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Dieter Geerlings

Ex-Weihbischof befürwortet Segnung von Homo-Paaren

Ein vor knapp zwei Jahren zurückgetretener Weihbischof aus Münster widerspricht der katholischen Orthodoxie und setzt sich für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ein.


Dieter Gerlings hat kein Problem damit, homosexuellen Paaren den Segen zu geben

Der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings hat sich am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Queergemeinde Münster dafür ausgesprochen, schwule und lesbische Paare in katholischen Kirchen zu segnen. "Es ist meine persönliche Meinung, dass die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften segnen kann", sagte der 72-Jährige nach Angaben des katholischen Magazins "Kirche und Leben". "Menschen, die um Segen bitten, wollen das erfahren, was die Kirche schenken kann."

Segnung bedeute, darum zu bitten, "dass die Beziehung gelingt und Gott helfend und liebend in ihr anwesend ist". Es gehe bei diesem Ritus nicht um eine "Beurteilung der Lebensführung". "Wenn auf dem Domplatz Autos gesegnet werden, frage ich auch nicht danach, wie viele Punkte der Fahrer in Flensburg hat", erklärte Geerlings, der von 2010 bis 2017 Weihbischof von Münster war.

Zum Diskussionsabend mit den Titel "(Wie lange noch) kann Kirche Segen verweigern?" waren 50 Zuhörende ins Pfarrheim von St. Joseph Münster-Süd gekommen.

https://www.facebook.com/297127563642976/posts/2580554848633558/

Gepostet von Queergemeinde Münster am Donnerstag, 15. August 2019
Facebook / Queergemeinde Münster

Ehe für alle geht Geerlings zu weit

Geerlings dämpfte bei der Veranstaltung allerdings Hoffnungen, dass Homo-Paare in ihrer Heimatgemeinde bald heiraten können. "Ehe ist durch die Sakramentenlehre festgelegt. Wenn ich mich für die Ehe für alle einsetze, kann ich mich gleich hinten anstellen", sagte er. Er spreche deshalb lieber von "eingetragenen Lebenspartnerschaften, meine aber dasselbe".

Derzeit verbietet der Vatikan die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren – dagegen ist die Segnung von Tieren oder leblosen Objekten erlaubt. In der deutschen katholischen Kirche gibt es aber immer mehr Stimmen, die fordern, das Verbot zu überdenken. Anfang des Jahres erklärte etwa Franz-Josef Bode, der katholische Bischof von Osnabrück, dass die Kirche auf die staatliche Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben reagieren müsse (queer.de berichtete). (dk)



#1 AlexAnonym
  • 16.08.2019, 17:18h
  • Segnung ist wieder was 2. Klasse, um uns die Ehe zu verwehren.

    Wir sind aber keine Menschen 2. Klasse, die sich mit Almosen abspeisen lassen, nur damit wir der Kirche als Feigenblatt dienen und die sich als ach so barmherzig und fortschrittlich verkaufen können.

    Wir leben im 21. Jahrhundert: entweder alles oder gar nichts. Alles andere ist Diskriminierung.
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#2 Homonklin44Profil
  • 16.08.2019, 17:23hTauroa Point
  • Schade. Da hat man zum Eingang des Artikels fast gedacht, es gäbe auch bei den Knilchen einzelne, die das nach ihrem langen und ergebenem Leben auch mal geschnallt haben könnten, dass LGBTIQ* auch bloß Menschen sind.

    Segen, ja, Ehe, nein?
    Segen für Autos, für andere Tiere, für Waffen, Kriegsgerät usw. ja?
    Na, damit hat man den Segen dann.

    Punkte in Flesburg mit lesbischem und schwulen Dasein zu vergleichen, das haut dann wieder direkt auf den alten Gammeldags-Kanon. Es muss aus Knilchens Sicht immer mit was Schlechtem verglichen sein, wenn man von Natur aus ist, wer man anders als Hetero eben ist.

    Von daher, netter Versuch, Herr Gardinenkleidchenknilch. Mehr aber auch nicht.
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#3 AlexAnonym
#4 kuesschen11Profil
  • 16.08.2019, 21:20hFrankfurt
  • Also für den Ex-Weihbischof gilt in seiner Kirche nur die "eingetragene Lebenspartnerschaft". Die ist aber seit 2 Jahren nun schon Vergangenheit und durch die Ehe ersetzt. Können diese Knilche auch mal im Hier und Jetzt ankommen?

    Typisch für die katholische Kirche: Diskriminierung mit der Segnung zweiter Klasse. Dieser Segen ist nur Heuchelei, wenn er überhaupt stattfinden darf.
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#5 Patroklos
#6 FredinbkkProfil
  • 17.08.2019, 04:50hBangkok
  • Antwort auf #5 von Patroklos
  • Da muss ich Dir Recht geben,eine Segnung ist schon was tolles,besonders fuer jedliche Religions und Sekten anhaenger,welche fictive Gottheiten,verschiedener Beschreibung anbeten.
    Ich persoenlich fuehre auf Wunsch alle Arten von Segnungen aus,egal ob fuer Rauhaardackel,Staubsauger oder Kondomautomaten,
    dafuer verwende ich geheiligtes Sodawasser, Limonade oder auch verduennter Eistee....ja sogar Schlumpfurin in hellblau..
    aber eine Einschraenkung gibts auch bei mir:
    Keine Segnung von CSU und AFD/NPT Verehrern,keine Segnung fuer klerikale
    RKK Pfaffen mit Kindesmissbrauchserfahrung,oder jedliche homophobe Hetzer jedlicher
    religioes/politischer Orientierung.

    So sei es Amen. und Homohalleluja
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#7 LordWilliamBYronAnonym
  • 17.08.2019, 11:11h
  • Antwort auf #2 von Homonklin44
  • Die Antwort ist eine von denen - wenn Du keinen Schritt in die aus meiner Sicht einzig richtige Sicht machst ist es kein Schritt ! Mir ist ein Bischof der umdenkt immer noch lieber , als ein Mitglied der LBGTQ Community mit dem Totalanspruch auch die kleinsten Veränderungen selber zu torpedieren . Man kann einen Artikel der auf queer de ist auch mal offen lesen und zu einem anderen Schluß kommen !
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#8 Wombat07Anonym
  • 17.08.2019, 12:16h
  • Glaubt man an Gott, dann muss man die Homosexualität als gottgegeben und gewünscht respektieren. Denn sonst hätte ja Gott einen Fehler gemacht. Und da bereits bei über 500 Tierarten auch gleichgeschlechtliche Liebe nachgewiesen wurde, (bei anderen hat man es nur noch nicht untersucht), wären das sehr viele Fehler. Und ein gläubiger Mensch unterstellt doch nicht Gott Fehler, besonders weil das ja nur aus der Sicht dummer Menschen welche wären. Hätte Gott keine Homosexualität gewollt, es gäbe sie nicht.

    Glaubt man nicht an Gott, so reicht auch die einfache Feststellung, dass Homosexualität angeboren, nicht änderbar ist und in der Natur bei vielen Tierarten vorkommt (vielleicht sogar allen). Homosexualität ist normal, Homophobie nicht (die gibt es nur bei dummen Menschen).
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#9 TimonAnonym
#10 Sven100Anonym
  • 17.08.2019, 12:18h
  • "Wenn auf dem Domplatz Autos gesegnet werden, frage ich auch nicht danach, wie viele Punkte der Fahrer in Flensburg hat"

    ...und bei der Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paares sollte von der Kirche auch nicht nach den "Sünden" (homosexuelles Verhalten) dieses Paares gefragt werden.

    Es ist erschreckend wie die Queergemeinde Münster auf einzelne Kleriker fixiert ist, seien diese auch im Ruhestand wie der o.g. Ex-Weihbischof..

    Jetzt sitzen die "Queers" in Münster um eine Kerze herum und meinen, sie seien der Akzeptanz der Homosexualität durch die Kirche ein Stück näher gekommen.

    Im Übrigen: Wenn man sich schon "queer" nennt, sollten wenigstens die Leiter dieser Gemeinde ihr Gesicht zeigen.
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