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"Andi Mack"

Disney-Schauspieler outet sich als bi

Der 17-jährige Joshua Rush, der die erste schwule Hauptrolle in einer Disney-Serie spielte, fühlt sich von den Rückmeldungen zu seinem Serien-Coming-out ermutigt.


Rush kann auch in sozialen Netzwerken ein Vorbild sein: Bei Instagram folgen ihm 1,3 Millionen Abonnenten, bei Twitter 70.000 (Bild: joshuarush / instagram)

Der US-amerikanische Schauspieler Joshua Rush hat sich am Dienstag in einem Twitter-Thread als bisexuell geoutet. Der 17-Jährige schrieb vor rund zwei Jahren Geschichte, als sein Charakter Cyrus in der Disney-Channel-Serie "Andi Mack" (in Deutschland "Story of Andi") als 13-Jähriger sein Schwulsein entdeckte und nach einem Coming-out vor Freunden ("I'm gay") die erste offen homosexuelle Rolle in einer Disney-Serie wurde (queer.de berichtete).

"Ich bin's. Ich bin bi", schrieb Rush nun bei Twitter. "Jetzt wo ich das gesagt habe, muss ich ein paar Dinge loswerden. Es gibt wichtigere Dinge zu besprechen, als dass ich einen ganzen Haufen Geschlechter mag, aber ich möchte ein paar Dinge mit euch teilen." Viele hätte das Coming-out von Cyrus bewegt und dazu gedacht: "Hey, ich kann ich sein!" Es sei daher ironisch, dass er selbst "nie diesen Mut aufgebracht" habe.

Twitter / JoshuaRush

Nun habe er aber die Courage gefunden zu sagen, dass er ein bisexueller Mann sei, "out and proud" – nicht wegen der Rolle, sondern in Gedanken an all die, die sich von Cyrus zu einem Coming-out ermutigt sahen. "Ich hatte einen engen Freund, der hatte sein Coming-out mir gegenüber in der fünften Klasse [in den USA für rund 10- bis 11-Jährige]. In der fünften Klasse! Das war lange, bevor ich selbst über meine Identität und Orientierung nachgedacht habe", so Rush weiter. Er habe sogar mit verinnerlichter Homophobie gekämpft, während er Cyrus spielte.

Sein Coming-out habe er lange vor sich hingeschoben. Bi sein sei nicht seine ganze Identität oder der wichtigste Teil. Doch die öffentliche Ignoranz gegenüber Bisexuellen sei ein Problem und weitere gehörten ins Bewusstsein, darunter die Lage von trans People of Color [nicht-weißen Menschen], deren Lebenserwartung bei nicht zu akzeptierenden 35 Jahren liege. Rush twitterte daher Links zu Infoseiten und bat um Spenden für die Organisation GLAAD und das Trevor Project.

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Coming-out kurz nach Serienende

Erst in der vorletzten Woche hatte Rushs Erfolgs-Serie erneut Geschichte geschrieben, mit dem ersten gleichgeschlechtlichen Teenager-Paar in einer Disney-Serie: Cyrus und sein Klassenkamerad TJ fanden zueinander. Viel mehr von den beiden gibt es allerdings nicht zu sehen: Die Folge diente als Abschluss der dritten Staffel, mit der die Serie endet (queer.de berichtete). In Deutschland wird sie ebenfalls im Disney Channel ausgestrahlt.


Die Darstellung des Coming-outs von Cyrus wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. So erhielt "Story of Andi" vergangenes Jahr den GLAAD Media Award in der Kategorie "Außergewöhnliche Kinder- oder Familiensendung". Bei Disney sind weitere LGBTI-Storylines in Jugendserien geplant: Der Konzern kündigte etwa im Juni an, dass man für das neue Streamingportal Disney+ an einer Spin-off-Serie des erfolgreichen Coming-out-Films "Love, Simon" arbeite. Die Serie soll von Leah, Simons bester Freundin aus der Kindheit, handeln, die im College ein Coming-out als Bisexuelle hat. (nb)



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#1 Homonklin44Profil
  • 07.08.2019, 10:43hTauroa Point
  • ""Doch die öffentliche Ignoranz gegenüber Bisexuellen sei ein Problem...""

    Das merkt man zuweilen und erstaunlicherweise sogar unter Schwulen, die ernsthaft der Auffassung sind, etwas wie bisexuell, das gäbe es gar nicht. Die könnten sich dann nicht entscheiden, oder so ähnliche Sprüche kommen da.

    Da muss also von mehreren Seiten der Horizont erweitert werden, einige Leute könnten evtl. noch was dazu lernen.
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