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Berlin

Wieder Vandalismus am Magnus-Hirschfeld-Ufer

Nach dem Denkmal für die homosexuellen Opfer der Nazis beschädigten Unbekannte auch die Gedenktafeln am Magnus-Hirschfeld-Ufer – und das nicht zum ersten Mal.


So sehen die Gedenktafeln nach dem Akt des Vandalismus aus (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg / Jörg Steinert)

Die beiden Berliner Gedenktafeln, die an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern, sind erneut beschädigt worden. Wie der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am Dienstag bekannt gab, wurden auf den am Magnus-Hirschfeld-Ufer gelegenen Porträtbildern die Augen von Anita Augspurg (1857-1943), Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) und Dr. Magnus Hirschfeld (1868-1935) ausgekratzt und ausgebrannt. Zudem wurden die Münder von Augspurg und Hirschfeld entstellt.

LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert stellte bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. "Dieser Hass ist unfassbar", so kommentierte der Verband die Sachbeschädigung auf Facebook.

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Bereits mehrfach Augen ausgekratzt

Die 2011 eingerichteten Gedenktafeln wurden bereits mehrfach beschädigt. Bereits im Sommer 2017 und im Herbst 2018 kratzten Unbekannte die Augen auf den Fotos aus (queer.de berichtete).

Auch das von den Gedenktafeln nur 20 Minuten Fußweg entfernte Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ist in den letzten Wochen mehrfach Opfer von Vandalismus geworden. Erst am Wochenende beschmierten unbekannte Vandalen das Sichtfenster mit Farbe (queer.de berichtete).

Immer wieder gibt es angesichts dieser offensichtlich homophob motivierten Taten eine Debatte, ob die Gedenkstätten mit Videokameras überwacht werden sollen, um dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. Angesichts der neuen Tat weist der LSVD Berlin-Brandenburg darauf hin, dass sich vergangenes Jahr 76 Prozent seiner Mitglieder im Rahmen einer Befragung für eine Videoüberwachung von Gedenk- und Erinnerungsorten ausgesprochen haben (queer.de berichtete). (dk)



#1 PetterAnonym
  • 20.08.2019, 13:27h
  • 1. Wenn sowas immer wieder passiert, muss es vielleicht dort Videoüberwachung und mehr Polizeistreifen geben.

    2. Man muss die Tafeln schnellstmöglich durch unversehrte ersetzen. Nur dann merken die, dass ihre Straftaten keinen Erfolg haben.

    3. Wenn man Täter dingfest machen kann, müssen diese natürlich zusätzlich zur regulären Strafe auch den Ersatz (Material, Anfertigung, Aufstellung, etc.) bezahlen.

    4. Aus welchem Material sind die Tafeln? Wenn man da etwas "auskratzen und ausbrennen" kann, klingt das für mich nach diesen üblichen (und eigentlich auch praktikablen und schönen) Holz-Kunststoff-Tafeln. Könnte man da nicht ein stabileres Material verwenden wie z.B. Edelstahl oder so? Oder kann man da auch Dinge einfach so auskratzen oder wegbrennen? (Ich bin nicht so der Material-Experte.)
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#2 WolkenmannAnonym
  • 20.08.2019, 15:45h
  • Videoüberwachung wäre angebracht.
    Wie oft soll es denn noch beschädigt werden, bis endlich etwas unternommen wird?
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#3 TachelesAnonym
  • 21.08.2019, 10:57h
  • Das Erschreckende ist, dass es nicht einfach ärgerliche Beschädigungen sind. Machen wir uns nichts vor: Die Kernaussage der BeschädigerInnen ist, dass sie Schwule auslöschen wollen.
    So stellt sich das Post-Merkel-Doitschland 2019 dar.
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