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USA

Nach vier Jahren Rechtsstreit: Sieg für trans Schüler

Schulen müssen laut einem US-Bundesgericht trans Schülern ermöglichen, ihrer Geschlechtsidentität entsprechende Toiletten aufzusuchen. Alles andere wäre verbotene Geschlechterdiskriminierung.


Eine Bundesrichterin hat entschieden, dass Gavin Grimm während seiner Schulzeit diskriminiert wurde (Bild: WAVY)

Der 20-jährige Transmann Gavin Grimm hat am Freitag einen großen Sieg für Transrechte in den Vereinigten Staaten erzielt: Bundesrichterin Arenda L. Wright Allen gab ihm in Norfolk (US-Bundesstaat Virginia) Recht, dass er von seiner Schule wegen seiner Transsexualität diskriminiert worden sei, weil er nicht die Jungstoilette seiner Schule aufsuchen durfte. Dies verstoße nicht nur gegen ein Bürgerrechtsgesetz ("Title IX"), sondern auch gegen die Gleichbehandlungsklausel in der amerikanischen Bundesverfassung. Grimm hatte sich vier Jahre lang – ein Fünftel seines Lebens – mit der Klage beschäftigen müssen.

Grimm wuchs in Virginia auf und outete sich 2014 als trans. Danach begann der damals 15-Jährige als Mann zu leben und durfte auch zwei Monate lang die Jungstoilette in seiner öffentlichen Schule benutzen. Nach Protesten von mehreren transphoben Eltern anderer Schüler untersagte ihm die Schule im Dezember 2014 die Nutzung der Toilette, ebenso wie von allen anderen geschlechtergetrennten Einrichtungen wie Umkleidekabinen. Er klagte dagegen – und der Fall ging durch die Instanzen, bis er 2017 den Supreme Court erreichte. Das Höchstgericht gab den Fall aber an die Vorinstanz zurück (queer.de berichtete).

Richterin Wright Allen entschied nun, dass die entsprechende Schule binnen zehn Tagen für trans Schüler ihre Toiletten öffnen muss. Außerdem muss sie in den Zeugnissen die Geschlechtsangabe von Grimm von "weiblich" auf "männlich" ändern. Der Schulbezirk muss außerdem – neben einer symbolischen Entschädigung von einem Dollar – die Anwalts- und Gerichtskosten von Grimm übernehmen. Grimm war in dem Verfahren von der größten US-Bürgerrechtsorganisation, der American Civil Liberties Union (ACLU) – unterstützt worden. Die Entscheidung dürfte auch Auswirkungen auf andere Schulen im Land haben.

Freude bei Bürgerrechtlern, LGBTI-Aktivisten und Demokraten

LGBTI-Aktivisten feiern den Sieg vor Gericht als "Meilenstein", wie die Human Rights Campaign (HRC) erklärte. Damit könnten auch in Zukunft junge Transpersonen geschützt werden, obgleich die Trump-Regierung 2017 einen Erlass aus der Obama-Zeit zum Schutz transsexueller Schüler aufgehoben hatte (queer.de berichtete). Die ACLU erklärte: "Trans Schüler gehören in unsere Schulen."

Twitter / ACLU

Politiker der oppositionellen Demokraten begrüßten die Gerichtsentscheidung. So sprach Senatorin Elizabeth Warren, eine der führenden Präsidentschaftsbewerberinnen im Vorwahlkampf, auf Twitter von einem "großen Sieg für trans Amerikaner im ganzen Land". "Wenn wir kämpfen, dann gewinnen wir – und werden nicht aufhören zu kämpfen, bis alle trans Personen ohne Angst und Diskriminierung leben können", so Warren.

Twitter / ewarren

Grimm machte bereits 2017 in Virginia seinen Highschool-Abschluss und studiert inzwischen in Kalifornien. (dk)



#1 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 13.08.2019, 16:09h
  • Gut so... Auch wenn sich mir bis heute der Sinn von geschlechtsgetrennten Toiletten nicht erschließt is des wenigstens mal ne korrekte Entscheidung!
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#2 frauAnonym
  • 13.08.2019, 17:14h
  • Antwort auf #1 von QueerBierHere
  • "Auch wenn sich mir bis heute der Sinn von geschlechtsgetrennten Toiletten nicht erschließt "

    Ernsthaft?

    Stichwort
    im Stehen pinkeln - Urinal
    wollen Männer dabei von Frauen gesehen werden?

    Im Stehen pinkeln - wollen Frauen sich auf Toiletten setzen die ...

    Das möchte ich nicht..., jedenfalls nicht so lange es weit verbreitet unterschiedliche Haltungen dazu gibt wie eine Toilette von Menschen benutzt wird und dabei eingesaut wird...

    Bei UNISEX Toiletten und der Verabredung dass alle sitzen wäre ich dabei.
    Allerdings glaube ich nicht dass die Menschen dazu bereit wären.
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#3 RudiAnonym
  • 13.08.2019, 20:09h
  • Antwort auf #2 von frau
  • Erstmal ist es ja nicht so, dass Männer es alle schlecht finden würden, von Frauen beguckt zu werden, aber von Männern ist das für sie voll ok. Außerdem kann ich aus meiner Erfahrung als transPerson mit beiderlei Toiletten nicht bestätigen, dass Männertoiletten unhygienischer sind. Das einzige, was ich beobachten konnte, ist, dass die sozialen Ungangsformen variieren. Eben dass sich Männer gegenseitig nicht so genau inspizieren auf Klo wie Frauen. Aber genauso fix, wie ich mich da umstellen konnte, könnten das andere Menschen ebenfalls, wenn Unisextoiletten mit offenen Urinalen ausgestattet würden.
    Und außerdem: bei jeder größeren Veranstaltung gehen Leute allen Geschlechts dorthin, wo die Schlange am kürzesten ist. Wenn sich alle benehmen, gibt es da gar kein Problem.
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#4 DramaQueen24Profil
  • 14.08.2019, 03:00hBerlin
  • Antwort auf #2 von frau
  • Männer pinkeln auch in Unisex-Toiletten im Stehen, was eine ziemliche Sauerei ist. Als Frau möchte ich nicht auf so eine Toilette gehen, weil die meisten Herren es nicht für nötig erachten,den Deckel hochzuklappen.
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#5 TheDadProfil
  • 14.08.2019, 09:32hHannover
  • Antwort auf #4 von DramaQueen24
  • Ein junger Mann erkämpft sich sein Recht auf die Toilette zu gehen..

    Dir und auch "frau" in Nr.#2 fällt nichts anderes dazu ein, als über "Unisex-Klos" und angebliches "Männer-Verhalten" Klischees anzuführen..

    Fern ab von der Thematik, und absolut Fehl angebracht..
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#6 frauAnonym
#7 TheDadProfil
  • 15.08.2019, 10:49hHannover
  • Antwort auf #6 von frau
  • ""Ich habe den ersten Kommentar kommentiert und nicht den Artikel, was ich so auch deutlich gekennzeichnet habe.""..

    Was das Verbreiten von Klischees über das angebliche Verhalten von Männern in keiner Weise verhindert hat..
    Und was auch immer noch nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun hat, und das trotzdem sich der erste Kommentar eindeutig damit beschäftigte..
    Und die Erfahrung beinhaltete, sich den Grund für "getrennte Toiletten" nicht recht erklären zu können..

    Was Dich dann dazu anstachelte die Idee zu verbreiten :
    Männer sind Schweine..

    Jepp, sind sie..
    Frauen aber sind Säue..

    Ich finde es immer wieder wunderbar zu lesen was Frauen über das Verhalten von Männern in ihrem "natürlichem Habitat" am Stehpissbecken" so zu berichten wissen..
    Was voraussetzt daß sie entweder Kamera-überwacht sind, oder sich die Frauen deutlich öfter in diesem Männer-Klos herumtreiben, als man wohl denken mag..

    Wahrscheinlicher aber ist es, daß hier ein wohlbekanntes
    "aber das wissen doch alle"
    zum Tragen kommt, denn ein Klischee zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß es aus "allerlei einzelerfahrungen" zusammengesetzt ein Bild zeichnet, welchem man in der Realität nur schwer begegnen kann..
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#8 frauAnonym
#9 pissyAnonym
#10 TheDadProfil