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Auszeichnung bei Empfang

NRWSPDqueer: Ehrennadel geht an Hannelore Kraft

Die erste und bislang einzige weibliche Ministerpräsidentin des bevölkerungsreichsten Bundeslandes wird für ihren Einsatz für queere Rechte geehrt.


Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei einer Rede im Jahr 2012 (Bild: NRW-SPD)

Die ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wird im kommenden Monat in Essen mit der Ehrennadel, der höchsten Auszeichnung der Landesarbeitsgemeinschaft NRWSPDqueer, ausgezeichnet. Das teilte die LGBTI-Organisation der Sozialdemokraten am Freitag mit. Kraft werde für ihr Engagement um die Belange von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten in Nordrhein-Westfalen und innerhalb der Landes-SPD geehrt.

"In ihrer Amtszeit als Ministerpräsidentin hat Hannelore einige Dinge auf den Weg gebracht", erklärte NRWSPDqueer-Chef Fabian Spies. Besonders hervorheben wolle er den Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie. "NRW hat seit 2010 auf dem Weg zu einer Gesellschaft der Vielfalt bereits viel erreicht. Wir waren das erste Flächenland mit einem Aktionsplan und damit Vorreiter. Sogar die Europäische Kommission hat das als beispielhaft gelobt. Viele der 100 Maßnahmen sind in laufende Programme, Gesetze und weitere Vorhaben eingegangen", so Spies. Die Kraft-Regierung habe außerdem jahrelang Druck gemacht, die Opfer des Paragrafen 175 zu entschädigen.

Kraft werde den Preis beim CSD-Empfang von NRWSPDqueer am 8. September im VielRespektZentrum in Essen persönlich entgegennehmen. Die feierliche Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr.

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Hannelore Kraft führte 2010 erst eine rot-grüne Minderheitsregierung an und erreichte 2012 nach einem Wahlerfolg gemeinsam mit dem Koalitionspartner die absolute Mehrheit. 2017 wurde die rot-grüne Regierung abgewählt und Schwarz-Gelb konnte das Ruder übernehmen (queer.de berichtete). Der neue Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gilt als wesentlich kritischer gegenüber LGBTI-Rechten. So behauptete er etwa im Wahlkampf, dass das Grundgesetz ein verstecktes Ehe-Verbot für Schwule und Lesben enthalte (queer.de berichtete). Kraft ist jetzt einfache Landtagsabgeordnete im Düsseldorfer Parlament. (dk)



#1 MariposaAnonym
  • 17.08.2019, 09:13h
  • Immerhin eine späte Ehrung und auch eine Genugtuung. Ich kann mich noch gut an das hämische SPD-Bashing hier erinnern, als Hannelore Kraft die Landtagswahl verloren hat. Das werden wohl die Urheber inzwischen bereut haben, denn in NRW gibt es seitdem wieder in Sachen Gleichstellung einen Schritt zurück. In Laschets Staatskanzlei amtiert ein Typ, der Konversionstherapien befürwortet.
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#2 nicht_perfektAnonym
  • 17.08.2019, 10:41h
  • Die Auszeichnung ist sicherlich verdient. Und ihre Aktivitäten in allen Ehren.

    Als ich im Raum NRW eine Stelle in einer Kita suchte, wurde ich als lesbische Frau dennoch nicht fündig. Die Befindlichkeiten bezüglich Homosexualität waren nicht zu übersehen und nicht zu überhören.

    ©BuntesUndSchönes
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#3 TechnikerAnonym
  • 17.08.2019, 12:00h
  • Antwort auf #1 von Mariposa
  • Woran könnte das wohl liegen, "Mariposa"?
    "Ich kann mich noch gut an das hämische SPD-Bashing hier erinnern, als Hannelore Kraft die Landtagswahl verloren hat."

    Vielleicht daran, daß die SPD mit einer kleinen Unterbrechung durch Herrn Rüttgers NRW seit Jahrzehnten ununterbrochen regierte und dabei nicht unbedingt segensreich wirkte? Die heute-show verspottete das Bundesland ja schon als Nordrhein-Katastrophalen:
    www.youtube.com/watch?v=IOmIK0E69vo

    Auch der maßlos überschätzte Bruder Johannes und seine Nachfolger pfuschten - etwa bei der WestLB - tüchtig rum:

    www.youtube.com/watch?v=yawjrfzqkfw

    Wenn da die Hanni Kraftlos, die sich übrigens subito auf einen bequemen Aufsichtsratsposten bei der Ruhrkohle verdünnisierte, als einziges Verdienst den Einsatz gegen Homo- und Transphobie zu verzeichnen hat, ist das halt ein bißchen dürftig.

    Und bevor's Sie sagen: Nein - ich traue Herrn Laschet und den Seinen ebenfalls nicht zu, an den Verhältnissen in NRW substantiell etwas zu verbessern. Ändert aber nix an der Unfähigkeit der Sozen.

    Kommen wir nun zu etwas ganz anderem: Liebe Queer-Redaktion - wollen Sie diese Formulierung nicht endlich überarbeiten?

    "Die erste und bislang einzige weibliche Ministerpräsidentin"

    Gab es schon mal männliche Ministerpräsidentinnen?
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#4 goddamn liberalAnonym
#5 MariposaAnonym
  • 17.08.2019, 16:29h
  • Antwort auf #3 von Techniker
  • Es wurde in erster Linie auf die schlappe Queerpolitik der SPD hingewiesen und ihr deswegen der Untergang gewünscht, fast schon in AfD-affiner Sprache - natürlich liegen aber die Gründe anderswo und da gibt es auch nichts zu beschönigen (wobei das Gleichstellungsministerium bei den Grünen beheimatet war) Leider hat aber nicht etwa die Linke davon profiiert, sondern schwarz-gelb und die AfD. Ich wünsche Euch viel Spaß damit !
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#6 MariposaAnonym
#7 MariposaAnonym
#8 IsaakAnonym
  • 17.08.2019, 17:11h
  • Antwort auf #1 von Mariposa
  • Da dürften Sie richtig liegen. Man muss die SPD nicht wählen und auch nicht toll finden, aber man sollte zumindest anerkennen können, dass Sie in den vergangenen Jahrzehnten eben doch einen grossen Anteil an der gesellschaftlichen und kulturellen Liberalisierung in Deutschland hatte. Es ist traurig und bisweilen sehr befremdlich, dass dieses Engagement nicht anerkannt wird und die Partei samt Personal nur noch als Zielscheibe von Hohn und Spott dient. Aber sich dann echauffieren bei jedem offen homophoben Statement von Rechtsaussen... die bleiben halt nicht aus, wenn der parteipolitische Puffer so langsam wegbröckelt.
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#9 Patroklos
#10 TheDadProfil
  • 17.08.2019, 22:08hHannover
  • Antwort auf #1 von Mariposa
  • ""Ich kann mich noch gut an das hämische SPD-Bashing hier erinnern, als Hannelore Kraft die Landtagswahl verloren hat. Das werden wohl die Urheber inzwischen bereut haben,""..

    Äh ?
    Du träumst ?
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