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Ablehnung

China hält an Ehe-Verbot für Schwule und Lesben fest

Während Taiwan als erster Staat in Asien die Ehe für alle eingeführt hat, will die Ein-Parteien-Diktatur in der Volksrepublik China Homo-Paare weiterhin nicht anerkennen.


Das Parlament, das anders als in Demokratien nur eine Marionette der Ein-Parteien-Regierung ist, befindet sich in der Großen Halle des Volkes (Bild: kanegen / flickr)

Der Sprecher des chinesischen Parlaments hat am Mittwoch bekräftigt, dass die Volksrepublik nicht am Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe rütteln will. Zang Tiewei erklärte nach Angaben von Reuters bei einer Pressekonferenz, dass die Beschränkung der Ehe auf heterosexuelle Paare "dem System unseres Landes sowie den historischen und kulturellen Traditionen" entsprechen würde. "Soweit ich weiß, erkennt die große Mehrheit der Länder die gleichgeschlechtliche Ehe nicht an", so Tiewei weiter.

Erst im Mai hatte Taiwan, das von China als abtrünnige Provinz angesehen wird, die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet – als erstes Land auf dem asiatischen Kontinent (queer.de berichtete).

LGBTI-Aktivisten zeigten sich über die ablehnende Haltung des kommunistischen Regimes nicht überrascht. So erklärte Sun Wenlin gegenüber Reuters: "Mein Partner und ich müssen unser Glück dem Rechtssystem unseres Landes opfern." Sun hatte mehrfach vor chinesischen Gerichten auf Öffnung der Ehe geklagt (queer.de berichtete).

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Regime schränkt Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben ein

Homosexualität wurde in China 1997 legalisiert. Schwule und Lesben werden allerdings gesellschaftlich in der Volksrepublik nicht anerkannt und leben oft versteckt, um Diskriminierung zu vermeiden. In den staatlich kontrollierten Medien und im Internet schränkt das Regime die Sichtbarkeit von Homosexualität erheblich ein (queer.de berichtete).

In China gibt es keine Antidiskriminierungsgesetze, die sexuelle oder geschlechtliche Minderheiten vor Diskriminierung schützen. Gleichgeschlechtliche Paare gelten rechtlich als Fremde. Nur in der teilautonomen "Sonderverwaltungszone" Hongkong ist letztes Jahr erstmals ein Homo-Paar anerkannt worden (queer.de berichtete). Im Juni erkämpfte sich ein schwules Paar weitere Rechte im Beamtenrecht (queer.de berichtete). Angesichts der aktuellen Spannungen zwischen China und Hongkong ist aber unklar, ob die ehemalige britische Kolonie ihre unabhängige Justiz behalten wird. (dk)



#1 Ideologinnen-WatchAnonym
  • 21.08.2019, 10:46h
  • Sehr aufschlussreich zu sehen, wie sozialistisch-kommunistische Länder (VR China, Kuba) und religiotische Länder (Polen, Iran) identisch ticken, wenn es um die Freiheit des Individuums geht.
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#2 Ralph
  • 21.08.2019, 10:58h
  • Antwort auf #1 von Ideologinnen-Watch
  • Oh ja... und in Deutschland wollen Linke nie hören und nicht wahrhaben, wie weit rechts ihre Ideologie steht. Es ist wie mit unserm Planeten: Wenn wir nur lange genug nach links gehen, kommen wir rechts wieder raus. (Das gilt übrigens für den Antisemitismus ganz ähnlich.)
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#3 DramaQueen24Profil
  • 21.08.2019, 12:36hBerlin
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Unsere Linken sind mit den Namenslinken in China nicht zu vergleichen. Letztere sind nur dem Namen nach links. Ihnen geht es nur um Machterhalt. Kuba ist da schon weiter, auch, wenn es da wegen dem Kircheneinfluss noch viel zu tun gibt.
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#4 Ideologinnen-WatchAnonym
#5 Ralph
  • 21.08.2019, 14:04h
  • Antwort auf #3 von DramaQueen24
  • Ja klar, die Linken sind alle keine echten Linken, sobald sie erst mal an der Macht sind. Dann unterscheidet man zwischen dem "real existierenden Sozialismus" (d.h. der marxistischen totalitären Diktatur) und dem angeblich in Wahrheit angestrebten sozialistischen Paradies auf Erden. Wie die Christen zeigen die Linken ihr wahres Gesicht immer erst, wenn sie die Macht erobert und sich den Staat untertan gemacht haben... man denke an Leute wie Castro, Chavez, Ortega - übrigens Schwulenhasser allesamt und Ikonen deutscher Linkentraumtänzer.
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#6 JadenYAnonym
  • 21.08.2019, 16:38h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • "Die Linken" wie sie hier genant werden zersplittern sich in unterschiedlichste Lager die zwar u.a in der Partei "die Linke" gemeinsam auftreten ( was nicht PDS und auch nicht die MLPD oder DKP oder KPD ist) aber sehr unterschiedliche Ansichten zu den von dir genannten "Helden" haben. Ich erinnere z.b. an Dietmar Bartsch der sich bewusst von den Glückwünschen der Partei an Castro 2010 distanzierte und mit der Ecke Wagenknecht/ Lafontain nichts am Hut hat.
    Es gibt die Kubaliebhaber, die Umstürzler, die Anarchisten, waschechte Kommunisten, Marxisten und sicher auch irgendwo auf der Hinterbank noch Mao- oder Stalinsten aber daneben eben auch Reformlinke, Wirtschaftliberale, Kulturlinke und was es da alles so gibt.
    Das alles gleichzusetzen wäre wie zu sagen kein einziger Stasimittarbeiter sei nach der Wende zur CDU, SPD, der FDP oder zu Den Grünen gegangen - es hätte mit der Realität wenig zu tun.
    Macht korumpiert, ja, aber der Kalte Krieg ist vorbei und es geht nicht um irgendwelche ideologischen Grabenkämpfe sondern darum das es Verlierer in dieser Gesellschaft gibt um die sich niemand ausreichend kümmert.
    Zur Erinnerung : 225 Abgeordnete der Regierungspartei haben gegen die Eheöffnung gestimmt, also gegen die konservativste Forderung, noch ganz ohne §3, das war 2017. 2010 kam da bereits der offiziele Antrag zur Öffnung von der Partei die linke.
    China 2019 ist doof ok, aber Japan 2019 interresiert keinen, die haben ja schlieslich ne konservative regierung und nichts linkes. Da lässt sich kein Feindbild mit aufbauen.
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#7 Ralph
  • 21.08.2019, 16:54h
  • Antwort auf #6 von JadenY
  • Mir erschließt sich nicht, weshalb man China nur kritisieren darf, wenn man gleichzeitig Japan kritisiert. - Und übrigens: In Tokio wurde keine Demokratiebewegung von der Regierung mit Panzern plattgewalzt, das geschah damals in Peking. Und Japan bedroht auch seine Nachbarn nicht und hält sie nicht besetzt. China bedroht Taiwan, unterdrückt Sinkiang, hält Tibet besetzt, kolonisiert Teile Afrikas, beansprucht zahlreiche Inseln, die ihm nicht gehören, und will Hongkong gleichschalten. Einen gewissen Unterschied zwischen China und Japan zu machen, halte ich deshalb nicht für falsch.
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#8 JadenYAnonym
  • 21.08.2019, 17:27h
  • Antwort auf #7 von Ralph
  • Du stellst aber das chinesische Regiem mit der idee der Linken gleich(soweit ich das lesen konnte). Da es um Homophobie geht fehlte mir da aber das Austeilung gegen die mitte die sich bezeichnenderweise bei dem Thema nicht groß anders verhalten haben bei dir aber ungenannt durchkommen. Darum mein Vergleich mit Japan.
    Die Kritik an China ist defintiv berechtig aber der rest in Asien nimmt sich da auch nicht viel und ist bei Leibe nicht so links (wenn man china inzwischen überhaupt noch dazu zählen möchte).
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#9 Patroklos
#10 zundermxeAnonym
  • 22.08.2019, 09:48h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • Exemplarisch Deine Kommentare und die von ddd-Watch (wer auch immer sich hier warum auch immer zum Watch meint erheben zu müssen oder zu dürfen) für viele Artikel hier und den folgenden Kommentarverlaufen.
    Diese sind dann vor allem eins: destruktiv, verallgemeinert und ausgrenzend.
    Das jeweils im Artikel behandelte Thema wird beliebig genutzt um auf Springer-Niveau (bestenfalls) dem eigenen Weltbild entsprechend plumpe Propaganda zu verbreiten. Diese Parolen-Propaganda ist dann auch so allgemein gehalten, dass jede differenzierte Auseinandersetzung keine Grundlage hätte und als bestätigende Rechtfertigung begriffen würde für Aussagen, die wegen ihrer undifferenzierten Beliebigkeit weder wahr noch falsch sein können.
    Schublade links mal wieder nach guter alter Blöd-Manier aufgemacht und auf Spießer-Flamme köcheln lassen.

    Wer hier ernsthaft direkt oder indirekt behauptet, dass China ein sozialistischer Staat sei, ist entweder besonders einfältig oder bewusst Populist. Vor allem aber werden so die Lügen und der Propaganda-Deckmantel des totalitären chinesischen Regimes wunschgemäß übernommen. Aber warum sollten wir der autoritären Mörderbande diesen Gefallen nicht tun wenn dies doch so perfekt in die eigene Plapper-Welt passt?!

    Bin kein blinder Verfechter der sogenannten Linken. Egal ob damit nun in Deutschland die sich so nennende Partei oder all die anderen Menschen, die von wem auch immer jeweils in aller Regel abwertend als links bezeichnet werden, gemeint sind. Es ist mir nur sowas von zuwider dieses dümmliche, destruktive und in letzter Konsequenz Menschenverachtende Spiel zu betreiben indem sich hier scheinbar queere Kommentator*innen nicht zu hohl sind mit anderen das selbe zu machen was wir auf uns bezogen versuchen zu bekämpfen: Verallgemeinerung von Menschen unter einem Begriff (die Homos oder die Linken) um dann damit zu agitieren (besser zu hetzen) indem diese zu einem Begriff verallgemeinerte Menge von Menschen pauschal für diese oder jene Sache verantwortlich gemacht werden.
    Außer Ausgrenzung und Hass resultiert aus diesem Strickmuster rein gar nichts. Wir bestätigen so maximal indirekt den Umgang der Hasser und Hetzer mit uns selbst da wir uns ja nicht zu billig sind diese auf andere bezogen selbst anzuwenden.
    Und das bringt dann bitte wem etwas?
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