Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34295

Geldmangel

Aidshilfe Köln schließt Regenbogencafé HIVissimo

Nach dem Ausstieg des Jobcenters ist Ende des Monats Schluss mit dem beliebten Café, da die Kölner Aidshilfe die Kosten nicht mehr stemmen kann.


Das Regenbogencafé in der Beethovenstraße 1 macht Ende August dicht (Bild: Aidshilfe Köln)

Nach über 15 Jahren stellt die Aidshilfe Köln zum 31. August den Betrieb des Regenbogencafés HIVissimo ein. Wie die Hilfsorganisation mitteilte, sei der Betrieb "nicht mehr wirtschaftlich zu führen".

Mit Auslaufen der Förderung des Jobcenters zum Ende des letzten Jahres habe die Anzahl der Mitarbeitenden bereits von 15 auf fünf reduziert werden müssen. Bereits in den letzten Wochen habe der Betrieb wegen den Kürzungen nicht regulär durchgeführt werden können. Zuvor hatte man wochentäglich 80 bis 100 Drei-Gänge-Menüs serviert.

Das Jobcenter Köln hatte in den letzten 13 Jahren das Café in der Beethovenstraße unterstützt, um damit chronisch erkrankte Hartz-IV-Empfangende durch das Mitwirken am Mittagstisch an den Arbeitsmarkt heranzuführen. In der Küche wie auch im Service konnten die Teilnehmenden unterschiedliche Arbeitsbereiche in einem gastronomischen Betrieb kennenlernen und wurden so Schritt für Schritt an geregelte Arbeitsabläufe herangeführt. Laut Aidshilfe hätten weit über 400 Menschen im Regenbogencafé "die ersten Schritte zurück in einen strukturierten Arbeitsplatz unternommen".

- Werbung - Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Drei-Gänge-Menü ab drei Euro

Montags bis freitags bot das Regenbogencafé für die Nachbarschaft ein Drei-Gänge-Menü für 5,90 Euro an. Inhaberinnen und Inhaber der Solicard (Menschen mit einem Einkommen unter 900 Euro) mussten lediglich drei Euro zahlen.

Die Kosten für die Anleitung und die Lebensmittel hatte das Projekt in den letzten Monaten selbst selbst erwirtschaften müssen. Das habe ein finanzielles Loch in die Kasse gerissen, so Geschäftsführer Michael Schuhmacher. "Wir haben nach den ersten acht Monaten Bilanz gezogen und mussten feststellen, um den Mittagstisch wirtschaftlich betreiben zu können, müssten wir die Preise für das Angebot auf mindestens elf Euro anheben." Dieser Preis sei für die Hauptzielgruppe nicht zu bezahlen gewesen, "so dass nur noch der drastische Schritt als logische Konsequenz übrigblieb", sagte Schumacher.

Die Aidshilfe bedauerte, dass der Mittagstisch, der für viele Personen ein "feste Anker" gewesen sei, nun wegbreche. "Für diese Klientel sucht die Aidshilfe jetzt Alternativen, damit sie auch weiterhin kostengünstig ein Mittagsessen erhalten", gab die Organisation bekannt. (dk)



#1 stromboliProfil
  • 20.08.2019, 01:09hberlin
  • was ist denn los in der selbsgenannten schwulen hauptstadt.. keine wahlen in sicht und schon bröckelt es an allen ecken&kanten.

    Mal ins rathaus gehn!
    Mal sich sozialdezernent und jobcentermacher zur brust nehmen!
    Es ist eindeutig ein rückschritt hinter vor jahrzehnt erkämpften solidargrundforderungen.

    Würde auch gerne die begründung des jobcenters für die einstellung sehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SolanaceaeAnonym
  • 28.08.2019, 12:09h
  • Antwort auf #1 von stromboli
  • Die Begrünung?
    - Kostet Geld
    - Klientel Zielgruppe

    Ja eine Schande, was in Köln momentan los ist. Auch die Homochrom hat dieses Jahr die Pforten geschlossen. Wir verlieren hier so wertvolle Queere Kultur, die mir und vielen anderen erst geholfen hat, sich selbst zu finden und zu lieben. Eine Schande, Köln
  • Antworten » | Direktlink »