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Zivilklage eingereicht

Trump-Fan beschuldigt schwulen CNN-Moderator eines sexuellen Übergriffs

Don Lemon, einer der schärfsten Kritiker von Präsident Donald Trump, soll einen konservativen Barkeeper sexuell belästigt haben. CNN vermutet politische Motive hinter der Anzeige des angeblichen Opfers.


Don Lemon kritisiert in seiner Sendung "CNN Tonight" immer wieder den US-Präsidenten (Bild: Screenshot CNN)

Ein Barkeeper hat eine Zivilklage gegen den offen schwulen Nachrichtenmoderator und Kommentator Don Lemon eingereicht, weil dieser ihn vergangenes Jahr in einer Bar in Sag Harbor, einem zwei Autostunden von New York City entfernten Dorf in den Hamptons, sexuell belästigt habe. Lemons Haussender CNN, bei dem er jeden Wochentag um 19 Uhr Westküstenzeit bzw. 22 Uhr Ostküstenzeit zwei Stunden lang die Sendung "CNN Tonight" moderiert, weist die Anschuldigungen als offensichtlich politisch motiviert zurück.

Der Barkeeper behauptet, er habe Lemon nach seinem Feierabend in einer Kneipe erkannt und ihm angeboten, einen Drink auszugeben. Der 53-jährige Journalist habe abgelehnt, sei aber später auf ihn zugekommen. "Er hat seine Hand in seine Shorts gesteckt und energisch an seinen Genitalien gerieben. Dann hat er seine Hand herausgezogen und seinen Zeige- und Mittelfinger in den Schnurrbart des Klägers und unter dessen Nase gerieben", heißt es laut US-Medienberichten in der Klageschrift. Lemon habe dann angeblich eine derbe Frage über die sexuellen Vorzüge des Barkeepers gestellt. Dieser sei deshalb "schockiert" gewesen und habe sich "gedemütigt" gefühlt.

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CNN verteidigt Lemon

Lemon hat sich bislang zu den Vorwürfen nicht öffentlich geäußert, allerdings stellte sich sein Arbeitgeber hinter ihn. Der Kläger habe in sozialen Medien wiederholt seine Abneigung gegenüber CNN gezeigt, erklärte ein Sprecher des Senders aus Atlanta gegenüber dem Entertainmentmagazin "Deadline". Die Anzeige sei auch erst gestellt worden, nachdem der Mann eine "Riesensumme" von Lemon verlangt habe, so der Sprecher weiter. "Don bestreitet diese Vorwürfe energisch. Diese Sache verdient es nicht, weiter kommentiert zu werden." Der Kläger habe angeblich 1,5 Millionen Dollar von CNN gefordert, damit er keine Zivilklage gegen Lemon einreicht, so "Deadline" unter Berufung auf einen nicht genannten Informanten.

Laut Medienberichten soll sich der Kläger in seinen – inzwischen gelöschten – Äußerungen in sozialen Netzwerken als Fan des US-Präsidenten Donald Trump dargestellt haben. Er habe dort auch eine Trump-Äußerung zitiert, wonach CNN "die Heimat der Fake News" sei.

Trump hatte seit seinem Amtsantritt immer wieder CNN und Moderatoren wie Don Lemon oder Chris Cuomo attackiert. So erklärte der Präsident etwa Ende 2017 auf Twitter: "Ich schaue mir nie Don Lemon an, den ich einmal den 'dümmsten Mann im Fernsehen' genannt habe! Schlechte Berichterstattung" (queer.de berichtete).



In seiner Sendung kritisiert Lemon immer wieder das Weiße Haus und den Präsidenten, den er auch mehrfach als Rassisten bezeichnet hatte. In der aktuellsten Sendung beklagte er etwa, dass Trump nichts gegen die Waffengewalt in den USA unternehme.

Direktlink | Ausschnitt aus der Sendung vom Dienstag

Lemon arbeitet seit 2006 für CNN und outete sich 2011 öffentlich als schwul. Damals beschrieb er auch, dass es für ihn als Schwarzen viel schwerer gewesen sei, zu seiner sexuellen Orientierung zu stehen als für viele Weiße. "Schwulsein ist so ziemlich das schlimmste, was man in der schwarzen Kultur tun kann. Einem wird schon von Kindesbeinen gelehrt, dass man ein echter Mann sein muss. In der schwarzen Community wird gerne das Schwulsein weggebetet." Diese Kultur habe ihren Ursprung in der Unterdrückung von Afro-Amerikanern, die noch immer nicht überwunden sei, so Lemon in der "New York Times". (dk)



#1 Patrick SAnonym
  • 14.08.2019, 12:40h
  • Das Schmuckstück ist der Tweet vom orangefarbenen Twittermonster.

    "Ich schaue niemals Don Lemon, den ich einmal den dümmsten Mann im Fernsehen genannt habe."

    Wie kommt man denn zu dieser Schlussfolgerung, wenn man ihn nie sieht? Hellseherisch begabt ist er jetzt auch noch. Ein Wahnsinn, dieser Präsident.
    Von der Art der Kritik und der Wortwahl fang ich jetzt erst gar nicht an. Unwürdig.
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#2 AltoAnonym
  • 14.08.2019, 17:08h
  • Ich hoffe, die Angelegenheit wird zügig aufgeklärt. Wenn es sich als wahr erweist, muss Lemon selbstverständlich mit Konsequenzen rechnen, falls es eine Falschmeldung ist, hoffe ich dass der Barkeeper eine Anzeige wegen Rufschädigung erhält. Da es eine öffentliche Bar war, gibt es bestimmt Zeugen.
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#3 Patroklos
  • 14.08.2019, 22:27h
  • Es gilt das Gleiche wie auch bei Schauspieler Kevin Spacey, und zwar die Unschuldsvermutung! Es ist doch immer wieder haarsträubend, was manche Menschen so alles erfinden, nur um einmal in die Schlagzeilen zu kommen!
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#4 DramaQueen24Profil
  • 15.08.2019, 03:22hBerlin
  • Auch schwule Menschen sind nicht vollkommen. Aber hier sieht es mir ganz nach dem Versuch aus, sowohl den Moderator als auch seinen Sender unter Druck zu setzen, um Geld zu machen. Das ist in den USA leicht möglich, wird oft angewandt. Weil die Schadenssummen in den USA astronomisch sind. Und diese Menschen wissen, dass die Betroffenen jeden Vergleich annehmen, um als unschuldig zu gelten, egal, ob sie schuldig oder, wie in diesem Fall, offensichtlich unschuldig sind.
    Zudem ist der Ankläger ein erklärter Gegner von CNN und Trump-Fan. Das sagt wohl alles!
    Übrigens, hätte der Moderator sich nie geoutet, hätten die es mit einer heißen Blondine versucht.
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#5 DramaQueen24Profil
#6 DramaQueen24Profil
  • 15.08.2019, 03:26hBerlin
  • Antwort auf #2 von Alto
  • Zeugen lassen sich kaufen. Und, wenn in der Bar nur Trump-Fans sind, wird selbst dem Dümmsten klar, wie solche Aussagen aussehen werden. In den USA zählt schon lange die Wahrheit nichts, die Lüge alles!
    Und, viel Trump Anhänger sind Rassisten, der Moderator schwarz. Ein Schelm, wer dabei Arges denkt.
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#7 DramaQueen24Profil
  • 15.08.2019, 03:29hBerlin
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Im Gegensatz zu Spacey, bei dem es diesbezüglich immer viele Gerüchte gab, gibt es die bei dem CNN Moderator nicht.
    Für mich sieht alles nach einem Versuch aus, den Moderator und/oder den Sender abzuzocken, oder ein von langer Hand geplanter Versuch, den Sender zu diskreditieren.
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#8 KommentarlosAnonym
  • 15.08.2019, 06:14h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • ! Es ist doch immer wieder haarsträubend, was manche Menschen so alles erfinden...

    Unschuldsvermutung bedeutet nicht, dass man im Gegenzug Anschuldigungen als erfunden bezeichnen darf. Ein Richter wäre genau an dem Punkt für befangen erklärt worden, denn einseitige Parteinahme geht gar nicht. Wieso Sie es dennoch tun, obwohl Sie dem mutmaßlich Geschädigten genau das vorwerfen...nun ja!
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#9 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 15.08.2019, 08:05h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Dutzendfache Anschuldigungen ohne mögliche finanzielle Motivation da verjährt vs. Einer Anschuldigung mit möglicher finanzieller Motivation....

    Der Vergleich mit Spacey passt aber mal gar nicht.....!
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