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- 13. September 2005 1 Min.
Rom Der italienischen Oppositionsführer Romano Prodi hat die Einführung einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft für Homo-Paare gefordert und dafür bereits Kritik des Vatikans einstecken müssen. Der ehemalige EU-Kommissionspräsident und voraussichtliche Spitzenkandidat der Linken hatte in einem Brief an den italienischen Schwulenverband Arcigay angekündigt, eine Initative für eine Homo-Ehe in Anlehnung an das französiche PACS-Modell zu starten. "Auf der Suche nach Wählerstimmen die Familie zerreißen", titelte die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano" am Dienstag laut epd. Die Familie sei eine "Realität, zu der Mann und Frau auf natürliche Weise tendieren", schrieb das Blatt zu dem Vorschlag des katholischen Politikers. Prodi versuche mit seiner Initiative, die von der Verfassung auf der Basis der Ehe geschützte Institution Familie "zu relativieren und zu ideologisieren". Der stellvertretende Regierungschef Gianfranco Fini von den Rechtsnationalen unterstützte die Pläne Prodis. Fini sprach sich zwar gegen die Gleichstellung von Ehe und eingetragenen Partnerschaften aus, warnte jedoch vor der Diskriminierung nicht verheirateter und homosexueller Paare. "Prodi versucht, (den spanischen Premierminister José Luis Rodríguez) Zapatero nachzuahmen", klagte hingegen der Chef der christdemokratischen Partei Udeur, Clemente Mastella. Laut Umfragen sind 51,6 Prozent der Italiener für die Einführung von Homosexuellen-Ehen. (nb/pm)














