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MLS

Fußballtrainer nach "Schwuchtel"-Beschimpfungen gefeuert

Coach Mike Petke war nach einer Niederlage so außer sich, dass er die Schiedsrichter als "Schwuchteln" bezeichnete.


Mike Petke muss sich nach seinem homophoben Ausbruch einen neuen Arbeitgeber suchen

Eine amerikanische Erstliga-Fußballmannschaft hat ihren Coach entlassen, weil er in einem Pokalspiel das Schiedsrichtergespann homophob beleidigt hatte. Das Team Real Salt Lake, das in der höchsten amerikanisch-kanadischen Spielklasse "Major League Soccer" (MLS) spielt, gab die Entscheidung zur Entlassung von Trainer Mike Petke am Sonntag bekannt.

Anlass war ein verbaler Ausbruch nach einem Spiel vom 24. Juli im nordamerikanischen Pokalwettbewerb. Die Mannschaft aus Utah war beim Spiel gegen den mexikanischen Club Tigres UANL aus San Nicolás de los Garza im Rio-Tinto-Stadion in einem Vorort von Salt Lake City mit 0:1 unterlegen – daraufhin rannte Petke empört auf das Schiedsrichtergespann zu. In TV-Aufnahmen ist deutlich zu erkennen, wie Petke die Schiedsrichter mit den obszönen Worten "Motherfucker" und "Puto" beleidigte. Außerdem soll der Trainer den Referees nach Medienberichten später hinter dem Kabineneingang einen Zettel gezeigt haben, auf den er "Puto" gekritzelt hatte.

"Puto" ist ein spanisches Wort für "Schwuchtel". In den vergangenen Jahren waren immer wieder mexikanische Fußballfans mit der Nutzung des Begriffes in Sprechchören aufgefallen, trotz einer zunehmenden Bestrafung durch Verbände (queer.de berichtete).

Direktlink | In diesem kurzen Video ist zu sehen, wie Trainer Petke nach dem Spiel die Schiedsrichter beschimpft und dafür die Rote Karte erhält

Petke erhielt auch 25.000 Dollar Geldstrafe

Real Salt Lake hatte Petke nach dem Spiel zunächst suspendiert. Außerdem wurde er von der MLS zu einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Dollar (22.000 Euro) verurteilt. Der Club erklärte am Sonntag, dass man nach längeren Diskussionen entschieden habe, "mit sofortiger Wirkung Mike Petkes Vertrag aufzulösen". Weiter hieß es, dass man als Verein Wert darauf lege, dass jedem Menschen "mit Respekt, Höflichkeit und Professionalität" begegnet werden müsse.

Twitter / realsaltlake

Petke selbst äußerte sich zu dem Vorfall bislang nicht. Real-Teamkapitän Kyle Beckerman erklärte am Montag in einem Radiointerview, dass der Ex-Trainer kein hasserfüllter Mensch sei, sondern versucht habe, für seine Spieler einzustehen. Das sei aber "etwas aus dem Ruder gelaufen", so Beckerman.

Die regionale LGBTI-Organisation Equality Utah begrüßte die Entscheidung, den Trainer zu feuern. Das Fußballteam habe mit seiner Stellungnahme deutlich gemacht, dass weder Homophobie noch Rassismus akzeptabel seien.

Twitter / EqualityUtah

Der 43-jährige Petke spielte zwischen 1998 und 2010 für verschiedene MLS-Mannschaften und streifte in dieser Zeit zwei Mal das Trikot der US-Nationalmannschaft über. Er war seit 2017 Trainer von Real Salt Lake, zuvor war er drei Jahre lang Coach der New York Red Bulls gewesen. (dk)



#1 Peter82Anonym
  • 13.08.2019, 16:56h
  • Man muss das Positive sehen: nämlich dass ein Ami mal eine Konversation in einer Fremdsprache hinkriegt ;-)
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#2 not-goodAnonym
  • 13.08.2019, 20:02h
  • Aus meiner Sicht ist das keine Kommunikation, sondern ein entgleister Ausbruch von Emotionen, der mit einem homophoben Wort umgesetzt wird.
    Also völlig daneben.

    ©BuntesUndSchönes
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#3 TheDadProfil
  • 13.08.2019, 22:29hHannover
  • ""Real-Teamkapitän Kyle Beckerman erklärte am Montag in einem Radiointerview, dass der Ex-Trainer kein hasserfüllter Mensch sei, sondern versucht habe, für seine Spieler einzustehen. Das sei aber "etwas aus dem Ruder gelaufen", so Beckerman.""..

    Äh ?

    ""Petke sammelte an der St. John the Baptist Diocesan High School, einer privaten römisch-katholischen High School in West Islip im Bundesstaat New York erste Erfahrungen im Bereich Fußball.""..

    "aus dem ruder gelaufen"..

    Bullshit-Bingo..
    Der Mann ist exakt so sozialisiert worden wie er sich hier gegeben hat..
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#4 BjörnAnonym
  • 14.08.2019, 01:01h
  • Übertrieben. Geldstrafe wäre ja okay, aber Entlassung wegen eines falschen Wortes?! Sowas führt zu einem backlash irgendwann.
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#5 TechnikerAnonym
  • 14.08.2019, 08:01h
  • Der Hauptgrund wird ja wohl nicht die "Schwuchtel" gewesen sein, sondern schlicht die Tatsache, daß der Herr ausfallend wurde...
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#6 not-goodAnonym
#7 TheDadProfil
  • 14.08.2019, 09:45hHannover
  • Antwort auf #4 von Björn
  • ""Sowas führt zu einem backlash irgendwann.""..

    Und immer wieder werden Auslöser und Folgen miteinander verwechselt !

    Es war offensichtlich über Jahrzehnte hinweg einfach möglich eine Gruppe von Menschen innerhalb einer Gesellschaft zu beleidigen !

    Und was dieser Trainer nun erlebt ist der "Backlash" !
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#8 FußballfanAnonym
  • 14.08.2019, 11:01h
  • Ich finde die Strafe deutlich überzogen, zumal Puto auch Stricher bedeuten kann, es das erste Mal war und der Situation geschuldet war. Geldstrafe hätte gereicht.
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#9 not-goodAnonym
#10 Homonklin44Profil