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Studie

Um nicht als schwul zu gelten: Hetero-Männer sind eher Umweltferkel

Umweltfreundliches Verhalten wird allgemein als eher weiblich angesehen – daher haben laut einer neuen US-Studie manche Männer Probleme damit, in der Öffentlichkeit grün zu sein.


Mit wiederverwendbaren Supermarkttaschen herumzulaufen, gilt als eher weibliches Verhalten (Bild: REWE)

Manche Männer nutzen keine wiederverwendbaren Supermarkt-Taschen oder recyclen nicht, weil sie befürchten, sonst als schwul angesehen zu werden. Das ist ein Ergebnis einer neuen amerikanischen Studie über die gesellschaftlichen Konsequenzen von umweltbewussten Verhaltensweisen, die als weiblich oder männlich angesehen werden. Sie wurde im Fachmagazin "Sex Roles" veröffentlicht.

Die drei Autorinnen nehmen dabei Bezug auf eine Studie aus dem Jahr 2016, die gezeigt hatte, dass Umweltbewusstsein meist als weibliches Verhalten angesehen wird. Nur wenige umweltfreundliche Verhaltensweisen gelten als männlich – ein Beispiel ist, den Luftdruck im Autoreifen anzupassen, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. "Bestimmte Verhaltensweisen helfen uns nicht nur dabei, ein Ziel zu erreichen. Sie sagen auch etwas darüber aus, wer wir sind", so Studienleiterin Janet Swim, eine Psychologieprofessorin von der Pennsylvania State University.

Swim und ihre Kollegen führten daher drei verschiedene Umfragen mit insgesamt rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch. In einer der Befragungen wollten die Forscherinnen etwa von Probandinnen und Probanden wissen, wie sie die umweltbewussten Verhaltensweisen von den erfundenen Figuren David und Diane einordneten und deren sexuelle Orientierung auf einer Skala von eins bis zehn einschätzen. Zwar wurde David, wenn er als Recycling-Fan dargestellt wurde, nicht direkt als schwul angesehen. Die Befragten seien sich "über seine heterosexuelle Identität unsicher" gewesen.

Aus den Ergebnissen schloss Swim: "Wenn es einer Person wichtig ist, als heterosexuell angesehen zu werden, dann wird diese Person eher geschlechtskonforme als nicht geschlechtskonforme Umwelt-Verhaltensweisen an den Tag legen", erklärte die Professorin. Dies treffe sowohl für Männer als auch für Frauen zu.

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Männer meiden eher Frauen mit "männlichen" Verhaltensweisen

Die Probandinnen und Probanden wurden auch befragt, wie sie auf Personen reagieren würden, die sich bei Umweltbewusstsein "untypisch" für ihr Geschlecht verhielten. Das Ergebnis: "Männer meiden eher Frauen, die sich geschlechtsuntypisch verhalten", heißt es in der Studie. Die Forscherinnen begründeten dies damit, "dass viele Männer sich dabei unwohl fühlen, sich auf eine Frau einzulassen, die nicht eindeutig heterosexuell ist". Frauen, die sich nicht geschlechtsspezifisch verhielten, hätten dabei eher mit "negativen gesellschaftlichen Konsequenzen" zu rechnen als recylingfreudige Männer.

Swim und ihre Kollegen empfehlen daher der Politik, den "Druck der Geschlechterrollen" in ihre Umweltpolitik miteinzubeziehen. (cw)



#1 LotiAnonym
  • 09.08.2019, 15:45h
  • Seit mehr als 15 Jahren trage ich meine Einkäufe in Stoffbeuteln mit nachhause. Es ist tatsächlich was dran an dieser Studie. In all den vielen Jahren ist mir erst in diesem Jahr beim Einkaufen EIN Mann aufgefallen, der ganz selbstverständlich seine Einkäufe an der Kasse in einen Stoffbeutel packte. Sonst immer nur entweder Plastiktüten.Papiertüten oder gleich in den Rucksack. Auf den Straßen sehe ich ganz selten Männer mit Stoffbeutel rumlaufen. Scheint ein No Go zu sein.
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#2 dellbronx51069Anonym
#3 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 09.08.2019, 18:26h
  • Antwort auf #1 von Loti
  • Ich weiß morgens wenn ich die Bude verlass auch nicht ob ich abends noch einkaufen geh.... oO da Zahl ich lieber die paar Cent für ne tüte (und des Argument "Tasche kann man ja im Auto lassen" zählt nicht, Auto fahren aber dann Plastiktüten kritisieren ist zumindest im städtischen Raum lächerlich, alles unter 3 bis 5km kann jeder einigermaßen gesunde mensch laufen, für den rest gibt's Nahverkehr, so viel umweltbewusstsein hab dann selbst ich... Gilt natürlich nur für bis zu 2-3 Tüten Einkäufe, wer jetzt für n Familieneinkauf macht schiebt den Wagen eh zum [Carsharing] Auto )

    Und ob queere Menschen jetzt öfter n stoffbeutel oä nutzen als heten lässt sich doch aus dem Artikel gar nicht rauslesen.... oO
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#4 David JacobAnonym
#5 LotiAnonym
  • 09.08.2019, 20:39h
  • Antwort auf #3 von QueerBierHere
  • Absoluter Wiederspruch. Was Du da äußern tust, nennt sich pure Bequemlichkeit. Ich trage meinen Rucksack ständig bei mir und im Innern befinden sich vier Stoffbeutel. Nehmen null Platz weg. Ökologisches Verhalten nennt sich das. Plastiktüten sind für faule und bequeme Personen. Besonders wenn Du dann noch Auto fährst, ist es doch kein Beinbruch einige Stoffbeutel im Kofferraum zu haben. Das nun überall die braunen Papiertüten ausliegen in den Märkten unterstreicht nochmal und das nun zum letzten mal hier, die Bequemlichkeit sehr vieler Verbraucher. Denn diese werden meistens kaum weitergenutzt. Stapeln sich zuhause.
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#6 GronkelAnonym
  • 10.08.2019, 09:55h
  • Antwort auf #4 von David Jacob
  • "Was für ein unfassbarer Schwachsinn."

    Ja, ich habe auch selten so einen Blödsinn gelesen. Aber der Aufwand sich die Studie zu gemüte zu führen um die haarsträubenden Schlussfolgerungen zu widerlegen ist viel zu aufwändig und bewirkt genau gar nichts. Die nächste 'Qualitätsstudie' wird schon in der Pipeline sein.
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#7 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 10.08.2019, 12:49h
  • Antwort auf #5 von Loti
  • Wie ja deutlich aus meinem Text erkennbar ist fahr ich kein Auto.... Sollte allmählich für Privatpersonen Standard sein, Bequemlichkeit ist sich nicht n Job in Wohnungsnähe oder ne Wohnung in Jobnähe zu suchen.... Bin auch für absolutes Fahrverbot in Städten (mit Ausnahme Krankenwagen, Feuerwehr etc) und höhere Besteuerung von Autos sowie höhere Benzinpreise sowie für flugverbot für Reisen innerhalb des eigenen Kontinentes....

    Aber jupp, stimmt, ich renn nicht mit nem leeren Rucksack oder nem leeren beutel durch die Gegend, verlass morgens des Haus und ob ich abends Einkauf oder nicht weiß ich dann doch noch nicht.... Das ist dann die Bequemlichkeit die ich mir einfach rausnehme, wenn ich nach der Arbeit zu kumpel oder Kneipe oder was weiß ich geh hab ich schlichtweg keine lust n leeren Rucksack oä mitzunehmen... Alles was man über den Tag so braucht passt ja idr in die Hosentasche...Also jupp, die paar Cent, die man heute für die Umwelt zahlen muss, sind mir des dann wert
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#8 QueerBierHereEhemaliges Profil
#9 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 10.08.2019, 13:12h
  • Antwort auf #5 von Loti
  • Nachtrag 2 (les die beiden comments davor noch) : googel mal die Herstellung dieser Papiertüten, am Ende der Kette sind die genauso schädlich für die Umwelt, siehe Wasser- und Energiebedarf sowie Einsatz von Chemikalien und wiederverwertbarkeit und mehrfachnutzung....
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#10 LotiAnonym
  • 10.08.2019, 16:17h
  • Antwort auf #8 von QueerBierHere
  • Na da liegt aber jetzt ein gewaltiges Missverständnis vor. Du warst gefragt. Habe nicht einmal einen Führerschein. Bin überhaupt kein Fan vor Autos. Wenns nach mir ginge müßten diese Stinker längst raus aus der Innenstadt von Berlin. Ist aber nicht hier das Thema. Über die Papiertüten Herstellung haste ja alles richtig beschrieben. Auch das meinte ich in meinen Kommentar. Mein Guter. Erst jede Menge Plastiktüten zuhause ansammeln und nun sinds die Papiertüten, gelle? Deshalb benutze ich ja nur Stoffbeutel. Also, wer benutzt diese, ich oder Du?
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