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#4 NickAnonym
  • 06.08.2019, 21:26h
  • Den "nur" 2,1 % im Erzgebirgskreis wünsche ich genau so viel Liebe, Glück und Erfolg wie den anderen Paaren in Sachsen und dem Rest der Republik...

    "Make love great again"
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