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Heinrich Horwitz

Kinderstar aus "Bruder Esel" outet sich als divers

Der Nachwuchs von "Tatort"-Schauspieler Dominique Horwitz spricht in der "Bild"-Zeitung über die eigene Identität.


Heinrich Horwitz (re.) in der 1996 auf RTL ausgestrahlten Serie "Bruder Esel" an der Seite des 2013 verstorbenen Hauptdarstellers Dieter Pfaff (Bild: RTL)

In den Neunzigerjahren war das Kind des heute 62-jährigen deutsch-französischen Schauspielers Dominique Horwitz ("Tatort") ein gefeierter Kinderstar, der seine Karriere in der 14-teiligen RTL-Serie "Bruder Esel" mit Dieter Pfaff und Renate Krößner begann – und für die Darstellung von Klavierschülerin Beppa sogar mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Nun hat sich das Schauspieltalent im Alter von 34 Jahren bei "Bild plus" als divers geoutet.

Unter der Überschrift "Tochter Miriam heißt jetzt Heinrich" erklärte Horwitz: "Ich bin nicht transgender. Ich bin divers. Das bedeutet, dass ich mich weder als Mann oder Frau bezeichne, ich verweigere einfach die Unterteilung. Ich bin Schwester, Bruder, Freundin oder Freund. Da gibt es keinen Unterschied."

Horwitz betonte in dem Artikel, dass sie "immer noch Schauspielerin" sei (daher wird im Folgenden das Personalpronomen "sie" verwendet). Auch im nächsten Filmprojekt, einem Auftritt in der in Südtirol spielenden ARD-Serie "Der Bozen-Krimi", werde sie als Frau auftreten. "Heinrich, ich habe nur eine Rolle als Frau im Dirndl für dich", habe ihr der "verständnisvolle" Regisseur Thorsten Näter gesagt. Die Folge wird am 19. September im Ersten ausgestrahlt werden.

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Name "Heinrich" in Reisepass eingetragen

Horwitz, die auch als Theaterregisseurin Erfolge feierte, habe bereits vor fünf Jahren den alten Namen abgelegt und den Vornamen "Heinrich" zusätzlich in den Reisepass eintragen lassen. "Ich reagiere gar nicht mehr, wenn jemand meinen alten Namen ruft."

Nach der Pubertät habe Horwitz sich keinem Geschlecht zugehörig gefühlt. "Ich kann bis heute nicht mal auf hohen Schuhen rumlaufen", sagte sie. "Als meine Freundinnen irgendwann mit dem Schminken und scheinbar weiblich anerzogenen Dingen begannen, hat mich das nicht mehr interessiert." Ihr Vater habe verständnisvoll reagiert und spreche sie meist mit ihrem Spitznamen "Heini" an.

Offiziell ist die Eintragung der Anfang des Jahres eingeführten dritten Geschlechtsoption "divers" nur für eine sehr kleine Gruppe von Intersexuellen möglich. Staatlich als divers anerkannt sind daher bislang nur sehr wenige Menschen in Deutschland – im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen registrierten sich etwa bis Mitte Juni nur 27 "diverse" Personen (queer.de berichtete). (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 15.08.2019, 14:32h
  • Alles klar.

    Alles Liebe und Gute!

    Obwohl der Name Heinrich bei mir auch einen unguten Klang hat...
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#2 DramaQueen24Profil
#3 DramaQueen24Profil
#4 goddamn liberalAnonym
#5 PostHumanoidAnonym
  • 15.08.2019, 22:10h
  • Antwort auf #3 von DramaQueen24
  • .., und: "Der grüne Heinrich von Gottfried Keller ist ein teilweise autobiografischer Roman, der neben Goethes Wilhelm Meister und Stifters Nachsommer als einer der bedeutendsten Bildungsromane der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts gilt." (Wikipedia)
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#6 QueerBierHereEhemaliges Profil
#7 unmöglichAnonym
  • 16.08.2019, 19:24h
  • Antwort auf #6 von QueerBierHere
  • ... sprach der Lehnstuhl-Philosoph, bevor er nachdachte, dass die LSBTTIQ sehr viel stärker Unterstützung brauchen.

    Und nicht nur alle Kinder brauchen Unterstützung, sondern alle Menschen, also auch Erwachsene.

    ©BuntesUndSchönes
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#8 DramaQueen24Profil