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Priapismus
Schwuler mit Dauer-Erektion seit zwei Wochen im Krankenhaus
Bei einem One-Night-Stand vorm CSD ließ sich der in Berlin lebende Brite Danny Polaris eine Erektionshilfe in den Penis spritzen – mit fatalen Folgen. Schlimmstenfalls droht die Amputation seines besten Stücks.

Danny Polaris im Krankenhaus (Bild: privat)
- 11. August 2019, 07:19h 2 Min.
An dieses Sexdate wird Danny Polaris noch lange zurückdenken. Kurz vor dem Berliner CSD lernte der in der deutschen Hauptstadt lebende schwule Brite in einem Club einen Krankenpfleger kennen, mit dem er zusammen nach Hause ging. Der andere Mann habe ihm vorgeschlagen, ein Erektionsmittel in seinen Penis zu injizieren, berichtete Polaris von der Nacht in einem Interview mit "Pink News". Wegen dessen Beruf habe er eingewilligt. "Ich habe gedacht: Was kann da schon schiefgehen?"
Doch am nächsten Tag hatte der Sänger und freiberufliche Sex-Kolumnist noch immer eine Erektion. Um an der Berliner CSD-Parade teilnehmen zu können, wickelte er sich einen mit Eis gefüllten Getränkekühler um seinen Penis. Erst als die Dauererektion immer schmerzhafter wurde, ging er zum Arzt. Seitdem liegt Polaris im Krankenhaus.
Fataler Mix mit Viagra und HIV-Medikamenten
Bei der von seinem Date injizierten Flüssigkeit soll es sich um Alprostadil handeln, ein körpereigener Stoff, der tatsächlich als Medikament gegen Erektionsstörungen eingesetzt wird. Polaris hatte allerdings an dem Abend schon eine Viagra-Pille genommen, außerdem kam es nach Auffassung der Ärzte zu Wechselwirkungen mit seinen HIV-Medikamenten. Auch hatte der Brite in der Nacht viel Alkohol getrunken. "Das war eine der schlimmsten Entscheidungen in meinem Leben", sagt er heute.
Instagram / dannypolaris | Auf Instagram zeigt sich Danny Polaris optimistisch
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Zeitweise war der Schmerz derart heftig, dass Polaris mehrfach ohnmächtig wurde. Alle Versuche, seine Erektion zu stoppen, scheiterten bislang. Auch eine Operation, bei der eine Vene aus dem Oberschenkel mit dem Penis verbunden wurde, um so das Blut abzupumpen, hatte nicht den gewünschten Erfolg. Als Spätfolgen des sogenannten Priapismus drohen dem Briten eine Penisverkrümmung oder ein dauerhafter Erektionsverlust. Im schlimmsten Fall müsste sein bestes Stück aufgrund einer Gewebs-Nekrose amputiert werden.
Danny Polaris warnt nun andere schwule Männer, sich niemals etwas in den Penis spritzen zu lassen. Damit er u.a. Zusatzkosten im Krankenhaus bezahlen kann, haben Freunde eine Crowdfundingseite eingerichtet. (cw)
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Sorry, aber das klingt mir echt zu sehr nach einer Räuberpistole.