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Jersey Shore

US-Bürgermeister: LGBTI-Bewegung ist eine "Beleidigung Gottes"

Gott ist nach Ansicht eines republikanischen Mittelstadt-Bürgermeisters aus New Jersey sauer auf Aktivisten, die sich für Rechte für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten engagieren.


Bürgermeister Alfonso Cirulli ist sauer darüber, dass Homo- und Transsexuelle in der Schule erwähnt werden sollen (Bild: barnegat.net)

Alfonso Cirulli, der republikanische Bürgermeister der an der Atlantikküste gelegenen 22.000 Einwohner zählenden Gemeinde Barnegat Township, hat mit einer LGBTI-feindlichen Äußerung im Stadtrat für USA-weite Empörung gesorgt. Der 60-Jährige erklärte am Dienstag laut der Nachrichtenagentur AP, dass die LGBTI-Bewegung "eine Beleidigung des allmächtigen Gottes" sei.

Anlass für die Äußerung war ein im Januar vom demokratischen Gouverneur Phil Murphy unterzeichnetes Gesetz, nach dem Schulen in New Jersey "den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag von Menschen mit Behinderungen sowie von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen behandeln müssen, wenn dies angebracht ist". Das umstrittene Gesetz, das auch von religiösen Organisationen kritisiert wurde, tritt im Schuljahr 2020/21 in Kraft.

Cirulli zeigte sich in der Stadtratssitzung empört, dass Eltern oder Schüler keine Möglichkeit hätten, einen entsprechenden Unterricht zu boykottieren. Er erklärte, dass die sexuelle "Präferenz" nur eine Sache der "Einstellung" sei und daher Diskriminierung von LGBTI nicht mit rassistischer Diskriminierung zu vergleichen sei.

Queere Schulthemen "vernichten jüdisches und christliches Erbe"

"Diese Nation wurde auf der Grundlage von Religionsfreiheit gegründet", so begründete der Bürgermeister seine Haltung. "Politiker haben daher kein Recht, mit Gesetzen für die LGBTQ-Agenda zu werben und damit die Religionsfreiheit und unserer jüdisches und christliches Erbe zu vernichten."

Unterstützung erhielt Cirulli von Vizebürgermeister John Novak: "Eltern haben Rechte. Wenn ich will, dass mein Kind etwas über Homosexualität erfährt, dann bringe ich es ihm entweder bei oder ich werde eine Person finden, die das kann. Die Regierung sollte aber nicht darüber bestimmen."

Auch in Deutschland gibt es immer wieder Kritik an der Erwähnung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten im Schulunterricht. Zu den Hauptkritikern zählen die Union und insbesondere die AfD, in der führende Politiker die LGBTI-Aufklärung etwa als "Gehirnwäsche" und "Pornounterricht" von "perversen Linkspolitikern" diffamiert hatten (queer.de berichtete).

Ziel der Behandlung von LGBTI-Themen soll eine erhöhte Akzeptanz von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten sein. Gegenwärtig ist laut Umfragen Homo- und Transphobie an deutschen Schulen nach wie vor weit verbreitet (queer.de berichtete). (dk)



#1 FreiheitsgläubigAnonym
  • 08.08.2019, 16:18h
  • "Diese Nation wurde auf der Grundlage von Religionsfreiheit gegründet"

    Dann lasst uns endlich frei von Religion leben!
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#2 Patrick SAnonym
  • 08.08.2019, 16:20h
  • Würde mich mal interessieren, woher er weis, dass Gott beleidigt ist. Hat er mit ihm gesprochen?
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#3 FliegenAnonym
#4 BaerchenProfil
  • 08.08.2019, 17:01hzuhause
  • Woher will dieser Kappeskopp wissen welche Meinung ein sogenannter Gott vertritt? Hat er dieses mystische Wesen das noch kein einziger Mensch jemals gesehen hat gesprochen? Hat dieses ominöse unsichtbare Wesen Kontakt mit ihm aufgenommen und ihm bei Kaffee und Keksen seine/ihre Meinung unterbreitet? Solche Aussagen wie diese sind ja wohl an Niveaulosigkeit und Dreistigkeit nicht zu überbieten...
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#5 Alexander_FAnonym
  • 08.08.2019, 18:16h
  • Ich erinnere mich noch gut daran, wie damals ein US-Gericht eine Klage gegen Gott mit der Begründung abwies, Gott habe keinen festen Wohnsitz und könne deswegen nicht verklagt werden. Mit dem derzeitigen Obersten Gerichtshof wird die weitergehende Schlussfolgerung zwar nicht zu machen sein, aber ich erwarte sie trotzdem in dieser oder ähnlicher Form: da Gott nicht existiert, zumindest nicht innerhalb von Raum und Zeit (und Theisten sind sich allgemein darin einig, dass Gott außerhalb von Raum und Zeit bestehe) kann er weder eine juristische noch natürliche Person sein und daher auch nicht beleidigt werden. Die einzig Beleidigten sind konversative Schneeflöckchen wie der Herr Bürgermeister.
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#6 LillyComptonAnonym
  • 08.08.2019, 19:08h
  • Sehr geehrter Herr,

    Sie und ihre Äußerungen sind eine beleidigung für unseren G-tt und unsere Religion.

    Sie besitzen nicht den alleinigen Definitionsanspruch aich wenn sie "Christ" sind.

    Lt. ihrer auffassung dürfen Sir genauso wenig in G-ttes Namen urteilen. Bitte lassen Sie das sein.

    Ohne Grüße,
    Genz.
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#7 DramaQueen24Profil
  • 09.08.2019, 01:39hBerlin
  • Allein das Gesicht des Bürgermeisters, von seiner faschistischen Ideologie ganz zu schweigen, ist eine Beleidigung Gottes und des gesunden Menschenverstandes (hypothetisch die Existenz eines Gottes angenommen).
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#8 DramaQueen24Profil
  • 09.08.2019, 01:54hBerlin
  • Antwort auf #1 von Freiheitsgläubig
  • Alle Gründerväter, von Stephens über Franklin, bis hin zu Washington, waren gegen religiöse Macht, wussten sie doch aus der alten Heimat, was diese anrichten kann.

    Benjamin Franklin:

    To Follow by faith alone is to follow blindly.

    Lighthouses are more helpful than churches.

    I have found Christian dogma unintelligible. Early in life, I absenteed myself from Christian assemblies.

    Klingt nicht nach einem Befürworter von Religion, zu dem Fundichristen ihn gerne machen wollen (wie die anderen Gründerväter der USA).
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#9 DramaQueen24Profil
#10 DramaQueen24Profil