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Polizeibericht

Berlin: Zwei Leichtverletzte nach homophobem Übergriff

Ein 28-Jähriger schlug offenbar aus Homophobie auf Männer ein, denen er zufällig in Berlin-Mitte begegnet war. Die Polizei konnte den Verdächtigen festnehmen.


Erneut melden die Berliner Behörden einen offenbar aus Homophobie motivierten Überrgriff (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 19. August 2019, 10:53h, noch kein Kommentar

Am Sonntagabend gab es in der Bundeshauptstadt nach Polizeiangaben einen weiteren aus Homophobie motivierten Übergriff: Ein 29-jähriger Mann schlug demnach mit der Faust ohne Provokation auf zwei Männer ein und verletzte sie leicht.

Nach bisherigen Ermittlungen ging gegen 22.25 Uhr ein 35-Jähriger mit seinem 39-jährigen Ehemann und Freunden die Torstraße entlang. Dabei kam ihnen ein unbekannter Mann entgegen, der dem 39-Jährigen plötzlich mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben soll. Einer seiner Freunde, ein 29-Jähriger, stellte laut dem Polizeibericht den mutmaßlichen Schläger zur Rede.

Dieser soll darauf auch dem Zeugen sofort ins Gesicht geschlagen und anschließend die Torstraße entlang geflüchtet sein. Der 29-Jährige alarmierte die Polizei und verfolgte den Angreifer. Eintreffende Einsatzkräfte konnten den 28-jährigen Verdächtigen noch in der Nähe anhalten, festnehmen und in eine Gefangenensammelstelle bringen. Dort wurde er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung einem Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt überstellt. Der Staatsschutz ermittelt in Berlin immer bei einem Verdacht auf Hasskriminalität.

Die beiden Geschlagenen wurden leicht verletzt. Sie wollten sich laut Polizei selbst in ärztliche Behandlung begeben.

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Erst am Vortag homophober Zwischenfall in Friedrichshain

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Erst am Sonntag meldete sie einen homophoben Übergriff: Ein 22-jähriger Schwuler war in den frühen Morgenstunden in Friedrichshain von fünf Männern homophob beschimpft und von einem Mann getreten worden (queer.de berichtete).

Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)