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#PrepIstDa

DAH startet PrEP-Awareness-Monat

Ab dem 1. September zahlen Krankenkassen voraussichtlich für die HIV-Prophylaxe. Die Deutsche Aidshilfe will das Wissen über die neue Form von Safer Sex unter die Leute bringen.


Die Deutsche Aidshilfe will darauf hinweisen, dass es drei Präventionsmethoden gibt (Bild: IWWIT)

Die Deutsche Aidshilfe hat am Mittwoch angekündigt, anlässlich der Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen für die sogenannte Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) kommenden Monat einen "Awareness-Monat" unter dem Hashtag #PrepIstDa zu starten.

Die PrEP ist eine Vorbeugung für HIV-Negative, um sich nicht mit dem Virus anzustecken – bei regelmäßiger Einnahme reduziert sie die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung laut Studien auf praktisch Null. Bislang haben nur die DAK-Gesundheit und die AOK Nordost die PrEP auf freiwilliger Basis finanziert.

Das Ziel der DAH-Aktion sei, dass möglichst alle Menschen erfahren sollen, was PrEP ist – und damit selbst entscheiden können, ob diese Schutzmöglichkeit zu ihnen passt. "Die Einführung der PrEP als Kassenleistung ist ein Meilenstein für die HIV-Prävention: eine weitere Möglichkeit, sich vor HIV zu schützen, endlich für fast alle zugänglich, die sie brauchen. Jetzt geht es darum, dass auch alle von PrEP wissen!", erklärte DAH-Sprecher Holger Wicht.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen haben kürzlich eine Vereinbarung über die PrEP getroffen (PDF), wodurch der Einführung zum 1. September voraussichtlich nichts mehr im Wege steht. Nach der Vereinbarung haben gesetzlich Krankenversicherte ab 16 Jahren Anspruch auf die PrEP, wenn sie einem "substanziellem Risiko" auf eine HIV-Infektion ausgesetzt sind. Das schließt ausdrücklich Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), mit ein.

Laut der Vereinbarung umfasst die PrEP-Versorgung auch ärztliche Beratung und Untersuchungen wie HIV-Tests. Die Versicherten zahlen für die PrEP-Medikamente nur die gesetzliche Zuzahlung (fünf bis zehn Euro).

PrEP ist Teil von Safer Sex 3.0

Für die Zielgruppe schwuler und bisexueller Männer informiert die Deutsche Aidshilfe bereits seit vergangenem Jahr in ihrer Kampagne "Safer Sex 3.0 – Meine Wahl. Dein Respekt" über PrEP. Die DAH argumentiert, dass die PrEP neben der Kondomnutzung und "Schutz durch Therapie" ein dritter Baustein sein kann, um HIV zu besiegen.

"Schutz vor HIV gelingt am besten, wenn jeder Mensch die Schutzmethode auswählen kann, die am besten zu ihm und zur jeweiligen Situation passt", erläutert Tim Schomann, Leiter der Kampagne "Ich weiß, was ich tu". "Darum ist es wichtig, die Entscheidung, die Menschen treffen, zu respektieren." Darüber hinaus müsse gewährleistet sein, dass wirklich alle Menschen Zugang zur PrEP haben, für die sie in Frage kommt, also zum Beispiel auch Menschen ohne Krankenversicherung. (dk)



#1 ThecrowAnonym
  • 07.08.2019, 13:58h
  • Was mich nun interessiert ist, wir das ganze konkret dann ablaufen soll. Muss ich weiterhin zu Schwerpunktärzten? Wo kann ich dann die Prep-Tests machen? Oder ändert sich am Ende nur das Formular des Rezeptes?
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#2 starforcerAnonym
  • 07.08.2019, 15:26h
  • Antwort auf #1 von Thecrow
  • Wahrscheinlich wird sich nichts ausser der Farbe des Rezepts ändern!
    Es ist doch jetzt auch so das anerkannte Methoden wie die PEP (die Pille nach einen Risikokontakt) auch nur sehr schwer zu bekommen sind. Dann eben bei den Schwerpunktärzten, welche sich jedoch auch noch zum Teil weigern. Daher denke ich dass es bei der PrEP nicht anders/einfacher werden wird.
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.08.2019, 01:18hFrankfurt
  • Was ist dann mit anderen Krankheiten ?
    Fördert man so die Sensibilität für solche Krankheiten ?

    Fakt ist, dass sich Geschlechtskrankheiten immer weiter ausbreiten. Aber ich verstehe ja irgendwie sogar, dass das hier niemand hören will.
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#4 MarthaAnonym
  • 08.08.2019, 06:29h
  • Was die Einführung von PreP angeht: Ehrlich gesagt, nervt mich das ganze organisatorische Chaos schon seit geraumer Zeit tierisch. Typisch 'Idiotenstaat Deutschland' sag ich nur. Nix geht- und wenn, dann ist es unausgegoren oder kompliziert.

    Zuerst hieß es 1.August- jetzt 1.September. Auch wieder 'wahrscheinlich'. Ja was den nun? Und von welchem Arzt bekomme ich es genau? Ich bin jetzt genauso klug wie vorher...
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#5 TheDadProfil
  • 08.08.2019, 09:03hHannover
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • ""Fördert man so die Sensibilität für solche Krankheiten ?""..

    Mach doch mal auf der Straße die Augen auf..

    Es gibt seit inzwischen mehr als 4 Wochen eine bundesweite Kampagne für die Nutzung von Kondomen zur Verhinderung der Übertragung von STI's..

    Naja..
    Diese richtet sich vor allem an Heteros..
    Da schaut man dann vielleicht nicht mehr so richtig hin, nüch..
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#6 TheDadProfil
  • 08.08.2019, 09:07hHannover
  • Antwort auf #1 von Thecrow
  • ""Was mich nun interessiert ist, wir das ganze konkret dann ablaufen soll. Muss ich weiterhin zu Schwerpunktärzten? Wo kann ich dann die Prep-Tests machen? Oder ändert sich am Ende nur das Formular des Rezeptes?""..

    ..auch an "Martha" in Nr.#4..

    Da werden sie geholfen :

    www.aidshilfe.de/hiv-aids

    Alle Informationen dazu gibt es auch bei den örtlichen AIDS-Hilfen und Initiativen, bei den Gesundheitsämtern der Kommunen, oder in den Schwerpunkt-Praxen..
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